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    Der „Starclub“ ist tot - es lebe der „Palais Hopp“!

     

    Palais Hopp“ So lautet jetzt der Name für jene lauschige Lokalität in der Goethestraße, die, mit Unterbrechung, über zwei Jahrzehnte lang Kassels erste und einzige Adresse fürs Varieté und seine Liebhaber war. Gerrit Bamberger und Jörg Heckmann, (FOTO) die artbild_350_bambegerneuen Inhaber, kreierten den Namen „nach monatelangem nächtlichen Wachliegen und aus hunderten von Ideen“, wie sie dem Chefredakteur der nordhessischen Kulturzeitschrift (k)magazin bekannten. Noch länger dauerten die Umbauarbeiten: Die Wände, bisher in knalliges Rot getaucht, sind jetzt studiobühnen- mäßig schwarz, sicher für differen-zierte Beleuchtungseffekte die bessere Grundfarbe. Die Theke ist aus dem Zuschauerraum verschwunden, das ergab nicht nur zehn zusätzliche Plätze, sondern ermöglichte es auch, der Bühne einen Meter zusätzlicher Tiefe zu spendieren. 3,50 statt 2,50 - ein „Landgewinn“, der raumgreifen- deren Acts zugutekommt. Ein weiterer Vorteil: Die von der Theke bisher ausgehenden, bisweilen irritierenden Nebengeräusche (Espressomaschine!) sind in die Küche verbannt, wo sie nicht mehr in Konkurrenz zum Geschehen auf der Bühne treten können. Deutlich breiter aufgestellt als einst der Starclub zeigt sich sein Nachfolger: Neben dem Varieté-Programm, nach wie vor das „Standbein“ des Etablissements, gibt es Poetry-Slam, ein Comeback des legendären „Kasseler Komedy Klub“, Workshops für Kinder, gar ein Kindermusical, und natürlich wird auch Gerrit Bamberger, der im „Starclub“ als „Gerrit von Bamberg“ seine Comedian-Karriere gestartet hat, hin und wieder zum Entzücken seiner zahlreichen Fans die Bühne entern. (Siehe Termine) Das neue Team hat aber auch Publikumsschichten im Visier, die sich die Eintrittspreise fürs Varieté nicht leisten können. „Schau für lau“ - unter diesem Motto werden, erstmals im November, zum Start des zweiten Programms, kostenlose Shows angeboten. Wie die erste Premiere im neu gestalteten Ambiente a. war und b. aufgenommen wurde: siehe aktuelle Kritik.

    artbild_250_markus_KnierimWährend der „Palais Hopp“ sich eben erst erfolgreich aus den Startlöchern heraus begeben hat, feiert in Kassel ein anderer der Kleinkunst verpflichteter Ort derzeit seinen 20. Geburtstag: Das „Theaterstübchen“. Besser gesagt: Sein Betreiber, Markus Knierim (FOTO), feiert nicht, obwohl es allerhand Grund dazu gäbe. Warum nicht? Nun, zum Feiern braucht es Zeit und Muße, beides steht dem hoch ambitionierten, quicken, immer dem Puls des „Angesagten“ um ein paar Herzschläge voraus-eilenden „Kulturjunkie“ (O-Ton Knierim) nicht zur Verfügung. Schon gar nicht im Oktober diesen Jahres, wo Ute Lemper zu Gast ist, eine theatralische Eigenproduktion ihre Uraufführung hat und dann noch die „Blueswoche“ folgt. Vielleicht feiert er den 25., sagt er. Für einen kleinen Rückblick hat er sich dennoch Zeit genommen: Alles begann am Steinweg, schräg gegenüber dem Staatstheater. Dort suchte eine Kneipe namens „Theaterstübchen“ einen Nachfolger, in der ganz früher, in den 1960er Jahren, schon mal Künstler aufgetreten waren. Später nur noch Speisen und Getränke, immerhin auch nach dem Theaterbesuch noch zu ordern. Als Knierim übernahm, änderte sich das: Angeschmiegt an das Programm des Staatstheaters wechselte er die Dekoration, von „wolfgangsseehaft“ quietschbunt („Im weißen Rössl) bis teuflisch schwarz („Black Rider“). Spätabends spielten die Musiker in der kleinen Butze auf, die vorher das Staatstheaterpublikum zum Austicken gebracht hatten. Für lau - allenfalls für ein Bier oder auch zwei. Nach drei Jahren zog Knierim um in die „Bimmel“, ein deutlich größeres Etablissement unweit des Königsplatzes, den Namen „Theaterstübchen“ nahm er mit. Und seine Fans, diesseits und jenseits der Bühne. Neben spontanen Aktionen entstand ein Jazz-Schwerpunkt, immer noch war der Gerstensaft die Währung für Musik und Kleinkunst. Bis er, das war 2001, den Zuschlag für einen Kellerclub in der Jordanstraße bekam. Noch mal größer. Heruntergekommen, aber mit Potenzial. Knierim nahm die Herausforderung an. Er renovierte, investierte in Licht und Ton, Deko „konnte“ er längst, und entschloss sich, die Lokalität zu einem reinen Veranstaltungs- raum zu machen. Er etablierte Reihen wie den „Kasseler Jazzfrühling“ oder die „Blues-woche“, bot den Künstlern der Region, ob aufstrebend oder etabliert, gute Auftrittskon-ditionen, und lockte auch die Größen der verschiedenen Sparten, wozu sich rasch die Kleinkunst gesellte, ins Kellergewölbe - oder suchte, wenn die zur Verfügung stehenden 160 Plätze wirklich nicht ausreichen wollten, Kombattanten mit größeren Räumlichkeiten. „Theaterstübchen geht fremd“ heißt die Reihe, unter diesem Motto waren einst Dieter Hildebrand und Georg Kreisler bei ihm zu Gast, in diesem Herbst wird es Ute Lemper sein. Die Künstler schätzen ihn und seine spezielle Art des „Service“, wozu auch eine Chauffage mit einem alten, bestens gepflegten „Thunderbird“ gehört. Den roten Teppich holt er aus dem Kofferraum. Alte Autos und neue Konzepte - schwer zu sagen, was Markus Knierim mehr liebt. Ein Nostalgiker mit untrüglichen Gespür für das, was morgen angesagt ist. Eine Erfolg garantierende Mixtur.


