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    Jubiläen noch und nöcher

    Ich will es mal so sagen: Sie können kommen, wann Sie wollen, es gibt hier immer was zu gucken. Und das nicht erst seit Kulturhauptstadt 2010 (sprich: zwanzichzehn), sondern seit mindestens 20 Jahren. Diesen Sommer feiern gleich drei Kulturinstitutionen ihr 20-jähriges Bestehen: Flottmannhallen Herne, Bahnhof Langendreer (Bochum) und die Reihe Sommerkabarett im Fletch Bizzel (Dortmund).

    Die Flottmannhallen feiern am 21.10. mit einem Tag der offenen Tür und viel Programm ihren runden Geburtstag und präsentieren den ganzen Oktober über Künstler der ersten Stunde, wie Götz Alsmann oder die Preisträger der ersten Jahre von „Tegtmeiers Erben“, dem hauseigenen Kabarettpreis. Außerdem wird vom 2.9. bis 21.10. im Kunstbereich die Sonderausstellung „Über Kopf“ gezeigt.

    Im Bahnhof Langendreer in Bochum wurde schon im August gefeiert mit einem Programm-Mix, der für das Kulturzentrum so typisch ist: Party, Reggae-Konzert – und als besonderes Angebot die Gruppe Karibuni mit Weltmusik für Kinder. Im Dezember gibt der Bahnhof außerdem ein Buch über die 20 Jahre Kulturarbeit des Zentrums in Langendreer heraus. Das Sommerkabarett im Fletch Bizzel brachte dieses Jahr wie gewohnt Menschen zum Lachen und Schwitzen und feierte sich selbst am 6. Juli mit einer Jubiläumsveranstaltung im jazzclub domizil in Dortmund. Unter dem Motto „Dortmunder Kabarettisten“ präsentierte sich an diesem Abend gesammelt und an folgenden Abenden auch einzeln die Riege der lokal geprägten und z. T. auch überregional bekannten Komiker. Die Gäste des Abends waren Lioba Albus, Martin Herrmann, Franziska Mense-Moritz (Ex-N8chtschicht, seit einem Jahr solo unterwegs mit „Warum ich?“), Fred Ape mit Songs und Geschichten, Newcomer Marcus Preis und Uta Rotermund.

    Das Kulturzentrum GREND (Essen) wird immerhin auch schon zehn Jahre alt und feiert im September und Oktober mit vielen Veranstaltungen, wie einer Ausstellung, Konzerten, dem Poetry-Slam und einem Stadtteiltag. Das im GREND beheimatete Theater Freudenhaus feiert mit der Produktion „Freunde der italienischen Oper“ ebenfalls 10-jähriges. Diese erfolgreiche Ruhrgebietskomödie von Hausautor Sigi Domke (u. a. auch Texter für Knebels Affentheater) hatte letztens ihre 1.000ste Aufführung.

    Das Comedy Arts Festival in der Niederrhein-Metropole Moers gab es dieses Jahr sogar bereits zum 30. Mal. Anfang August traf sich in der Open Air Arena wieder eine illustre, internationale Komikerrunde. Festivalleiter Werner Schrick gibt damit seinen Ausstand und übergibt die Leitung an seinen Nachfolger. Mit viel Visual Comedy (Mr. Edd & Lefou, Patrik Cottet-Moine, Yllana, Les Macloma), aber auch Musik (Deabru Beltzak, Fred Kellner & Die Famosen Soul-Sisters) und einer guten Portion Klamauk und Trash-Comedy (Chaostheater Oropax, Carl Einar Häckner) hat das Comedy Arts wieder ein hochklassiges Programm geboten, das die an drei Tagen ausverkaufte Arena rechtfertigt.

    Neben solchen kulturellen „Schwergewichten“ etablieren sich weiterhin auch neue Orte und Konzepte, die frischen Wind in die Szene bringen, z. B. die integrative Veranstaltung „Maskenwelten“ in Mülheim. Zum dritten Mal richtete der Verein Art Obscura dieses Open-Air-Festival aus, bei dem zahlreiche Musiker, Schauspieler und Maskenspieler mit und ohne Behinderung den MüGa Park in ein einzigartiges, fantasievolles Erlebnisfeld verwandeln. Infos unter www.art-obscura.de.

    Ebenfalls open air fand zum 14. Mal in Schwerte das Welttheater der Straße statt. An zwei Tagen brachte dieses Festival wieder ein vielseitiges Programm mit nationalen und internationalen Künstlern und Gruppen in die Schwerter Altstadt. Besonders spektakulär war das Theater Tol aus Arnheim mit der Produktion „Scatola d’Angeli“.

    In Oberhausen präsentiert das Crowded House viermal im Jahr eine neue Mixshow. Moderiert und organisiert werden die Abende von dem Duo Suse & Fritzi, die auch das monatliche „flutlicht“ im Zentrum Altenberg (ebenfalls OB) gestalten. Unter dem Titel „Comedy & Friends“ können Künstler im Crowded House jeweils ihr halbes Abendprogramm spielen.

    Jochen Malmsheimer spielt häufig solo, ist aber auch Gastgeber einer Mixshow. Er lädt seit Anfang des Jahres zusammen mit Uwe Rössler mehrmals im Jahr zu „Malmsheimers Nachtstudio“ vier Künstler in die Wittener Werk Stadt ein.

    Das Cabaret Queue in Dortmund ist Fred Apes zweites Wohnzimmer. Dort veranstaltet er im Herbst die „Song-Haus“-Abende und lädt sich jeweils einen musikalischen Kollegen / eine musikalische Kollegin ein. Den Anfang macht im September die großartige Nessi Tausendschön, gefolgt im Oktober von ihrer Düsseldorfer Kollegin Tina Teubner und zum Jahresabschluss vom Berliner Wort- und Tastenkünstler Sebastian Krämer.

    Redaktion: Wiebke Doktor

     


    2006-09-15 | Nr. 52 | Weitere Artikel von: Wiebke Doktor





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