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    K.u.L.T.u.S.- Agentur

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    Liebe Mitstreiter*innen in der Veranstaltungs-, Kultur- und Kreativbranche!

     

    Köln, 20.05.2020.  Soeben wurde ich vom Büro des MdB Dr. Rolf Mützenich informiert, dass wer ALG2/Hartz IV beantragt hat, nur noch 180,-€ nebenher verdienen darf! - Im Gegensatz zum Kurzarbeitergeld, da ist ein Nebenverdienst in Bruttolohnhöhe möglich… -  (In welchen Bundesländern das gilt, ist bei dem Flickenteppich der „HILFEN ;-))“ nicht klar.) Jedenfalls ein nächster Schlag ins Gesicht für uns, seitens der Politik von Altmaier & Co.!

    D.h., dass nach derzeitiger Lage schon viele Künstler*innen (und es werden in den kommenden Wochen leider noch viele dazu kommen) die sogenannte Grundsicherung beantragen mussten, de facto monatlich eine Gage von maximal 180 Euro bekommen dürfen, solange sie HartzIV beziehen. Also quasi von einem ins nächste Berufsverbot gegängelt werden!
    Wie sagte meine Omma: „Wie lange wollt ihr euch eigentlich noch verarschen lassen?“

    Es gibt vom Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) e.V. diesen offenen Brief:
    https://www.vgsd.de/weckruf-altmaier/
    Bitte lest ihn und beachtet die Punkte 1. bis 5. ganz unten im Text!

    Meine letzten E-Mails (die vom 14. Mai ging nur an meinen NRW-Verteiler, ganz unten die an die Politiker*innen) könnt ihr lesen, wenn ihr runterscrollt!

    Bitte seid solidarisch, schreibt an die Politik, macht die Presse aufmerksam bevor alles futsch ist!!!
    Herzlich grüßt
    Thomas


    Köln, 14.05.2020. Uns wurden die jüngsten Nachrichten aus der Politik gönnerhaft als Verbesserungen verkauft!

    Heute findet der NRW-Kulturausschuss statt und wir sind mittlerweile sehr viele Unterstützer*innen, die sich die  Gängelungen und den ungerechten Umgang mit uns soloselbständigen Kulturschaffenden nicht länger gefallen lassen (so unterstütze ich auch u.a. die Initiative #Kulturerhalten)!

    Bitte schreibt an folgende Adressen eure Proteste und Meinungen! Meine gestrige Mail ging an:

     Monika.gruetters@bundestag.de 

     mail@olafscholz.de

     armin.laschet@cdu.nrw

     isabel.pfeiffer-poensgen@mkw.nrw.de

    'moritz.mueller@landtag.nrw.de'; 'hiltrud.schmidt@landtag.nrw.de'; 'daniel.sieveke@landtag.nrw.de'; 'info@thorstenschick.de'; 'ralph.bombis@landtag.nrw.de'; 'florian.braun@landtag.nrw.de'; 'petelkau@aol.com'; 'andrea.stullich@landtag.nrw.de'; 'christof.rasche@landtag.nrw.de'; 'henning.hoene@landtag.nrw.de'; 'ralf.witzel@landtag.nrw.de'; 'lorenz.deutsch@landtag.nrw.de'

    Meine persönliche Mail an Herrn Laschet und die anderen Politiker*innen steht hier als Fließtext zur freien Verwendung einzelner Argumente!

    Bitte zeigt Solidarität - auch wenn ihr nicht (so unmittelbar) betroffen seid - !


    Brief:

    Sehr geehrte/r    !

    Die neue „Vertrauensschutz-Lösung“ in NRW ist nur zum Schein eine Gunst und komplett an der Lebens-u. Arbeitsrealität von uns vorbei! Es ist eigentlich die ultimative Verhöhnung für uns soloselbständige Kulturschaffende und bedeutet im Grunde eine nochmalige Verschlechterung für unsere finanzielle Situation!

