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  • Themen-Fokus :: Zauberkunst

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    Premiere: Zauberhafte Woche in Duisburg

    André Süselbeck ist ein Zauberkünstler aus Duisburg. Und er hat wahrhaft Zauberhaftes vollbracht. Eine ganze Woche lang gab es jeden Abend eine Vorstellung im Theater Die Säule. Vom 4.–7.10.2004 fanden die ersten Duisburger Zaubertage statt. Und sie kamen alle, ob aus dem Süden oder dem Norden der Republik. Helge Thun, Manuel Muerte mit Silvana Busoni und Ken Bardowicks zeigten ihre Soloprogramme. Am ersten Abend gab es ein Potpourri unterschiedlicher Künstler. Mit dabei: Michael Janssen, Erasmus Stein, Darian Wolf, Jurim Kaiser, Marc Gettmann, eriX, Arne Dieckmann, Timothy Trust und André Süselbeck, der an den Folgetagen den jeweiligen Künstler vorstellte.

    Und die Zuschauer? Sie kamen! André Süselbeck hatte „sein“ Haus jeden Abend nahezu ausverkauft. Schon ein kleines Wunder. Und so erlebten die Duisburger einen Querschnitt durch die Zauberei: skurriles, heiteres, klassisches, Salonzauberei und – dank des Theaters möglich – Close-up. Wenn es gelingt, auch im nächsten Jahr Zauberer von sehr unterschiedlicher Ausrichtung nach Duisburg zu holen, dann ist dies sicher ein wertvoller Beitrag dazu, die Vielschichtigkeit der Zauberkunst bekannt zu machen und damit das Ansehen im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu steigern.

    Infos unter: www.zauberabend.de

    Bei meinem Besuch in Duisburg hatte ich die Gelegenheit, mit der Geschäftsführerin des Theaters Die Säule zu sprechen. Martina Linn ist mit Herz und Seele für ihr Theater und ihre Künstler dabei. Das merkt man sofort. Und so nimmt es nicht wunder, dass es ihr, die mit Hanns Dieter Hüsch den Preis „Das schwarze Schaf von Niederrhein“ ins Leben rief, immer wieder gelingt, auch ganz Große aus der Welt des Theaters und Kabaretts in ihr kleines, 99 Sitze umfassendes Theater zu holen. Und das managt die beim Stadttheater Duisburg beschäftigte ganz ohne Gagenetat. „Nur“ auf Eintrittsbasis und ohne den sonst üblichen Abzug waren sie alle da: Christian Quadflieg, Judy Winter, Michael Degen, Manfred Zapatka. Darbietungen aus den Bereichen Theater, Kabarett, Literatur, Musik haben bei der überaus sympathischen Leiterin, die über eine eigene Schauspielausbildung und somit Erfahrung verfügt, Platz. Und auch Newcomer haben eine Chance.

    Und die Zauberkunst, sonst eher Stiefkind der Kleinkunst? Martina Linn ist sehr offen, schaut sich Soloprogramme unvoreingenommen an – wie sie es bei allen anderen (auch berühmten Künstlern) tut – und könnte sich vorstellen, sie in ihren gemischten Aboprogrammen zu verpflichten. Natürlich müsste ein Zauberer sie erst überzeugen. Zeigen, dass er nicht das Übliche, sondern etwas ganz Eigenes präsentiert und zu ihrer Zielgruppe passt.

    Das sind nicht die Jugendlichen, sondern Zuschauer ab Mitte Zwanzig bis Achtzig, die gern ins meist ausverkaufte Theater kommen.

    Fazit: Eine Theaterchefin, mit der man reden kann – auch wenn man nicht Quadflieg heißt.

    Infos: http://www.theater-duisburg.de/saeule/

     

    Am 9. Oktober 2004 fand zum 4. Mal der sic!-Tag statt. Veranstaltungsort war diesmal Burg Lüdinghausen im Münsterland.

    Organisiert wurde der eintägige Zauberkongress von Michael Sondermeyer und Uwe Schenk. Sie publizieren in ihrem sic!-Verlag inhaltlich und von der Aufmachung her hochkarätige, deutschsprachige Zauberbücher. Ferner betreiben die beiden noch sicond hand!, einen Handel mit secondhand Zauberbüchern und Requisiten.

    Inzwischen schon eine kleine Tradition, fanden sich ca. 120 Zauberkünstlerinnen und -künstler ein. Wie stets fand auch diesmal eine Podiumsdiskussion statt. Die bekannten Zauberer Flip, Wittus Witt, Eberhard Riese und Juno diskutierten über Sinn und Unsinn von Zauberwettbewerben. Bemerkenswert, und dies keineswegs zum ersten Mal, ist, dass nicht nur Seminare mit neuen Tricks geboten werden. Auch die so genannte Theorie hat beim sic!-Tag ihren Platz. So referierte Eberhard Riese – basierend auf seinem neuen Buch – über Möglichkeiten, Zauberkunst in Szene zu setzen. Juno hielt ein weiteres Seminar mit praktischen und „theoretischen“ Teilen. Eine Close-up-Darbietung und eine (öffentliche) Abendgala rundeten diesen wegen seiner Überschaubarkeit sehr persönlichen Kongress ab.

    Gut zu wissen: im nächsten Jahr wird wieder ein sic!-Tag veranstaltet. Infos unter: www.sic-verlag.de

    Redaktion: Klaus-Peter Pfeiffer

     

    Termine

    Zauberer im Varieté:

    Oguz Engin & Anja, Essen, GOP: 1.–30.11.2004,

    Finn Jon, Frankfurt, Tigerpalast: 2.11.2004–6.2.2005

    Topas & Roxanne, Stuttgart, Friedrichsbau Varieté: 31.10.2004–17.1.2005.

    Jouri Obrezkov, Münster, Frosch Varieté: 1.12.2004–15.1.2005


    Kongresse:

    6.–9. Januar 2005, Sindelfingen: Deutsche Meisterschaften der Zauberkunst. Kongress des Magischen Zirkels von Deutschland.

    Alle 3 Jahre werden die Deutschen Meisterschaften vom MZvD ausgetragen. In Sindelfingen treten alle an, die sich in den Vorausscheidungen qualifiziert haben. Daneben gibt es Galashows für Bühne und Close-up, Seminare, internationale Händlermesse u. v. m. Sicherlich mit Spannung erwartet wird der Auftritt von Juan Tamariz (Spanien), dessen neuestes Buch demnächst auch in deutscher Sprache erscheint.

    Info und Anmeldung:
    MAGICstuttgART Andy Häussler,
    Haydnstr. 22
    70195 Stuttgart
    07 11–7 97 01 56
    www.magic-sindelfingen-2005.de

     

    18.–20. März 2005, Saalfeld

    50 Jahre OZ Saalfeld, Shows und Seminare u. a. mit Patrick Page, Michael Sondermeyer, Mila Trnka. Durch die guten Kontakte zur tschechischen Zauberszene treten Künstler auf, die sonst eher selten auf deutschen Kongressen zu sehen sind.

    Info und Anmeldung:
    Peter Denk
    www.mzsaalfeld.de
    Tel.: 0 36 71–53 11 14, Fax: 0 36 71–51 01 85


    (Alle Angaben ohne Gewähr)

     

     

    2004-12-15 | Nr. 45 | Weitere Artikel von: Klaus-Peter Pfeiffer





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