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    Improvisiert und abseits der ausgetretenen Pfade

     

    artbild_450_ebersberger_intHeute starte ich mit einem Herzensprojekt: das Ebersberger Integrationstheater (Bild) hat gerade seine dritte Produktion fertiggestellt. Das preisgekrönte Projekt startete 2017 mit zwölf jungen Darstellern, die unter Anleitung der Theaterpädagoginnen Frieda Wilhelmi und Dorothea Anzinger (Die Lästerschwestern) ihre Erfahrungen als Geflohene in Deutsch-land schilderten.

    Die Anschubfinanzierung stammte vom Bundesamt für Migration, das einen Zuschuss bereitstellte.

    Von Anfang an war das Projekt auf drei Jahre angelegt und so folgte im Jahr 2018 „Gestrandet – oder der tägliche Kampf um die Fernbedienung“ und verarbeitete weitere Ideen aus dem Kreis der Schauspieler. Die Darsteller sind inzwischen in eine Multikulti-WG gezogen, kämpfen aber immer noch mit den Eigenheiten der deutschen und bayerischen Kultur. Das Besondere am Ebersberger Integrationstheater ist, dass sie die Bühne als Herzensöffner verstehen. Dazu gehört auch, dass es in den Stücken kein Anklagen oder Lamentieren gibt, sondern Improvisation mit viel Witz und Gefühl.

    Im dritten Programm „Auf alle Fälle stabil“ steht nun ein Hochhaus im Zentrum, das so bunt gemischt ist wie unsere Gesellschaft. 12 Stockwerke hat es und genauso viele Nationen wohnen dort. Wir dürfen gespannt sein, was uns die neugierige Alte aus dem Erdgeschoss, der Fußballstar im Penthouse oder das lesbische deutsche Paar mit dem afghanischen Adoptivsohn zu erzählen haben. Ein Drehbuch gibt es auch dieses Mal nicht, den Abend kann man also getrost dem Improvisationstheater zuordnen.

     

    Noch mehr Improvisationstheater

    Wenn man genau hinschaut, gibt es in München jede Menge Improtheater: Los, Paul! wurde 1995 gegründet und ist eine der am längsten aktiven Impro-Gruppen in München. Am ersten Freitag im Juni werden vier Spielerinnen und Spieler auf der Bühne des Kulturzentrum Giesinger Bahnhof Probleme und Anliegen aller Art mit sommerlichem Optimismus behandeln.
    Noch länger ist TATwort aktiv. Seit 1993 gibt es regelmäßige Auftritte in der Drehleier. Die Crew des fastfood theater ist eigentlich regelmäßig im Schlachthof zu sehen und begleitet dort auch den Improcup. Am 24.5. verschlägt es das Team aber in den Hugendubel Fünf Höfe. Zwischen Bücherregalen werden gemeinsam mit dem Publikum die großen deutschen Dichter und Denker zum Leben erweckt.

    artbild_610_Buehnenpolka_nd

    Das Bühnenpolka Improtheater hat regelmäßige Auftritte im Theater Heppel und Ettlich und steht für die Krimireihe Vier für Adelheid und den improvisierten Superehelden Captain Bavaria. Englisch wird es im Wirtshaus zum Isartal wenn das English Improv Theatre Bake this zum Besten gibt und im Heppel & Ettlich im Drugstore bei der ImproComedy Impro goes loose. Und Impro ala Turka lädt zur AfterWörkShow.


    Stand-up Comedy around the week

    Stand-up Comedy ist grundsätzlich auch eher den spontanen Programmen zuzuordnen und in Deutschland vor allem in Köln und Berlin zu finden. Doch abseits der beiden Hochburgen hat sich auch in München inzwischen eine rege Szene gebildet, die so einiges zu bieten hat. In der Regel sind diese Veranstaltungen kostenlos – Spenden sind aber immer willkommen und tragen dazu bei, dass sich die Szene weiterentwickelt. Aktuell kann man von Montag bis Donnerstag jeden Abend wo anders lachen: Montags geht es zu Comedy für Freunde in die Reichenbachstraße 33, Dienstags ist Ja & Weiter in der Georgenstraße 105 zu Gast, Mittwochs heißt Lola Land in der Ickstattstraße 2A willkommen und am Donnerstag ist Kolibri Komedy in der Lebenslust, Erich-Kästner-Straße 14 zu sehen.

     

    Außergewöhnliche Orte

    Immer wundere ich mich über Ankündigungen, wo man in München Kabarett und Comedy sehen kann. So hätte ich beispielsweise die Kammerspiele nicht unbedingt auf dem Zettel gehabt. Dort nimmt uns Sebastian Pufpaff mit auf eine kabarettistische Reise durch Politik, Vorurteile und Gesellschaftskritik. Oder das Shamrock Pub, wo es Comedy in englischer Sprache gibt – How to become German in 61.2 minutes? Zum Beispiel. Eine gute Adresse ist artbild_450_Cafe_Dadaauch Ludwig und Kunst , die Studio-bühne der Theater-wissenschaften der Ludwig Maximilians Universität (LMU). Dort gibt es sechs Mal im Jahr die Möglichkeit, dass Hobbykünstler ihr Talent präsentieren.

    Und wenn man schon bei der Uni ist, darf natürlich das
    StuStaCulum nicht fehlen. Im Café Dada haben 150 Leute Platz.

    Zudem wird auch in diesem Jahr der

    Kleinkunstförderpreis Die Goldene Weißwurscht verliehen.  

     

    Termine:


    Lach und Schieß:

    29.5.19: Totales Bamberger Cabarett - TBC: „Wann, wenn nicht wir“ (München-Premiere)

    10.-13.7.19: Ludwig Müller: „Witz ins Dunkel“ (München-Premiere)

    29.-31.8.19: Severin Groebner: „Gut möglich“ (Premiere)

     

    Lustspielhaus:

    14.5.19: Andreas Vitasek: „Austrophobia“ (Deutschland-Premiere)

    28.5.19: Molden, Resetarits, Soyka, Wirth: „Hurra“ (München-Premiere)

    8.6.19: ScienceBusters: „Science Busters Special: 50 Jahre Mondlandung“
               (München-Premiere)

    1.7.19: Günter Grünwald: „Deppenmagnet“ (Derniere)

     

    Tollwood Sommerfestival:

    18.7.19: Helmut Schleich: „Verkehr(t)wende“  

    21.7.19: Willy Astor: „Jäger des verlorenen Schatzes“  

     

    Schlachthof:

    21.5. und 25.6.19: GDT Comedy Slam

    21.5.19: Sissi Perlinger: „Die Perlingerin – worum es wirklich geht“ (Vorpremiere)

    6.7.19: fastfood theater: „Improcup 2019 Finale“

     

    Redaktion: Gerti Windhuber  


    Bildnachweis:
    Bühenenpolka Foto:Andreas Schebesta

    2019-05-09 | Nr. 103 | Weitere Artikel von: Gerti Windhuber





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