    Seit gestern „DÜRFEN“ wir also in NRW von der „Soforthilfe“ - ich setze diese fadenscheinige Hilfe bewusst in „“ – monatlich 1000,-€ für Lebenshaltungskosten (also Miete, Krankenversicherung, priv. Lebensversicherung und Nahrung, Pflegeartikel etc.) verwenden! Allein für meine Miete hier in Köln zahle ich fast 1000€…Meine private Altersvorsorge (ich bekomme keine staatliche Rente) kostet mich monatlich ebenfalls rund 1000€…
    Rechnen Sie mit…?? ...

    Das Problem der Grundsicherung ist ganz und gar nicht gelöst! Nein, im Gegenteil, wer in den vergangenen Wochen ALG2 bezogen hat, ist von der Anerkennung der Lebenshaltungskosten ausgenommen!
    Zu beanstanden ist zudem, dass jetzt der Bezug von ALG2 angerechnet werden soll. Und diejenigen, die erst im Mai den Antrag an die „NRW Soforthilfe 20“ gestellt haben, können keine Lebenshaltungskosten aus ihr bestreiten.
    Es gibt hier also keine Sicherung des Lebens über zwei Monate hinaus. Speziell NRW bleibt damit hinter anderen Ländern zurück.

    Wir sind jetzt also dazu gezwungen ALG2 zu beantragen!  Während Groß-Vermieter weiterhin unsere Mieten kassieren. Beamte weiterhin volle Bezüge erhalten. Und Arbeiter u. Angestellte zumindest Kurzarbeitergeld bekommen.

    Seit fast 10 Wochen lebe ich, wie zehntausende andere soloselbständige Kulturschaffende, von Ersparnissen weil unsere Umsatzeinbußen seitdem 100% betragen!

    Es ist ein Skandal und eine Unverschämtheit wie mit uns soloselbständigen Kulturschaffenden umgegangen wird.

    Nochmal, und das können Sie an ALLE Politiker*innen, die mit dem wirklichen Leben offenbar nicht so vertraut sind, weiter geben: UNSERE BETRIEBSKOSTEN SIND IDENTISCH MIT UNSEREN LEBENSHALTUNGSKOSTEN!

    Eine wirkliche, faire und tatsächlich unbürokratische Hilfe für uns Solo-Selbständige wäre eine dem Kurzarbeitergeld ähnliche Regelung!

    EINE DEM KURZARBEITERGELD ÄHNLICHE REGELUNG!

    Wir alle haben Steuererklärungen abgegeben, also nimmt man unser Jahreseinkommen geteilt durch zwölf, multipliziert das mit 60% (bzw. 67%) und stellt uns das Geld als Ausgleich für die entgangenen Umsätze zur Verfügung. Kann ja mit einer Obergrenze von z.B. 3.500€ versehen werden. Das wäre eine unserer Lebensrealität entsprechende und jedem plausible Hilfe!

    Die Übergriffigkeiten und Drangsalierungen sind so nicht mehr auszuhalten!!!

    Eine Frage zum Schluss: Wie hoch sind eigentlich die Verwaltungskosten für den Aufwand zu den Rückforderungen der nicht für „Betriebskosten“ verwendeten Gelder? ;-))

    Es grüßt, mit der Bitte um Antwort

    Thomas Schweinsberg


    Köln, 20.05.2020.  Leider wird die finanzielle Situation für viele von uns immer dramatischer und die Bürokratie-Krake bewegt sich nur langsam!

    Es ist nach wie vor Status Quo: Wir Solo-Selbständigen dürfen weiterhin von den 9.000€ „Soforthilfe“ (für April-Juni) so gut wie nichts zum (Über-)Leben verwenden!

    Und wer von uns dann ALG II/Hartz IV beantragen muss - weil das „Hilfsgeld“ so oder so vorne und hinten nicht reicht - wird auf sein verwertbares Vermögen geprüft!

    D.h., wer mehr als 60.000€ (für die erste Person, für jede weitere Person in der Bedarfsgemeinschaft 30.000€) Ersparnisse hat – dazu zählen private Lebens- u. Rentenversicherungen, Aktien, Sparbuch, Immobilien… – MUSS diese zuerst aufbrauchen! Somit wird die KOMPLETTE ALTERSVORSORGE vernichtet!