    Seit 2015 gehört auch Kassel zu den Städten, welche von der „Komischen Nacht“ profitieren, jenem Kneipen übergreifenden Event, in dem die Künstler von Ort zu Ort eilen, um sich die Stafette der Lachmuskel reizenden Unterhaltung in die Hand zu drücken, der Konsument aber kommod, in Begleitung seines Lieblingsgetränks, in seinem Lieblingslokal sitzen bleiben kann. Sieben Locations sind dieses Jahr mit von der Partie, sieben Akteure treten die Tour de Force vom einen Ende Kassels zum anderen an. Die Besetzungsliste wirkt vielversprechend:  Berhane Berhane, der Senkrechtstarter mit äthiopischen Wurzeln.Der Zauberer Alexander Merk. Der Musik-Kabarettist C. Heiland. Nagelritz, der singende und musizierende Seemann. Dazu die Komikerin Mirja Regensburg, der „Lingualpirat“ Glenn Langhorst, der Standup-Comedian Simon Pearce. Fünf von ihnen bekommt jeder Zuschauer zu sehen. Die beteiligten Lokale, es handelt sich um Bar Seibert, Fratelli, Orangerie, Karl‘s, Foster‘s Garden, La Vision und Palais Hopp, halten ihre spezielle Besetzungsliste bereit.

    Redaktion: Verena Joos  

     

    Termine Kassel und Nordhessen

     

    Ahnatal, Rinklins Gartenwelt

    13.10. Sabine Wackernagel/Martin Lüker „Mit Liszt und Tücke“

    09.11. tic „In der Bar zum Krokodil“

    26.11. Christina Rommel „Schokolade - Das Konzert“

    01.12. Carsten Höfer „Weihnachtsversteher“

     

    Bad Hersfeld, buchcafé

    08.10. Kerim Pamuk&Lutz von Rosenberg-Lipinsky „Zwischen Koran und Kruzifix“

    29.10. Comedy Company „Wir machen doch nur Spaß“

    12.11. Sebastian Krämer „Lieder wider besseres Wissen“

    10.12. Alvaro Solar „Männerfreundschaft“

     

    Baunatal, Stadtteilzentrum Baunsberg

    18.11. Matthias Tretter „Selfie“

    09.12. Bernd Gieseking „Ab dafür!“

     

    Eiterhagen, Wirtshaus zum Grünen See

    09.10. Ralf König „Der König liest - das Volk soll lauschen!“

    21.10. Bademeister Schaluppke „10 Jahre unterm Zehner - die Fortsetzung“

    05.11. Bembers „Alles muss raus!“

    12.11. Jan Philipp Zymny „Kinder der Weirdress“

    19.11. Pauline Paris Duo „Nouvelle Chanson“

    04.12. Herr Müller und seine Gitarre

    06.12. Bernd Gieseking „Ab dafür!“

    10.12. Sascha Korf „Wer zuletzt lacht, lacht am längsten“

    18.12. Lilli & Martin Lüker „Alle Jahre Mieder“

    29.12. Flashback „To the Sixties“

    31.12. Thorsten Hitschfel „Und sonst? Ja - muss ja!“

     

