Kleinkunst  Straßentheater  Kabarett  Variete  Circus
        Agenturen  Wettbewerbe  Comedy  Galas  Festivals

 
 
 
Suche im Trottoir

Kategorien Alle Jahrgänge



blue Harlekin Online Marktplatz für Strassentheater

34. Internat. Kulturbörse Freiburg


Comedy Institut

Fairsicherungsladen Hagen/NRW

ein Lächeln



Ausschreibung,Wettbewerbe

Artikel - gewählte Ausgabe
Meist gelesen
Statistik
  • Kategorien: 66
  • Artikel: 3532
  • News Events :: Events

    [zurück]

    „Der eigentliche Hauptdarsteller ist der Garten“


    - 25 Jahre Kleines Fest im großen Garten -

    Das „Kleine Fest im Großen Garten“ in Hannover startet am 7. Juli zum 25. Mal. Das Temps Fort Theatre ist wieder mit dabei, das Musikclownduo Gogol und Mäx und Shirley Sunflower aus Australien. Magier Hans Klok wird die Menschen verzaubern und Diego Stirmann erzählt Geschichten mit den Fingern. Nicola Volckmann hat mit Initiator und „Mann mit dem Zylinder“ Harald Böhlmann über die Anfänge und den Erfolg des „Kleinen Fests“ gesprochen.

    Herr Böhlmann, wie ist das „Kleine Fest“ 1986 entstanden?

    1985 gab es ein Fest über Georg Friedrich Händel. Ich arbeitete damals im Kulturamt und war an der Idee beteiligt. Als der Intendant kurz vorher verstarb, musste jemand die Leitung übernehmen, das sollte ich sein. Das Prinzip mit den verschiedenen Bühnen gab es damals schon.

    Es ist ja ein qualitativ sehr hochwertiges Fest, wo finden Sie diese Künstler?

    Wir besuchen Kulturbörsen, wie die in Freiburg. Ich wurde in Japan in eine Jury für Straßentheater berufen, bin zum Zirkusfestival nach Monte Carlo gefahren. In der Szene kennt man das Kleine Fest sogar in Neuseeland. Eine andere Quelle sind Tipps von Künstlern, die bei uns aufgetreten sind. Außerdem bekommen wir körbeweise Blindbewerbungen.

    Wie bewerten Sie Gruppen? Ist das Ratio und Erfahrung oder verlieben Sie sich auch?

    Es ist eine Mischung, in der auch Erfahrung mitspielt. Es ist Verstand und auch Gefühl. Oft sehe ich auf Kleinkunst-Börsen Gruppen und denke nach einer Minute, wird das was? Entweder jemand hat es oder nicht. Künstler müssen ihr Handwerk beherrschen. Für mich ist der Maßstab immer: ich selbst muss es mögen. Das ist sehr subjektiv, aber ich bin immer gut damit gefahren.

    Reden Sie eigentlich noch gern über das Wetter? 2007 ist ja auch schon mal eine Premiere ins Wasser gefallen…

    Es kostet immer wieder Nerven. Ein Meteorologe sagte mir mal über seine Prognose für die nächste Woche, sie habe eine Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Man könne es sich auch selber vorhersagen. Seitdem bin ich gelassener.

    Was kostet das Festival?

    Wir setzen 1,4 Millionen Euro um in diesen drei Wochen. 90 Prozent wird über Eintrittsgelder finanziert, der Rest über Sponsoren. Es gibt keine Zuschüsse von der Stadt. Am Ende des Jahres muss es einen ausgeglichenen Haushalt geben, das ist Vorgabe von der Stadt Hannover.

    Was ist für Sie das Schönste am Kleinen Fest?

    Was man an Lachen und fröhlichen Gesichtern sieht und an Rückmeldungen bekommt, das ist für mich das Schönste. Ich arbeite auch gern mit den Künstlern und in diesem wunderbaren Garten, der der eigentliche Hauptdarsteller ist.

    Redaktion: Nicola Volckmann
    2010-06-15 | Nr. 67 | Weitere Artikel von: Nicola Volckmann





    Copyright © 2008 Quibo e.K.
    Alle hier erwähnten Produkt- und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Eigentümer. Trottoir-online ist ein Online-Magazin für Kleinkunst - redaktionell aufbereitete Themenbereiche: Variete, Kabarett, Circus, Comedy, Straßentheater mit Agentur-News und Terminen von Festivals, Premieren, Wettbewerben und Ausschreibungen, Workshops und Weiterbildung.