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    "Nix ist unmöglich"

    lautete die Parole im Aprilprogramm des GOP Varieté Essen. Max Nix, Conférencier dieser Produktion amüsierte das Publikum mit seiner Art "nix" zu können und irgendwie doch noch etwas zustande zu bringen. Das Duo Randols stieg in die Rollen und präsentierte eine rasante Rollschuhakrobatik mit gehörigem "Speed" und vielen Tricks. Akrobatik am Trapez mit vielen Figuren gepaart von diversen Hängen und Fallern war das Markenzeichen von Caroline. Yana entpuppte sich mit ihrer Kamera als Vetriloquistin und verlieh ihrem sprechenden Gegenstück Wortwitz mit scharfer Linse. Gilles le Leuch mimte den Butler Antoine so perfekt, das man ihm seine exquisite Diabolojonglage zu Walzerklängen gar nicht zugertaut hätte. Wenn er seine Diabolos jedoch einmal kreisen ließ, gab es kein Halten mehr. Seine Figurenspielereien mit ihnen brachten ihm tosenden Applaus ein. Denise Randols kombinierte Sexappeal mit rockig fetziger Musik zu einem sprühenden Hula-Hoop Feuerwerk bei der Begeisterung aufflammte. Black and White, vier junge Herren aus Kiew vollführten akrobatisches Können in Vollendung. Mit Handvoltigen, zahlreichen Saltos und immer wieder neuen Körperfiguren schufen sie in ihrer tempogeladenen Show außergewöhnliche Sinneseindrücke. Zum Schluß, das grande Finale mit allen Künstlern, deren Begeisterung sich auf die Zuschauer übertrug.

    Mit flinken Fingern und flotten Sprüchen bewies der Klavierkomiker Armin Fischer im GOP Varieté Hannover, das er als Moderator auch ein Händchen für das Heitere hatte. Klassische Jonglagen zu klassischen Klängen auf höchstem Niveau zelebrierte der Jongleur Timo Wopp. Csaba Mehes ein grandioser Tollpatsch der kleinen Töne avanciert zum Produzenten lauter schräger Klänge, das man sich vor Lachen auf die Schenkel klopft. Ästhetik gepaart mit akrobatischer Vielseitigkeit bot das Duo Jouvilov in ihrer einzigartigen Choreographie. Strapaten- und Flugelemente, verbanden sich beim Duo Gorodji zu einem schwerelos leichten Tanz in harmonischer Eintracht. Dabei nutzten sie für ihre eigenwilligen Ideen den gesamten Raum zwischen Bühnenhimmel und Boden. Zum großen Finale verabschiedeten sich noch einmal alle Künstler von ihrem Publikum.

    Im GOP Varieté Bad Oeynhausen wußte Conférencier Daniel Reinsberg, wie man das hochgeschätzte Publikum amüsant unterhält, nämlich mit einer Prise Zaubertricks und herrlich schrägen Partnern, denen man als Ventriloquist seine Stimme leiht. Kleine höchst witzige Geschichten erzählte der Komödiant Semen Schuster aus Kiew, welche die Zuschauer zum Lachen brachten. Einradfahren einmal anders, war die Kunst, die Alexandre Tsoukanow vollführte. Das es dabei auch ohne Sattel ging und drei Räder auch noch bewegt werden können, präsentierte der junge Russe auf ganz eigenwillige Art und Weise. Einen Hauch aus Theater und Exotik gemixt mit Kontorsion und Bodenakrobatik verband das Duo Joowani zu einer fantastischen Show mit ganz eigenwilligen Ideen. Mit ihren Jonglagen gehörte Gala Kuzmenko sicherlich zu den wenigen Frauen, die weiblichen Charme mit außerordentlichem Können verbinden. Exzentrische Akrobatik und vielseitige Körpergebilde machten den Stil des Duo Flash aus, der begeisterte. Eine Kombination zwischen Stimme und Trapez vereinte die Griechin Sofia Tsola zu einer faszinierenden Darbietung mit hochkarätiger Leistung. Allen Künstlern wurde noch einmal im Finale die Bewunderung des Publikums zuteil.

    Mit Magic & Mystery verzaubert das Luna Varieté Dortmund seine Gäste. Ted Lesley verbindet meisterhaft Entertainment mit unwahrscheinlichen magischen Tricks. Humor und Staunen war das Motto des Grandseigneur der magischen Kunst. Wolf Fischer spielt nicht nur mit dem Feuer in seiner Show, sondern zelebriert auch waghalsige Schwerterbalancen. Massimilano Sblattero lässt sein Drahtseil zum Laufsteg extravaganter Sprünge und schwierigster Balanceakts werden. Nervenkitzel auf dem Seil, der fasziniert. Katrin bezaubert mit ihrer Antipodenjonglage und verleiht verschiedenen Gegenständen mühelos die Schwerelosigkeit. Mr. Tomm parodiert alles was Rang und Namen hat und fiel von einem Charakter in den nächsten in seiner kurzweiligen und amüsanten Parodieshow. Mit einer Diaboloshow vom Feinsten im Doppelpack wartet das Duo Doubleface auf. Eine Performance in der ästhetische und sinnliche Elemente miteinander verschmelzen. Beim Finale zauberte Ted Lesley noch einmal alle Künstler verbal auf die Bühne, um sich von den Zuschauern zu verabschieden.