    Gudensberg, Bürgerhaus

    28.10. Rosemie „Sonst nix“

    05.11. Der Tod „Happy Endstation“

    13.11. Kabarett Distel „Einmal Deutschland für alle!“

    20.11. Kabarett Herrenzimmer „Anpfeifen gegen einen Ozean“

     

    Kassel. Komödie

    10.10. Kabarett Leipziger Pfeffermühle „Da capo“

    19.10. Christian Schliehe „Heinz Erhardt - Was bin ich wieder für ein Schelm“

    23.10. Kay Ray „Yolo!“

    16.11. Christian Schliehe „Heinz Erhardt - Was bin ich wieder für ein Schelm“

    22.11. John Doyle „Voll der Stress“

    18.12. Christian Schliehe „Heinz Erhardt - Was bin ich wieder für ein Schelm“

     

    Kassel, Palais Hopp

    -13.11. Varieté-Show„Street-Live“

    03.10. Artistik-Theater für Kinder „Knallburga“

    04.10. Kasseler Komedy Klub (KaKK)

    05.10. Komische Nacht Kassel

    16.10. Horst Seidenfaden „Es is au allszus was anneres“

    20.10. Gerrit v. Bamberg „Best of alles Möchliche“

    25.10. Soul Brothers

    01.11. Kasseler Komedy Klub (KaKK)

    13.11. Hammou Bensalah „Bubble-Show“

    17.11. - 22.01. „Steil am Hang - die Wintershow“

    29.11. Soul Brothers

    06.12. Kasseler Komedy Klub (KaKK)

    31.12. Silvester 2016

     

     

    Kassel, Staatstheater

    03.10. „Theaterstübchen geht fremd“: Ute Lemper „The 9 secrets“

    10.11. Axel Hacke

    24.11. Hannes Wader

     

    Kassel, Theaterstübchen

    06.10. Nagelritz „Modernes Seemannsgarn“

    09.10. Lüker & Deutschmann „Meerschweinchen als Sein“

    12.10. Matthias Brodowy „Gesellschaft mit beschränkter Haltung“

    16.10. ImproKS „alle Generationen“

    20.10. Traudl Schmaderer/Hugo W. Scholz „Seeblick“ (UA)

    22.10. Traudl Schmaderer/Hugo W. Scholz „Seeblick“

    23.10. Traudl Schmaderer/Hugo W. Scholz „Seeblick“

    09.11. Sia Korthaus „Sorgen? Mache ich mir morgen“

    16.11. ImproKS lädt ein

    19.11. Werner Brix „Mit Vollgas zum Burnout“

    20.11. Karl Garff liest Selbstgemachtes“

    24.11. Organtheater „Gut gekaut ist halb verdaut“

    27.11. Organtheater „Gut gekaut ist halb verdaut“

    30.11. Peter Vollmer/Gernot Voltz „Die Knaller des Jahres!“

    01.12. Jan Weiler „Im Reich der Pubertiere“

    04.12. Bernd Meyerholz & die KunterBänd

    05.12. Bernd Meyerholz & die KunterBänd

    06.12. Bernd Meyerholz & die KunterBänd
             Guro von Germeten „Seemannsromantik, Zirkuslieder und viel Charme“

    07.12. Hinz und Kunz „Fest des Frierens - die Weihnachtsshow

    11.12. Guido Klode & Martin Lüker „Alle Jahre Mieder!“

    13.12. „Lametta lasziv - das etwas andere Weihnachtsprogramm“

    14.12. ImproKS „Superheld trifft Weihnachtsmann“

    15.12. Erdmöbel „Weihnachten mit Erdmöbel“

     

    Vellmar, Piazza

    08.10. Fischer & Jung Ensemble „Mädelsabend“

    04.11. Dietrich Faber & the Overhesse „Schneller, weiter, toter

    16.11. Marek Fis „Unter Arrest“

    24.11. Jürgen Becker „Volksbegehren“

    26.11. Boris Menzer „Der FFH-Dummfrager live“

    09.12. Nico Semsrott „Freude ist nur ein Mangel an Information“

    10.12. Bernd Gieseking „Ab dafür!“

    15.12. Maybebop „Weihnachtsprogramm“

     

    Wolfhagen, Kulturladen

    30.10. Kalle Pohl „Selfi in Delfi“

    11.11. Sekt and the City „The cat pack“

    16.11. Bernd Hoecker „So liegen Sie richtig falsch“

    09.12. Ulla Meinecke „Wie waren mit dir bei Rigoletto, Boss“

    11.12. Bernd Gieseking „Ab dafür!“

     

     

     

     

    2016-10-03 | Nr. 92 | Weitere Artikel von: Verena Joos



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