    Um das zu verhindern, sollten wenigstens folgende Minimalforderungen durchgesetzt werden:

    a)    Die „Soforthilfe“ muss auch für Miete, Krankenversicherung und Lebenshaltungskosten verwendet werden dürfen! (Nicht nur f. gewerbliche Zwecke, Auto-Leasing o. ä.)

    b)    Die Altersvorsorge darf bei Antrag auf Grundsicherung/ALG II NICHT in die Vermögensprüfung einfließen! Also: Altersvorsorge raus aus der Vermögensprüfung!

    c)    Von der Prüfung der Bedarfsgemeinschaft bei Solo-Selbständigen MUSS abgerückt werden! Denn so wie jetzt, ist es ein massiver Eingriff ins Privatleben von Paaren/Familien.

    Lösungsvorschlag: Gerecht und unbürokratisch wäre eine dem Kurzarbeitergeld ähnliche Regelung: Jahreseinkommen geteilt durch 12 (Monate) mal 60% bzw. 67%!
    Diese faire und unbürokratische Regelung - die sogar für 450-Euro-Jobber angewendet wird (!) - kann auch mit einer Obergrenze (bspw. 2.500€-3.000€ monatl.) versehen werden.

    Der dt. Kulturrat hat sich mit der Meldung am vergangenen Donnerstag zu seinem Imageprojekt „Kulturinfrastrukturfonds“ selbst bloßgestellt und seine Unfähigkeit endgültig bewiesen:

    Zitat: „… der Kulturinfrastrukturfonds soll bis mindestens zum 31.12.2021 angelegt und entsprechend finanziell ausgestattet sein…“  ! - Bis dahin sind wir verhungert - !

    Seit gestern steht fest, dass Schauspieler und Musiker an kommunalen Theatern und Orchestern jetzt auch Kurzarbeitergeld bekommen.

    Mittlerweile sind es also nur noch wir freischaffenden Agenturen, unsere Künstler*innen und unsere Partner*innen in den Theatern/Veranstaltungsorten, die praktisch keine finanzielle Hilfe bekommen!

    Es ist wichtiger denn je den dt. Kulturrat weiterhin aufzufordern, UNSERE Interessen (und nicht nur die der subventionierten Hochkultur) endlich wahrzunehmen und zu vertreten!

    Deshalb schreibt bitte (neben Petitionen und FB-Aktionen) persönlich an den dt. Kulturrat (Gabriele Schulz  g.schulz@kulturrat.de ; Susanne Keuchel s.keuchel@kulturrat.de ; Boris Kochan b.kochan@kulturrat.de ; Ulrike Liedtke u.liedtke@kulturrat.de und den Geschäftsf. O. Zimmermann post@kulturrat.de), falls ihr das nicht eh schon gemacht habt!

    Und schreibt bitte auch an eure Abgeordneten! (Morgen gibt es eine Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder zum Thema „Kultur“! Da sollten WIR zur Sprache kommen!)

    Hier ein Link, wo ihr eure/n Abgeordnete/n im Bundestag findet (Link anklicken und eure PLZ eingeben – dann erscheint eine Maske zum Ausfüllen):https://www.bundestag.de/abgeordnete
    - Am besten in der Suchfunktion u.a. auch Monika Grütters, Hubertus Heil und Peter Altmaier und euren Ministerpräsidenten eingeben und anschreiben!

    Die Bundestagsabgeordneten können die Mails in dieser Maske nicht ablehnen oder spammen :-) Eine Beispiel-Mail - zur freien Verwendung - zum Download hier.

    Zeigt euch bitte solidarisch mit denen, die seit acht Wochen Nullkommanull Euro verdienen. Denn: Wir sitzen alle im selben Boot!

    Mit solidarischen Grüßen

    Thomas Schweinsberg
    PS: Wer weiß gute Fach-Anwälte (die man über einen Fundraising-Solidar-Fonds bezahlen könnte)?



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    Künstlerinnen-Agentur und Management in den Bereichen
    Kleinkunst, Kabarett, Comedy, Lesungen und Schauspiel.
    Thomas Schweinsberg
    mobil:     0178/888 7417
    e-mail:
    info@kultus-agentur.de
    web:  
    www.kultus-agentur.de
    2020-05-20 | Nr. 107 |





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