    Roncalli´s Apollo Varieté Düsseldorf spielte sein 39. Programm. Jan van Dyke ließ sich auf unerschrockene Kämpfe mit Geigenbogen, Mikrofonständer, und Staubsauger ein und schaffte es trotzt aller Widrigkeiten nicht nur konzertant zu unterhalten, sondern auch die Lacher auf seine Seite zu bringen. Die Aufhebung der Schwerkraft zelebrierte der junge Franzose Eric Varelas in seiner kraftvollen Handstandakrobatik mit Esprit. Juan Majoral verblüffte mit seinen eleganten Zaubereien und ließ dabei manches Damenherz dahinschmelzen. Luftballett und Kontorsion verbindete Stéphanie Gasparoli zu einer atemberaubenden Darbietung in der sie das athletische Talent ihres Körpers unter Beweis stellte. Strahlemann & Söhne jonglierten nicht nur gekonnt ihre Keulen, ihnen war auch gleich danach die Garderobe jongliertechnisch zu wechseln. Kontorsionen unter Wasser in einmaligen Bewegungsabläufen, extravagant und außergewöhnlich zu gleich bescherte Gyulnara Karaeva den anwesenden Premierengästen. Für die gute Stimmung innerhalb des Programms sorgte das hauseigene Varietéorchester, bis hin zum grande Finale mit allen Künstlern.

    Ein "zauberhaftes" Programm versprach das Friedrichsbau Varieté Stuttgart. Allround Entertainer und Conférencier Desimo mischte gewieft Magie, Kunst und Klamauk zu einem exklusiven Stil der Unterhaltung. Körperkraft und Balance waren die Voraussetzungen für eine geschmeidige Handvoltigendarbietung mit immer neuen Ornamenten von Daniel & Reynald. Leidenschaft und Erotik eingebunden in knisternde Spannung  inszenierte das Duo Artemiev mit ihren Hängen und Fallern am Trapez. Mittels Quickchange in Perfektion bezauberte das Duo Sudarchikovi sen. mit immer neuen Tänzen und Kostümen. Stepptanz einmal anders hieß es bei Pat Bradford kombiniert mit gewagten Balancen. Karima Zaripova bestach mit Kontorsionen, die unglaublich anmuteten. Fabien Kachev hingegen reizte sämtliche Lachmuskeln mit seinen burlesken Szenen zusammengestellt aus Geräuschen, Gestik und Mimik. Begeisterte Stimmung auch beim Finale mit allen Mitwirkenden.

    Zur internationalen Frühjahrsrevue lud das Tigerpalast Varieté Frankfurt ein. Matthias Beltz moderierte mit hintergründigen Sprüchen den Abend. Consuelo Reyes ließ in ihrer Antipodenjonglage die Bälle und Reifen tanzen. Ganz anders hingegen, grazil, schwungvoll und kraftgeladen tanzten Olga & Sergei Taekin an den Strapaten. Molly Saudek entschied sich für den Tanz auf dem Seil mit immer schwieriger werdenden Einlagen. Soslan Souanov ließ seine Bälle in kaum zu verfolgender Geschwindigkeit tanzen in seiner temporeichen Jongliershow. Equilibrist Alexander Sharkov zelebrierte in bewusster Langsamkeit eindruckvolle Körperbilder von ästhetischer Eleganz. Für Amüsement ohne Tanz, aber dafür mit vielen pfiffigen Einfällen sorgte Jean Paul  auf der Bühne und im Publikum und trug so zu einem erlebnisreichen Varietéabend bei.

    Zu "Herzensbrecher" hatte der Varietépalast in Speyer eingeladen, eine szenische Varietérevue in vier Akten und mit fünf (Essens-) Gängen. Entführt wurde der Zuschauer nach Paris, wo kurioses, aberwitziges und auch atemberaubendes an Künstlerischem dargeboten wurde. Britta Stern sang und tanzte für ihren heimlichen Geliebten, unterstützt vom Ballett Rendevous. Gay Gadebois zaubert urkomisch und Steve Eleky jongliert ebenso, so das bei beiden nur schallendes Gelächter zum Vorschein trat. Das Duo Nostalgia begeistert mit einem Tanz der Liebenden in schwindelnder Höhe am Trapez. Glänzende Reifen umkreisten Marina liebevoll als Herrin der Ringe. Das bei aller Liebe auch die Schwerkraft aufgehoben wird, bewies Svetlana in ihrer Antipodenjonglage und Mr. Fred kümmerte sich um den liebevollen und auch anderen Ausdruck im Gesicht (Pantomime) und hauchte manch stummen  Zeitgenossen wieder Lebendigkeit ein. Das Varietéorchester versetzte alle Zuschauer mit Cancan und Musette-Waltzer wie im Traum nach Paris bis zum Happy End und grande Finale mit allen Künstlern.

    Gruselig wurde es im Varieté et cetera in Bochum. Frankenstein (alias Reiner Scharlowski) hatte sich ins Varieté verirrt und bot mit seinem Gehilfen Renfield (Ronny Cabello) und seiner charmanten Assistentin Frl. Meyer (Gesang) eine abenteuerliche Mixtur aus Spuk, Comedy und Artistik. Für den artistischen Teil kredenzte Nato Nikolaichvili eine besondere Art der Hula Hoop Darbietung, durch kreisende Bewegungen schneller als im Reagenzglas. Bruce Wilson führte in gekonnter Vollendung in das Reich der Stangen- und Diabolojonglage mit dieversen Tricks und Kniffen. Iouri Tikhonovitch bot ein figurenreiches Mysterium des Körpers und präsentierte einmalige Hanstandequilibristik. Teuflisch schnell ging es bei den Farellos zu mit ihrer partnerakrobatischen Einradshow über Treppen und Trampolin. Zum Schluß verabreichten noch einmal alle Artisten eine höllische Mixtur mit ihren himmlischen Künsten.

    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero

     

     


     

    2002-06-15 | Nr. 35 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero





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