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    European Youth Circus überstrahlt Europa

    Artisten des Festivals ausgezeichnet

    Vom 31.10.-03.11.2002 war in der Landeshaupstadt Wiesbaden der "European Youth Circus zu Gast. Bei dem Artisten-Wettbewerb unter dem Motto "Junge Artisten für Europa" stellten sich 26 Künstler der Acht-Köpfigen Jury, und einem begeisterten Zirkus-Publikum.

    Das seit 10 Jahren bestehende Projekt ist Mittlerweile ein anerkanntes Festival geworden, zu dem Agenturen, Zirkus und Varietéinhaber reisen um die Nachwuchs-Künstler kennen zu lernen. Neben den Festival-preisen in zwei Alterskategorien wurden Acht Sonderpreise vergeben. Die Gala der Preisträger bestand somit aus einem Zirkus-/Varietéprogramm der Extraklasse.

    Orlando Oprescu aus Rumänien eröffnete mit einer klassischen Rola-Rola Darbietung, bei welcher er auf zwei Röhren stehend mit Ringen und Keulen jonglierte.

    Mit ihrer Darbietung "Piano Juggling" führten die Geschwister Vladimir und Olga Galtchenko das Programm weiter. Bei spielendem Wechsel von Pianist und Jongleur, flogen die Bälle auch zwischen den beiden hin und her. Teils über das Klavier, teils spielten beide mit einer Hand und jonglierten mit der anderen bis zu 6 Bälle gemeinsam.

    Daniel Rosetti brachte seine Hände auf den Boden, um mit Ihnen sein Körpergewicht zu stemmen. Der attraktive Italiener beeindruckte mit seiner Equilibristik aber nicht nur das weibliche Publikum, als er auf einer Stange die tragende Hand wechselte.

    Nach einer Einführung am Vertikalseil, brachte Maria Andreeva am Schwungtrapez, Stunts dar. Von Ihrer Seil Schaukel, ließ er sich im Salto und Schrauben fallen, um sich an Ihren Füßen wieder aufzufangen.

    In eine Frauendomäne drang der Russe, Anton Monastisrky ein, der als "Golden Boy of the east" seine Hula-Hoop Ringe bestens zu schwingen wußte.

    Am Ende des ersten Teils befand sich Calle Jernström mit einer Tempojonglage. Mit Bällen und Keulen wetzte der junge Finne durch die Manege und hielt das Publikum in seinem Bann. Sein Charme, und seine Begeisterung bei einem Drop waren unvergleichlich. Sein Abschluß bildet ein brennender "Devil-Stick" mit dem er an einem Seil die Manege durchfliegt, um in einer Nebelwolke in der in Rot getauchten Hölle der Manege zu landen.

    Inna & Maxim's Idee Ihrer Darbietung "Wild Games" bestand aus der Verbindung unterschiedlicher Stile und Genres: Moderne, Solo- und Duo- Akrobatik am Vertikalseil.

    Der 12 Jährige Alan Sulc, erreichte mit seiner Boden und Luft Jonglage mit bis zu Acht Bällen den Festivalpreis der Altersklasse I (bis 17 Jahre). Der charmante Tscheche brachte mit seiner gekonnt, souveränen Art nicht nur die Augen der Jury zum leuchten.

    Mit einer Mischung aus Jonglage und Pantomime brachten die Franzosen Denis & Nicola es fertig das Publikum 10 Minuten bei absoluter Stille zu unterhalten. Allein mit Ihrer Mimik und Gestik erzählten sie eine Geschichte, die Spannung und Gags bei der Verfolgung der Bälle brachte.

    Olena Yakimenko bot am Luftring eine stimmungsvolle Kontorsionsnumer. Ihre klassische Musikteilung (schnell-langsam-schnell) brachte sowohl schöne, ruhige und romantische Bilder zum Vorschein, wie auch kühne Trapezkünste.

    Der Sieger der "Senioren-Gruppe" (17-25-Jährige) wurde laut Juryleiter: Johnny Klinke (Direktion Tigerpalast FFM), nicht wegen seiner tollen Licht- und Nebeleffekte, sondern Aufgrund seiner enormen Bühnenaustrahlung gewählt. Auf einem Drehpodest bewegte sich dabei Dmitry Prudnikov mit einer grazilen Leichtigkeit in Posen, die mit griechische Gottheits-Statuen vergleichbar wären.

    Den Abschluß bildeten die Gewinner des PublikumsPreises dem "Preis der Herzen" Super-Skok. In Ihrer Sprung-Seil Darbietung kam mit buntem Flackerlicht, und Stimmungsmusik eine tolle Atmosphäre im Zelt auf. Es wurde Seilhüpfen in allen Variationen geboten. Ob im stehen, im Sitzen, oder gar auf dem Rücken liegend, immer war es der 15-Köpfigen Truppe möglich im Seil zu hüpfen. Als Höhepunkt bildeten Sie eine dreistöckige, springende Menschenpyramide, sowie ein springen aller beteiligten in einem Kreuz und Quer Seildurcheinander.

    Durch das Programm führte Souverän die Schauspielerin und Zirkus-Direktorin Rebecca Simoneit-Barum. Sie führte nicht nur die Regie des ganzen Programmes, sondern hielt auch Artisten und Crew zusammen zu einer erfolgreichen Produktion.

    Da stellt sich nur eine Frage: Gibt es denn auch Nachwuchs in Deutschland? oder sind diese nur nicht durch die Vorauswahl der 184 Bewerber gekommen? Das Feld beschränkte sich auf 3 Künstler: Christiane König zeigte sich ganz in weiß, in einer Farbenpracht von Lichtern am Vertikalseil. Ihrer Darbietung: "So I began" sah man jedoch nicht an, daß Sie erst seit 3 Jahren dabei ist. Als "James Bond" betrat der 11 jährige David Confal die Manege, um eine Diablo-Nummer vom feinsten zu bieten. Am Schleuderbrett zeigten die Geschwister Alex und Daniel Karipow eine Show mit Charme und höchsten technischen Ansprüchen. Dennoch schafften es die drei Teilnehmer leider nicht zu einem Preis.

    Redaktion: Frank Zammert

    2003-03-15 | Nr. 38 | Weitere Artikel von: Frank Zammert



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