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    Kritik: Deutschmanns „Reise nach Jerusalem“: Pointenreich, aber nicht pointiert

    „Warum sollen die Palästinenser dafür büßen, was uns die Deutschen angetan haben?“: In seinem 11. Soloprogramm „Die Reise nach Jerusalem“ schont Matthias Deutschmann auch die israelische Seite nicht – für einen deutschen Kabarettisten immer noch ein eher seltenes Unterfangen. Bis zum Ziel seiner Fahrt, dem Nahostkonflikt, verteilt das Freiburger Szene-Urgestein noch Rundumschläge gegen die Klimapolitik, das Kabarett an sich („Es geht um nichts mehr. Aber es ist Kohle da, und die wollen wir abräumen“), Günther Oettinger, die RAF und alte Nazis („Schleyer, ein Kuriosum, der war schon vor dem Eintritt in die NSDAP in der SS – da wird der Grass neidisch.“). So geriet Deutschmanns Premiere im St.-Pauli-Theater, mit der er das 21. Hamburger Kabarettfestival eröffnete, pointenreich – und doch insgesamt nicht pointiert genug: Sein Programm – inszeniert von Festival-Chef Ulrich Waller – litt an Schwachstellen und Überlänge, überdies musste der Interpret immer wieder ins Textbuch gucken. Das Publikum applaudierte denn auch nur freundlich.

    Unter dem Motto „Gipfeltreffen“ hatte das diesjährige Kabarettfestival in fünf Frühlingswochen wieder überwiegend Branchengrößen, dazu einige Newcomer und Comedians zu Gast – zu den 15 durchweg männlichen Künstlern gehörten übliche Verdächtige wie Georg Schramm, Mathias Richling, Josef Hader und Hagen Rether, aber auch Roger Willemsen, Rainald Grebe, Malediva, Kaya Yanar und Serdar Somuncu. Gehört und gesehen wurden sie von insgesamt rund 16.000 Fans.

    Redaktion: Ulrike Cordes

     

     
    2007-09-15 | Nr. 56 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes





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