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    Eine Legende als Circus


    Am 20.06.2017 ist die Prinzipalin des Circus Krone Christel Sembach-Krone nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Tochter Jana Lacey-Krone ist nun die Direktorin des größten europäischen Circus-Unternehmens mit festem Sitz in München. In Ihrem Programm präsentiert sie ein Potpourri der schönsten Pferde aus dem Krone-Marstall. Temperamentvolle schneeweiße Araberhengste und pechschwarze ungarische Noniusse in einer prachtvollen Freiheitsdressur, die ihren Namen wirklich verdient. Zu feurigen Csardas-Klängen entstehen Bilder von eindrucksvoller Schönheit und Anmut in der Manege. Eine Symphonie der Pferdestärke(n) in vollendeter Harmonie zwischen Mensch und Tier. Ihre Arbeit mit den Aristokraten der Tierwelt basiert auf Vertrauen, Respekt und Liebe und ist für sie pure Passion. Eine Revue prächtiger Hengste. Jana Lacey-Krone und James Puydebois präsentieren die Wappentiere des Hauses, die Elefanten diesmal höchst glamourös und phantasievoll. In einer hautnahen und liebevollen Dressur verblüffen die tonnenschweren Tiere mit einem faszinierenden Elefantenballett. Scheinbar mühelos meistern sie auch schwierige Trickfolgen mit viel Rüsselspitzengefühl und glänzen in einer traumhaft schönen Manegenkür. Die Giganten des Dschungels und der Savanne als große Show-Nummer – das war schon immer die Stärke des Circus Krone. Sie sorgen für südameri-kanisches Flair unter der Circuskuppel. Mit heißen Samba-Rhythmen eröffnen die artbild_450_Flying_SepuvedaFlying Zuniga ihre Flug-Show. Tempera-mentvoll fliegen sie von Trapez zu Trapez, wobei sie mit perfekten Salti und Schrauben nicht geizen. Scheinbar schwerelos schweben sie über den Köpfen des Publikums und landen mit traum-wandlerischer Sicher-heit in den Händen des Fängers. Als wäre der Mensch schon immer zum Fliegen geboren, erobern sie den Luftraum über der Manege. Die beiden Damen des Quintetts zeigen eine gemeinsame Passage, eine springt sogar den Doppelsalto. Höhepunkt aber ist der legendäre 3-fache Salto Mortale von Marlon Michaels (Gewinner des silbernen Clowns beim internationalen Circusfestival von Monte Carlo 2010). Gekonnt heben die Gewinner des Bronzenen Clowns auf dem Circus-Festival von Monte Carlo 2012 die Gesetze der Schwerkraft außer Kraft. Tonito Alexis ist der geborene Clown. Der Meister des Schmunzelns ebenso wie des Lachens. Er singt, tanzt und balanciert, ist Clown und Pan-tomime. Mit herrlichen Späßen und frischen Gags erobert er die Herzen der kleinen und großen Besucher und ist die verkörperte gute Laune. Der Spaßmacher in fünfter Generation ist – trotz seiner Jugend  – schon ein Komödiant allererster Güte und spinnt den Roten Faden durch das Programm. Alexis ist im Circus Krone geboren und aufgewachsen. Ein echtes Naturtalent mit großer Musikalität. Bei seinem ersten großen Solo-Engagement sorgt der Sohn des legendären Toni Alexis für Happy Hours unter der Circuskuppel. Martin Lacey jr. lässt den scharfen Atem des Raubtiers spüren. Der hoch dekorierte Dompteur präsentiert seine vierzehn afrikanischen Löwen gewollt "wild" und stellt deren immense Kraft und Geschicklichkeit vor. Mit lautem Peitschenknallen unterstreicht er die Gefährlichkeit seiner "Majestäten" und lässt sie höchst effektvoll fauchen und drohen. Andressierte Scheinangriffe wechseln ab mit weiten Sprüngen und dem Austausch von Zärtlichkeiten. Pyramide, Löwenbar und ein lebender Teppich folgen. Applaus für den Gewinner des Goldenen und des Silbernen Clown auf dem Internationalen Circus-Festival von Monte-Carlo 2010. Ausgezeichnet mit dem Cristal D'Or beim Tierlehrer-Circusfestival von artbild_450_Clown_FumagalliMassy. Fumagalli nennt man die „Legen-de des Lachens“. Der Spaßvogel mit dem feuchten „F“ ist ein Superstar der guten Laune, ideenreich, artistisch vielseitig und mit lachendem Gesicht. Mit viel Liebe zum Detail präsentiert er seine legendären Circusspäße. Die schlagfertigen Kaskaden mit Bruder Daris, die Gesangs-künste mit Volare – und natürlich sein vielbelachtes Bienchen-Entree. Doch auch vor Zauberei macht er diesmal nicht halt. Kein Auge bleibt trocken, wenn sich der populärste Clown unserer Zeit die