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    Kabarett-Tage und Jubiläen – wohin man sieht …

     

    Zum 3. Mal jährte sich im Theater am Küchengarten in Hannover das Hannoversche Kabarettfestival. Den 55. Friedhelm-Kändler-Abend gab es im hannoverschen KANAPEE. Der in Israel geborene Palästinenser Yasir Khalaila übernahm von Erwin Shütterle nach 13-jähriger liebevoller Zusammenarbeit das Kanapee mit seinem vollen Programm. „Ich werde das Kanapee hegen und pflegen wie Erwin“, sagte Yasir Khalaila bei der Schlüsselübergabe. In Bremerhaven fand im Capitol der Arbeitnehmerkammer die 13. SATIRICA statt, das Pumpwerk in Wilhelmshaven zelebrierte das 14. Festival der Kleinkunst, die Kleinkunstmatineen in der Burg Uhlenhorst (Oldenburg) finden im 5. Jahr statt, zum dritten Mal jährte sich das Projekt NORDKURVE. Bei diesem Gemeinschaftsprojekt erhalten Nachwuchskabarettisten die Chance, gleich bei sechs Kleinkunstbühnen im Nordwesten aufzutreten (Unikum/Oldenburg, Begu/Lemwerder, Kasch/Achim, Capitol/ Bremerhaven, Pumpwerk/Wilhelmshaven und Bürgerhaus Schortens). Allerdings erst im Januar finden die 14. Oldenburger Kabarett-Tage statt, gemeinsam veranstaltet von der Kulturetage und der Studentenbühne Unikum.

    Uli MasuthDas 3. hannoversche Kabarett-Festival „Kabarett-Total“ fand in der Orangerie der Herrenhäuser Gärten statt. Sechs Kabarett-Bonbons gestalteten das Programm. Jürgen Becker, Alix Dudel, Barbara Kuster, Crunchy-X-mas, Jochen Busse mit Henning Venske und Matthias Deutschmann, wobei Barbara Kuster mit „Ich singe zurück“ und Jürgen Becker mit „Ja, was glauben Sie denn?“ Premieren ihrer neuesten Kreationen boten.   

    Übrigens, seit 1997 vergibt das Theater am Küchengarten jährlich den Kleinkunstpreis Gaul von Niedersachsen. Der diesjährige Gewinner des Kabarettpreises ist der Berliner Frank Lüdecke, ständiger Stammgast im Scheibenwischer und künstlerischer Leiter der Berliner DISTEL. Frank Lüdecke ist Träger vieler Kleinkunstpreise, u. a. erhielt er den Förderpreis Deutsches Kabarett, die Ingberter Pfanne, den Mindener Stichling und den Salzburger Stier.

    Als Gundula Ott-von Bonin im August 1988 von einem Kulturangebot mit eigenem Profil in Bremerhaven sprach, dachte niemand im Traum daran, dass das Kulturangebot jemals Metropolcharakter bekommen würde. Dies konnte man anlässlich des 20-jährigen Jubiläums leicht feststellen, was damals vor 20 Jahren in der Aula der Schule am Leher Markt begann und in dem ehemaligen Kino CAPITIOL als Dauerbleibe endete. Allein im letzten Jahr konnte das CAPITOL ca. 3.000 Gäste begrüßen. Das 20-jährige Jubiläum fiel zusammen mit dem 13. SATIRICA-Festival, das mit einem schwarzhumorigen Programm lockte. Schwester Hedwig (alias Arnulf Rating) eröffnete das Fest und einen recht bissigen Abend mit „Schwester Hedwigs allerschwersten Fällen“. Haarsträubende Entdeckungen machte Mathias Tretter mit „Deutschland – ein Gummibärchen“. Kuriose Geschichten von Menschen und Missverständnissen zeigte Andreas Giebel „im Sammelbecken der Leidenschaften“. Der Berliner Horst Evers brachte Sprache zum tanzen, wenn er behauptete, dass „Schwitzen ist, wenn Muskeln weinen“. Die aktuelle Weltlage war für das politische Kabarett nie so fruchtbar wie heute, es ätzt so scharf und aktuell wie eh und je.

