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    Interaktive Shows – das Krimidinner

    Vor über 15 Jahren wurden die Dinner Shows geboren, d. h. Varieté mit kulinarischem Rahmen. Mittlerweile gibt es Dinnershows wie Sand am Meer: In jeder Stadt stehen eins, zwei Spiegelzelte buhlen um die Gunst des (gut) zahlenden Publikums.

    Das Konzept Show und Dinner mit Interaktion in unterschiedlichem Maße geht auf.

    Besonderen Anklang findet der interaktive Moment. Die Gäste lieben es aus der anonymen Stummheit des Theaterpublikums heraus zu treten, eine fremde Welt selbst erleben zu können, mitmachen zu dürfen, womöglich sogar ganz eigene Ideen und Gedanken einbringen zu können.

    Ein neues Genre ist aus diesem Bedürfnis – zu spielen - entstanden:

    Das Krimidinner. Das Konzept: ein Krimi und ein Dinner - und auch hier Interaktion in unterschiedlichem Maße.

    Es heißt selbst forschen, fragen, denken und dabei sein.

    Kein Wunder, dass das in Deutschland knapp 7 Jahre alte Genre boomt:

    Wem es Spaß macht, beim TV- Krimi zu rätseln, wer der Mörder ist, dem macht es erst recht  Spaß einen Mord aufzuklären, wenn er die Verdächtigen selber befragen und die Indizien selber begutachten kann.

    Wie schön, dass der Krimi und das Dinner eins wurden.

    Wie schön, dass es so viele völlig unterschiedliche Arten von Kriminalgeschichten gibt:

    Zum Beispiel historische Morde, Agententhriller, Mafiaspektakel.

    Wie schade, dass eine der Produktionen die Genrebezeichnung „Krimidinner“ nun für sich ganz allein beanspruchen will, vielleicht, weil die gleichnamige Domain die ihre ist?

    Die Frage wirft sich auf, wer wohl gewinnen würde, wenn plötzlich Anwälte um Bezeichnungen wie „ Clownstheater“, “Dinnershow“ oder gar „Oper“ streiten…

    Die Nachfrage nach Mordfällen ist derzeit groß: egal ob Privatleute, Firmenfeiern oder größere Events – Krimis werden gern gebucht. Zumal der durchschnittliche Eintrittspreis inklusive Essen von ca.60 Euro ungefähr bei der Hälfte des Preises einer Dinnershow à la Palazzo oder Witzigmann liegt. Das Genre ernährt viele Leute, denn wenn man ein gutes Krimidinner gesehen hat, will man gleich den nächsten Fall lösen…

    Clownschule Uli TammAus der Vielzahl der Krimidinner hier drei ausgewählte, sehr unterschiedliche Produktionen:

     

    Der Klassiker

    “Murder for Fun” von Greene Entertainment

    Wer kennt sie nicht: Miss Sophie aus dem sylvesterlichen Dinner for One, ihren Butler James und den Ausruf „The same procedure as every year!“ Das brillante Kriminalstück liefert klare Indizien, Gesprächen mit den Verdächtigen und ein kniffliges, aber lösbares kriminalistisches Rätsel. Zudem erhält man Antworten auf die Fragen, warum Miss Sophie und ihr ergebener Diener James den 90sten Jahrestag auf diese außergewöhnliche Art und Weise feiern, warum die beiden die einzigen Überlebenden sind und was mit Admiral von Schneider, Mister Pommeroy, Mister Winterbottom und Sir Toby geschah.

    Butler James Aufgabe, die Tisch- Gäste zu spielen darf teilweise vom Publikum übernommen werden.

    Mit viel britischem Humor, Exzentrik und Understatement wird dort gemordet.

    Feste Spielorte sind in der Edelgastronomie in 20 Städten in ganz Deutschland zu finden, z.B. im Opernpalais in Berlin, im Landhaus Scherrer in Hamburg, im La Villa in München.

     

    Das Verspielte:

    Blaues Blut von  Die Auftakter

    Die Spezialität sämtlicher Krimis von den Auftaktern ist der „Kindergeburtstag für Erwachsene“. Das heißt:

    Jeder Gast bekommt eine Rolle mit kurzer Rollen-Beschreibung und zum Teil mit Aufgaben. Das kann das Spezialwissen einer Stewardess sein oder der betrogene Geschäftspartner, der die düsteren Machenschaften eines allzu netten Verdächtigen aufdeckt. Allein der Spaß als Gräfin von Seevetal mit seinen Tischnachbarn über Polo und andere höchst adelige Beschäftigungen zu fachsimpeln ist eine Reise wert. Bei den Auftaktern ist jederzeit Raum auf zu springen und mit zu spielen.

    Es gibt drei Stücke:

    - Blaues Blut, eine Taufe mit tödlichem Ausgang im deutschen Adel

    - Opera Mortale, bei der Premierenfeier von „Carmen“ wird unfreiwillig gestorben.

    - Schwarzer Sonntag, ein Medienmogul und Politkarrierist auf Abwegen.

    Feste Spielorte sind das Chalet Suisse mit ausgezeichneter Küche, das Oxymoron in Berlin und die historische Villa Kellermann in Potsdam.

     

    Das Geniale:

    Profiler vom Impro-Theater Paternoster Berlin

    Die Improvisationskünstler von Paternoster haben hier ein weiteres Genre, namentlich das Improvisationstheater, in die Melange aus Krimi und Dinner gemischt und ein schillerndes neues Wesen in die Welt der interaktiven Events gesetzt.

    Das Impro- Krimi- Dinner.

    Normalen Krimidinnern liegt ein Text, ein Ablaufplan, ein einstudiertes Theaterstück rund um einen Mord zugrunde, mitsamt festgelegtem Mörder und dessen  Motiv.

    Die Profiler von Paternoster allerdings sind genial genug, jeden Abend eine komplett neue Mörder- Story und das noch auf Zuruf von den Gästen zu erfinden!

    Der Rahmen: Der Polizeipräsident ruft zum Lösen eines komplizierten Mordfalles internationale Profiler (die Schauspieler) und SOKOs (die Gäste) zusammen. Die Mordart, sowie Grundzüge der Verdächtigen, wie Beruf, Charakter, Hobbys etc. werden vom Publikum festgelegt und von den Profilern sofort umgesetzt. Den Mörder bestimmt das Los. Jedes Mal ein anderer Mörder. Die Profiler können sich in die Gefühle und Gedanken der Verdächtigen versetzen - eine sehr unterhaltsame Verwandlung, wenn alle zusammen den Zeitsprung in die Mordnacht machen…Mit diesen und vielen anderen Ideen aus dem Publikum stricken die Künstler eine packende und stets Comedy-geladene Kriminalgeschichte, in die natürlich auch Gäste - z.B. Als Spurensicherung aufs komischste verwickelt werden.

    Großartig! Selten soviel gelacht!

    Redaktion: Kassandra Knebel

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    2006-12-15 | Nr. 53 | Weitere Artikel von: Kassandra Knebel



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