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    Melodien des Lachens

    Kennen Sie die „Melodie des Lachens“? Karlheinz Hackl und Heinz Marecek präsentieren und interpretieren unter diesem Titel 100 Jahre Kabarett in Liedern und Texten. In diesem Programm gibt es Nummern aus den Anfangszeiten des Kabaretts, der Zwischenkriegszeit bis zum März 1938, wo alles schlagartig zu Ende war und die Bühnenlieblinge von gestern oftmals gemeinsam mit ihrem Publikum um ihr Leben rennen mussten. Der Bogen des Programms spannt sich aber weiter bis in die 50er-Jahre und darüber hinaus. So erzählen sie vom „Mann mit dem Überzieher“ und „dem gewissenhaften Maurer“, denen schon Otto Reutter in Berlin und später Armin Berg in Wien ein Denkmal setzten, reflektieren über die „Pollaks“, mit denen ‚man nicht verkehren soll‘ (Franz Engel), und über die „Novaks aus Prag“ (Kurt Robitschek/Hermann Leopoldi). Sie lassen aber auch Karl Farkas, Fritz Grünbaum, Peter Hammerschlag, Fritz Löhner-Beda oder Carl Merz zu Wort kommen. Sie singen Gerhard Bronners „G’schupften Ferdl“ wie Chansons von Georg Kreisler. Am Klavier: Florian Schäfer.

    Wolfgang Pissecker fragt sich und Sie Anfang des neuen Jahres im stadtTheater walfischgasse „Ich kenn Sie“ – Wer sind Sie?“. Ab 13. Jänner schöpft dann Leo Lukas im Grazer Theatercafé „Aus dem Vollen“. Unterstützt wird er dabei musikalisch von Klaus Finder an Cello und Orgel. Apropos Theatercafé: In diesem Etablissement gab es im Herbst einen Besitzerwechsel. Das denkmalgeschützte Café wurde von Tanja Baumgartinger übernommen, die bislang die Geschäfte der im Theatercafé beheimateten Kleinkunstbühne Hin & Wider führte. Ihr Nachfolger im Veranstaltungsbetrieb wurde Manfred Koch, der schon bisher als guter Geist der Bühne fungierte. Beiden viel Glück in ihren neuen, altvertrauten Betätigungsfeldern. Im April findet dort übrigens wieder der Nachwuchs-Wettbewerb um den „Grazer Kleinkunstvogel“ statt.

    Und gleich noch eine Neuigkeit, die Bühnen betreffend: Das Kabarettlokal Vindobona, das ja aufgrund eines Konkurses geschlossen und dessen Zukunft ungewiss war, wurde vor kurzem von Albert Schmidleitner, dem Eigner des Kabarett Simpl, erworben. Was er genau im neuen Lokal dort vorhat, wird sich in den nächsten Wochen oder Monaten zeigen.

    Nun zu den Festivals: Das Schwechater Satirefestival findet 2009 zum 8. Mal statt und zwar von 14. Jänner bis 28. Februar. Eröffnet wird das Festival von Antonio Fian. Des Weiteren haben ihr Kommen zugesagt: Ludwig W. Müller, Klaus Eckel, Joesi Prokopetz, die Brennesseln, Gunkl und Mike Supancic. Aus Deutschland reist nach dem großen Erfolg beim letzten Festival wieder Irmgard Knef an, und aus der Schweiz kommen Nicole Knuth und Olga Tucek mit ihrem schrägen Heimatfilmtheater. Was das ist? Hochtheatralische Erzählkunst mit gewaltig weiblicher Satire und barbarischer Musikalität. Politisch! Einen Blick auf die Satire der Vergangenheit werfen Mercedes Echerer und Martin Müller-Reisinger mit ihrem Herzmanovsky-Orlando-Abend. Mit dabei ist auch Eva D. mit „Schuhe lügen nie“. Anfang März wird die D. in der Wiener Kulisse ihr neues Programm „Rausch“ präsentieren.

    In Salzburg findet vom 30. Jänner bis zum 8. Februar die wie immer hochkarätig besetzte MotzArt-Woche in der ARGE-Kultur statt. Beginnen wird Tim Fischer, der Georg Kreislers „Gnadenlose Abrechnung“ (Am Flügel: Rüdiger Mühleisen) präsentiert. Kreisler hat diesen Abend eigens für Fischer geschrieben; diese Veranstaltung wird auch von ORF-Ö1 in der Reihe „Kabarett direkt“ live übertragen. Danach finden sich etwa Werner Koczwara mit „Kabarett über alles. Außer Tiernahrung“, Gunkl mit „Verluste – eine Geschichte“, Andrea Händler mit ihrem Programm „Das Schweigen der Händler“ oder Andreas Rebers mit „Auf der Flucht“ ein. Alle Programme sind Salzburg-Premieren – das ist eine der Vorgaben des immer gut besuchten Festivals, das Christian Wallner und Markus Grüner auf die Beine stellen.

    Anfang März feiert Thomas Maurer mit „Àodìlì“ im Linzer Posthof Premiere. Zu seinem neuen Kabarettprogramm konnten wir ihm Folgendes entlocken: „So geht‘s dahin, in der Globalisierung. Auf der einen Seite importieren wir italienische Anzüge, amerikanische Computer und Schweizer Markenuhren aus China. Auf der anderen Seite wird natürlich auch von Österreich nach China exportiert. Der Gschwandtner Sigi zum Beispiel. Der war dort jetzt lang für seine Firma drunten. Super verdient soll er haben, heißt’s. Und erlebt sicher auch allerhand. Das wär schon interessant, was der so zu erzählen hat. So vom Billiglohn und der Umwelt und ob die wirklich Hund essen dort. Weil, das ist ja schon eine ganz eine andere Welt, wahrscheinlich.“

    Weitere Premieren des ersten Quartals 2009: Die Schienentröster mit „Erfolg-Los!“ im Innsbrucker Treibhaus (Jänner) und im März im Kabarett Niedermair in Wien, Bernie Magenbauer mit „Schwertfisch Deluxe – Ein Zeugenschutzprogramm“ im Wiener Theater am Alsergrund. In der Kulisse präsentieren Heilbutt & Rosen „Endstation Tobsucht“ und im Spektakel zeigt Stefan Haider seinen „Plan B“. Martin Kosch bekennt auf der Hin & Wider-Bühne im Grazer Theatercafé: „Sieger sehen anders aus“ und Malediva gastiert im Februar mit „Ungeschminkt“ im Radiokulturhaus (diese Veranstaltung wird ebenfalls in der ORF-Ö1-Reihe „Kabarett direkt“ live übertragen). Rainald Grebe feiert mit „Das Robinson Crusoe Konzert“ in Wien im Jänner Premiere. Robinson Crusoe, wir wissen es alle, hat vor langer Zeit Schiffbruch erlitten und lebte dann auf einer unbewohnten Insel in der Karibik. Er war Selbstversorger, der Brot buk, Ziegenkäse machte und Möbel schnitzte. Sozusagen eine tapfere Ich-AG. Ein Edeltourist in seinem eigenen Club. Und: Der alte Ozeanpianist Grebe hat ein Klavier auf sein Eiland gerettet. Das Konzert und überhaupt mehr dazu im Kabarett Niedermair. 

    Redaktion: Iris Fink

     

    2008-12-15 | Nr. 61 | Weitere Artikel von: Iris Fink





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