    Für Mai 2009 hat das Urgestein des deutschen Kabaretts, Dieter Hildebrandt, ein neues Programm in Bremerhaven angekündigt

    Auch das Programm des 14. Kabarettfestivals der Kleinkunst im Wilhelmshavener Pumpwerk hat die Creme des Kabaretts erneut zusammengetragen. So waren Mathias Tretter, Pause & Alich, Andreas Giebel, Horst Evers, Werner Schneyder dabei, und der Schweizer Ferruccio Cainero bekam im Rahmen der 14. Kleinkunsttage den diesjährigen Wilhelmshavener Kleinkunstpreis verliehen. Der „Wilhelmshavener Knurrhahn“ ist ein bronzener Knurrhahn, der 1986 zum ersten Mal an die Schweizer Künstlerin Gardi Hutter vergeben wurde und den im Jahr 2000 Hanns Dieter Hüsch als Wegbereiter des deutschen Kabaretts verliehen bekam. Der Knurrhahn ist ein Fisch, der sein Leben lang auf dem Meeresgrund verbringt; er symbolisiert die Prinzipien der Kleinkunst, indem auch sie, die Kleinkunst, wie der Fisch ständig den Dingen des Lebens auf den Grund zu gehen versucht.

    Und was gab es noch?

    Ein neuer Name am Kabaretthimmel verspricht einiges. In der Oldenburger Kulturetage stand als Nachwuchskabarettist Markus Weiß auf der Bühne. In seinen brillanten, lebendig vorgetragenen Texten analysiert Markus Weiß als Schulhausmeister H. Hellriegel mit gekonntem Sprach- und Wortwitz die Hintergründe der Pisa-Studie. Nachdenkenswert sind seine Lösungsansätze zur Rettung der Pädagogik.

    Urban Priol, wie immer in Topform, füllte mit Leichtigkeit die riesige Stadthalle von Cloppenburg. „TÜR zu“, so sein Programmtitel.

    Das *KO* ( Kulturzentrum Ofenerdiek) in Oldenburg ist leider von dem ursprünglich angepeilten Ziel, Kabarett- und Kleinkunst als Programmschwerpunkt anzubieten, abgegangen und wird zum breiten, allerdings gut ausgesuchten Unterhaltungsprogramm zurückkommen. Die Kleinkunstszene bleibt allerdings auch weiterhin reduziert im Programm. So waren auf der KO-Bühne neben Michael Krebs („Vom Wunderkind zum Spätentwickler“) Hans Hermann Thielke („Es gibt ein Leben nach der Post“) und Murat Topal („Tschüßicopsi – ein Cop packt aus“) in der ehemaligen Pauluskirche zu Gast.

    Wiener Charme und preußische Kommentare dazu boten Martha Pfaffeneder und Jens Karsten Stoll mit „An der schönen schwarzen Donau“ in der Burg Uhlenhorst, Oldenburg.

    Zum wiederholten Mal stand der Berliner Polit-Kabarettist Gerd Hoffmann, ehemals Gründer und Leiter des Kabaretts Radieschen, Berlin, im Rahmen der Hatter Kulturtage auf der kleinen Bühne des Rathauses, mit seinem aktuellen Programm „Allet wird jut!“. Gerd Hoffmann versteht es immer wieder gut, den Finger in die Wunden der Gesellschaft zu legen und das alles in gekonnter Unterhaltungsqualität.

    Das war’s für heute.

    Gelangt gut und sicher nach 09

    Möge es uns gnädig sein.              

    Redaktion: Klaus Groh

     

    TERMINE

     

    Oldenburg

    23.01.  Dorit Meyer: „Poetantin Julie Schrafer“   Palais Rastede

    30.01. Horst Schroth: „Grün vor Neid“                 Kulturetage

    26.04. Oliver Bolten: „Francois Villon“                  Burg Uhlenhorst

     

    Hannover

    17.01.  Urban Priol: „Tilt!“                                                  TAK

    20.01. Rainer Kröhnert: „Königin der Macht“                          TAK

    27.01. Henning Venske: „Jahresschauer“                              TAK

    28.01. Jochen Malmsheimer: „Flieg Fisch, lies und gesunde!“    TAK

     

    Bremerhaven

    29.01. Horst Schroth: „Grün vor Neid“                  Capitol

    19.02. Martin Buchholz: „Neues Programm“            Capitol

    20.03. Die Pfeffermühle: „30% Rabatz“                 Capitol

    26.04. Josef Hader: „ Hader muss weg!“               Capitol

    13.05. Dieter Hildebrandt: „Nie wieder 80!“            Capitol

     

    AdNr:1045


    2008-12-15 | Nr. 61 |





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