Ehre gibt. Der „Stan Laurel der Manege“ ist zuständig für die lauten Lacher im Programm und seit mehr als vierzig Jahren Spaßmacher mit Haut und Haaren. Sprühend vor Schalk und Lebensfreude poliert Fumagalli die alte Clown-Reprise „Bienchen, Bienchen gib mir Honig“ so richtig auf und präsentiert ihn mit vielen neuen Ideen. Bis heute ist er unerreicht in der Interpretation dieses legendären Circuspaßes. Seine unübertroffene Komik und seine hohe mimische Begabung machen ihn zum wahren Goldenen Clown, den er in Monte-Carlo gewann. Dritter im Bunde ist Weißclown Tonito. Die drei Stimmungskanonen rocken das Circuszelt mit schrillen Späßen, Ganzkörpereinsatz und wilden Wasserorgien und toben sich ganz furchtbar aus. Crazy Wilson ist das akrobatische Highlight der Krone-Evolution. Er schwebt auf den Flügeln des Todesrades und zeigt auf dem „Fliegenden Motorrad“ - mit viel Adrenalin im Blut – einen gefährlichen Ritt . Auf, über und unter dem rotierenden Riesenrad sorgt Wilson Dominguez für Hochspannung pur. Kein Trick in luftiger Höhe ist ihm zu schwierig, kein Stunt zu ausgefallen, um nicht mit dem Entsetzen des Publikums jonglieren zu können. Mit atemberaubender Geschwindigkeit fliegt er um die eigene Achse, dreht Loopings, schlägt Salti. Immer höher, immer schneller, immer weiter. Einsamer Höhepunkt ist der Salto Mortale auf dem Außenrad in 10 Meter Höhe bei 120 km/h im UV-Licht. Ausgezeichnet wurde er dafür mit dem Silbernen Clown. Allesio präsentiert tierische Flugkünste vom Allerfeinsten. Seine artbild_450_Alessio_und_seiLieblingstiere sind sechs wunderschöne und farbenprächtige Aras, Kakadus und einige Mini-Papageien (Sonnensittiche), die sich als äußerst geschickte und intelligente Vögel herausstellen. Unter der Regie von Alessio Fochesato zeigen sie eine Revue exotischer Flug-, Flatter- und Kletterkünste. Einmalig aber ist der Freiflug der herrlichen Tiere über den Köpfen des Publikums unter der Circuskuppel. Im Flügelumdrehen werden seine gefiederten Lieblinge zu gefeierten Stars der Manege. Die Truppe Khadgaa glänzt mit mongolischem Rap in einer Strongman-Kür. Starke Männer, schöne Frauen, folkloristische Kostüme und ein Sänger, der live den mongolischen Kehlkopfgesang und die Pferdekopfgeige beherrscht. Zwölf kraftstrotzende Akteure bauen mannshohe Pyramiden, stemmen 150 kg-Gewichte in die Luft, auf dessen beiden Kugeln noch jeweils eine Artistin thront und heben diese Last mit den Zähnen. Sie wirbeln ihre gelenkigen Kolleginnen wie Federn durch die Lüfte und zeigen elegante Handvoltigen. Star der Truppe ist der 120 kg-Koloss Suba, ein ehemaliger Freistilringer und zweimaliger Asien-Meister im Schwergewicht. Gegründet wurde die Truppe vor drei Jahren vom ehemaligen Artisten Khatanbaatar Chuluuntsend. Bereits nach einem Jahr gewann sie mit ihrer einzigartigen Mischung aus Kraft, Ästhetik und Folklore den Bronzenen Clown auf dem Internationalen Circus-Festival von Monte Carlo. Bestaunen Sie nun die uralte Kunst der Kraftakrobatik, zu Ehren Dschingis Khans und die großartige letzte Pyramide, genannt Jurte des Khans. Jana Mandana Lacey-Krone, tritt ganz klassisch auf und wunderschön ist auch ihre Hohe Schule im Husaren-Stil. Die edlen Hengste tanzen im Rhythmus der Musik und kombinieren alle Gänge und Touren des klassischen Dressurreitens zu einem hippologischen Dressurbild der Extraklasse. Eine „Parade der Schönheit“ im Manegenrund und eine Augenweide für alle Pferdefreunde und ein toller Leckerbissen für die Kenner großer Reitkunst. Das Krone-Ballett tritt während des Krone-Programms gleich mehrfach in Erscheinung. In Szene gesetzt von dem berühmten US-Amerikanischen Choreographen Gene Reed. Zwölf bildhübsche Tänzerinnen und zwei Ensemble-Tänzer zaubern mit modernen Show-Einlagen und folkloristischen Rhythmen Las-Vegas-Atmosphäre in diese einzigartige Programm-Inszenierung. Einfallsreich begleiten sie das Publikum auf seiner circensischen Reise um die Welt mit Stationen in Hollywood, Ungarn, Brasilien und den Lagerfeuern der Gipsys.

    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero
    2017-10-07 | Nr. 97 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero



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