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    Hochkarätiger Wettbewerb: Prix Pantheon 2007

    Die vielversprechenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Prix Pantheon 2007

    Alle Jahre wieder sorgt er in Bonn für Furore: der Wettbewerb um den Prix Pantheon, einer der begehrtesten Preise unter den vielen Kleinkunsttrophäen, die quer durch die Republik alljährlich vergeben werden. Die teilnehmenden Künstler sind allesamt echte Profis und zum größten Teil seit vielen Jahren unterwegs; „Nachwuchs“ sind sie nur in dem Sinne, dass ihre Popularität in den meisten Fällen noch eine deutliche Steigerung vertragen könnte.

    Alle in diesem Jahr teilnehmenden Wettstreiter sind im Rheinland bereits aufgetreten oder werden dies noch in diesem Jahr tun. Grund genug, sie hier schon einmal vorzustellen. Da wäre zunächst die ur-rheinische Allroundbegabung Barbara Ruscher, die mit ihrem jüngsten Programm „Nackig – Der Kampf ums letzte Hemd“ schon des Öfteren im Ateliertheater zu sehen war. Am gleichen Ort trat erst vor Kurzem das Potsdamer Duo Schwarze Grütze auf, das sich die Verbindung von Wortakrobatik und expressiver Musikalität auf die Fahne geschrieben hat. Moritz Netenjakob ist ein in Köln derzeit besonders heiß gehandelter Kandidat. Insidern ist sein Name seit längerer Zeit ein Begriff, obwohl er über viele Jahre nur in der zweiten Reihe agierte: Als Comedy-Autor schrieb er u. a. für Bastian Pastewka und Bernhard Hoecker; für die Drehbuchmitarbeit an der Serie „Stromberg“ erhielt er einen Grimme-Preis. Sein Solodebüt „Multiple Sarkasmen“ ist zurzeit in Köln sowohl im Eifelturm als auch in der Comedia zu sehen. Die ausgebildete Mezzosopranistin Katharina Herb präsentierte in ihrem Programm „Orgien in Arien“ so etwas wie eine erotisch-ironische Innenansicht der Opernwelt. In Köln wird sie im Sommer den CSD-Empfang im Gürzenich mitgestalten und im September im Ateliertheater „Was Spezielles“ (Programmtitel) von sich geben. Top Sigrid nennt sich ein aus dem Rheinland stammendes Frauenduo, dessen aktuelles Programm „Wir machen alles“ Anfang April im Stollwerck auf dem Programm steht. Mathias Tretter ist mit seinem satirischen Monatsrückblick „Nachgetrettert“ seit einiger Zeit Stammgast im Eifelturm und im Springmaus-Theater; demnächst wird an beiden Orten auch sein Soloprogramm „Deutschland – ein Gummibärchen“ zu sehen sein. Der Berliner Andreas Krenzke alias Spider war bereits bei einer der von Jess Jochimsen im Pantheon moderierten Lesenächte zu Gast. Er tritt vor allem als Leser selbst geschriebener Texte auf, in denen er spezifisch ostdeutschen Befindlichkeiten eine Stimme verleiht. Helge Thun, ein Vertreter der gar nicht mehr so seltenen Spezies zaubernder Kabarettisten bzw. moderierender Magier, ist bereits häufiger als Moderator von Varietéshows im Rheinischen unterwegs. Die Britin Rebecca Carrington war eine der Neuentdeckungen des letzten Köln Comedy Festivals: Sie demonstrierte im Ateliertheater auf beeindruckende Weise, was ein Cello an Klangproduktion zu leisten vermag. Außerdem war sie in der Eröffnungsshow im Gloria zu sehen, ebenso wie Klaus Eckel, der einzige österreichische Kandidat des diesjährigen Wettbewerbs. Seine Performance mit sprechenden Brillen und Verkehrsschildern hat ihm bereits den Kärntner Kleinkunstdrachen, den Wiener Neulingsnagel, die Hirschwanger Wuchtel, den goldenen Kleinkunstnagel, den Leipziger Löwenzahn und den Salzburger Stier eingebracht – wann nimmt endlich einmal jemand die Namen der Kabarettpreise satirisch aufs Korn? Ebenfalls im Rahmen dieses Festivals konnte man im Eifelturm den Auftritt des Schweizer Duos Ohne Rolf miterleben, das sich im Wesentlichen über die von ihm mitgebrachten kurzen Plakate verständigt. Schließlich wird im Rahmen von Köln Comedy im Herbst ein weiterer Wettbewerbsbeiträger in Köln zu sehen sein: Die sächsische Band Zärtlichkeiten mit Freunden gastiert im Oktober im Eifelturm.

    Ein echtes rheinisches Urgestein ist auch der diesjährige Preisträger des Sonderpreises „Reif und bekloppt“: Wilfried Schmickler, den die Jury als „Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten“ auszeichnet, ist gebürtiger Leverkusener, bildete lange Zeit mit Wolfgang Nitschke und Heiner Kämmer das Dreigestirn Köln 1, bevor er an der Seite von Jürgen Becker in den „Mitternachtsspitzen“ einem breiteren Publikum bekannt wurde. Wie üblich erfolgt die Auszeichnung des Ehrenpreisträgers auf einer separaten Gala.

     


    Termine

     

    Atelier-Theater, Köln:  27.–28.4. „Nackig“ – Barbara Ruscher

    Eifelturm-Theater, Köln: 21.4. „Multiple Sarkasmen“ – Moritz Netenjakob

    Klüngelpütz, Köln 3.5. Silberrücken-Ensemble

    Pantheon, Bonn 23.–25.4. Prix Pantheon

    Springmaus-Theater, Bonn 9.–11.5.
    Matthias Tretter „Deutschland – ein Gummibärchen“  

    Stollwerck, Köln 1.4.             „Wir machen alles“ – Top Sigrid

    AdNr:1085  

    2007-03-15 | Nr. 54 | Weitere Artikel von: Guido Bee





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