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    Martin Herrmann ist: „Der Exil-Bayer“

     

    „Mein Name ist Martin Herrmann. Ich bin Sänger und Erzähler und trete gelegentlich vor Menschen auf. Das Publikum neigt dabei zu Gelächter.

    Oft fragen nette Leute hinterher nach meinem Alter. Dieses Bedürfnis nach vergleichender Information verdient genaueste Auskunft. Mein Körperstudio hat bei mir – computergestützt – ein biologisches Alter von 32 ermittelt, und zwar vor zwei Jahren, bei Eintritt. Das stimmt so natürlich nicht. Jetzt habe ich ja zwei Jahre trainiert, bin also biologisch jünger geworden.

    Hier die feineren Einzelheiten meiner Lebenschronologie, vermittelt durch die Sprache der Bilder:

    Mein Talent zum Sänger habe ich schon 1956 entdeckt

    Dann meine Fähigkeit, das Krumbacher Modediktat ab 1958 mit Fassung zu tragen.

    … Leder im Sommer 1966, vor dem Exodus nach Freiburg …

    … oder Haare, Luginsland 1972 …

    … oder Khaki und Horn (Hermeskeil 1976)

    Irgendwann begann ich, mich dem Druck fremder Gestaltungsideale zu entziehen und visionäre, modische Akzente selber zu setzen

    Das String-Kopftuch steht für Deeskalation und Integration (2008)

    Das echte Erithema migrans (Zeckenbiss Juni 2006) steht für Arschgeweih

    Das weinrote Sakko mit dem lila Plastikhemd steht für sinnvoll entsorgten Sondermüll im zweiten und dritten Frauenflüsterer-Programm.

    Die 12-saitenkompetente Gitarre hat in Wirklichkeit nur sechs Saiten, wird dadurch griffiger und steht für super Ragtimepicking.

    Das schwarze T-Shirt und die Jeans stehen für meine heutige Lieblingsgarderobe, weil ich das sowieso oft anhabe.

    Auf den Titel „Der Frauenflüsterer“ stieß ich anno 1999 unter Anleitung meiner hochbegabten Kollegin Lioba Albus. Ein Geistesblitz, inzwischen von Außenstehenden gerne kopiert – aber es kann nur einen geben. Das ist wie beim Highlander.

    Meine Spezialität ist das Chanson. Klassisch witzig und aktuell soll mein Song sein, deshalb dauert es auch so lange, bis ich einen schreibe. Zum Teil hängt so ein Thema jahrelang im Geburtskanal, bis es das Licht der Welt erblickt. Zu dem Zeitpunkt ist das Lied dann meistens hochaktuell. Schön, wenn Lieder mit den Jahren sogar an Aktualität gewinnen. Seit ca. 1980 nage ich am Jungbauernlied: „Und der Jungbauer Franz/geht am Samstag auf den Tanz/sich ein braves Weib zu suchen//Er probiert’s schon fast ein Jahr/doch die Bäurinnen sind rar/ und bis jetzt tät er nur Misserfolg verbuchen//Auf den Acker stehen heute immer weniger/aber viele stehen auf den Akademiker//usw.“ – im Fernsehen gibt’s inzwischen die Sendung „Bauer sucht Frau“. Da hätte ich also seit gut 25 Jahren etwas dazu gehabt.

    Die Texte sollen leicht verständlich sein und dennoch nicht ohne Botschaft daherkommen: „Ein Vampir/saß bei mir/der soff kein Blut/der soff mein Bier!“ Die ganze Aussagekraft meiner Vampir-Ballade liegt schon in der ersten Zeile, die deswegen auch die einzige bleiben muss. Das haben alle sofort verstanden, die dieses Lied bislang hörten.

    Ich habe von 2004 bis 2007 alle Ausgaben der zweiten Pardon-Generation bei Bernd Zeller mitredigiert, dann wurde mir das zu viel. Ich bewundere derartig Schaffenswütige wie Gagprofessor Bernd Zeller. Jetzt gibt’s das Zellersche Projekt im Netz unter www.darvins-illustrierte.de, und ich steuere gelegentlich etwas bei.

    Ich würde mich freuen, wenn ich Sie mal treffen würde:

    Kontakt: www.frauenfluesterer.de

     

    Termine

    02.10. Duisburg, Kulturforum

    06.10. Mainz, Showbühne-Mainz

    10.10. Augsburg, Kresslesmühle

    26.10. Konstanz, K9

    03.+ 06.11. Mainz, Showbühne-Mainz

    07.+08.11. Windischeschenbach, Kleinkunstbühne Futura

    15.11. Fellbach, Kunstvereinskeller 

    21.11. Breisach-Rimsingen, Schlossbühne

    01.12. Mainz, Showbühne-Mainz

    17.-20.12. Dortmund, Cabaret Queue

    21.-27.12 München, Heppel&Ettlich

    31.12. Schloss Rauischholzhausen      

    2008-09-15 | Nr. 60 |





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