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    Puppenspiel und Fernsehen

    Eine unglaublich intensive Wirkung haben Puppen auf Erwachsene und Kinder schon immer gehabt. So werden Puppen natürlich auch gerne in Fernsehsendungen eingesetzt, nicht immer „nur“ zur reinen Unterhaltung. Mit Puppenspiel lässt sich vieles bewirken. Fast schon eine Institution in diesem Bereich ist eine Sendung, die wohl jedes Kind kennt und auch wohl jedes „erwachsene“ Kind: Die Sesamstrasse.

    Die Sesamstrasse nutzt Puppenspiel-Elemente auch zu pädagogischen Zwecken und vermittelt Kindern über starke, offene Charaktere ein mutmachendes und positives Weltbild. Samson, Tiffy und die anderen Muppets haben alle einen eigenen Sprachstil und emotionale Schwächen und Stärken, die ehrlich wirken und auch polarisieren. Zuschauende Kinder können sich mit dem Erleben der Muppets identifizieren und so einen Rückbezug auf sich selbst herstellen. Und das wichtigste ist, dass die Kinder sich darauf verlassen können, dass die Monster immer auf ihrer Seite stehen, ihren Blickwinkel auf die Dinge haben. Es sind ihre Verbündeten.

    Seit April 2002 gibt es wieder 65 neue Folgen der Sesamstrasse, und das heißt vor allem wieder viele lustige Geschichten mit Samson, Rumpel & Co, den verrückten und liebenswerten Monstern, mit denen die Kinder lachen und spielerisch etwas lernen können.

    Dabei ist natürlich auch wieder der pummelige Zauberer Pepe, gespielt von Dirk Bach, der mit P-Wörtern wie Pampelmusenpulver oder Pilzpüree zaubert und dessen Zauberbrei garantiert immer zu etwas anderem führt als geplant. Zudem besuchen lebensgroße bunte Buchstaben und Zahlen die Sesamstrasse, so dass Pepe endlich mal dem „P“ begegnet, und die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, warum die einsame 1 und die wertlose 0 zusammen eine glückliche 10 ergeben.

    Ganz neu in der Sesamstrasse sind „Pferd“ und „Wolle“ das Schaf, die vor allem für viel Spaß und Situationskomik sorgen. Das Pferd wurde von NDR-Redakteurin Anke Schmidt-Bratzel konzipiert und dann in Zusammenarbeit mit Henson in den Vereinigten Staaten entworfen und gebaut. In einem umfangreichen Casting mit 11 Bewerbern wurde Carsten Haffke dann als Puppenspieler für das Pferd ausgewählt. Pferd ist eine echte Comedy-Figur mit vielen symphatischen Schwächen und Ticks und manchmal unerwarteter Lebensweisheit. Außerdem ist es sehr verfressen, furchtbar vergesslich, hat ein großes Herz und macht meistens alles falsch...

    „Wolle“ das Schaf dagegen ist ziemlich pfiffig... klein aber oho! Gespielt wird es von Martin Paas, der seinen feinsinnigen Humor offenbar direkt auf „Wolle“ übertragen hat. Gemeinsam sind Schaf und Pferd unschlagbar komisch, vor allem wenn Wolle, der Kleinere von Beiden, mal wieder schneller von Begriff ist als das eher einfältige Pferd.

    Neu ist auch, dass Feli-Filu, das quirlige blaue Monstermädchen - (gespielt von Andrea Bongers) nun ebenfalls in der Sesamstrasse wohnt. Ihr buntes fröhliches Haus, das mit vielen kleinen Wolken bemalt ist, steht direkt neben Pepes Haus, und da Feli immer alles wissen will und viele Ideen im Kopf hat, ist immer etwas los, wo sie auftaucht.

    Mit dabei sind aber natürlich auch wieder die schon bekannten und beliebten Muppets Finchen und die gewitzte Schnecke (Andrea Bongers), Samson der wuschelige, symphatische Bär (Klaus Esch), Rumpel der Griesgramgrautsch (Achim Hall) und sein kleiner Freund die Raupe Gustav, sowie Tiffy, der freche Vogel (Sabine Falkenberg).

    Neben den Muppets sorgen aber auch die menschlichen Bewohner für den gemütlichen Flair der Sesamstrasse: Da ist zum einen Pepe der Zauberer (Dirk Bach), der in fünfzehn neuen Geschichten nachweist, wie schön das Leben sein kann, wenn alles schief geht, und wie man dabei noch unerwartete Entdeckungen machen kann... Das Zauberhafte an Pepe ist, dass er keine Rückschläge kennt sondern immer nur neue Versuche. So haben Untersuchungen in Kindergärten ergeben, dass Pepe die Fantasie der Kinder anregt und dass sie seine Geschichten zu Hause weiterspinnen und spielen. Was sie vor allem an ihm begeistert, ist seine unverzagt positive Einstellung!

    Ella (Franziska Troegner) ist die liebevolle ältere Dame, die in der Sesamstrasse mit viel Freude das Parkhotel betreibt. Und Ella übernimmt auch gerne mal die Funktion der Großmutter für die Muppets, weil sie als lebenslustige und weitgereiste Frau ein großes Herz und viel Verständnis für alle Sesamstrassenbewohner hat.

    Nils Julius spielt auch in diesem Jahr wieder Nils, den Gemüsehändler. Wie immer ist er spritzig, spontan und unverkrampft, begeistert von den vielen verrückten Ideen der Muppets, für die er kein „Erziehungsapostel“ sondern ein zuverlässiger Freund sein möchte. Miriam Krause (bekannt aus der Serie „PowderPark“) spielt in diesem Jahr erstmals Caro, die mit Nils liiert ist, und ebenfalls immer ein offenes Ohr für alle Herzenswünsche oder Sorgen ihrer Mitbewohner hat.

    Darüber hinaus finden sich in diesem Jahr wieder zahlreiche Prominente in der Sesamstrasse ein: Martina Gedeck als Schneeflocke, Martin Armknecht als Prinz Panik, Thomas Heinze und Suzanne von Borsody. Alle spenden ihre Gage - wie die Schauspieler in der letzten Staffel - wieder der UNICEF.

    Und natürlich gibt es auch wieder viele neue Songs und kleine Geschichten, die Groß und Klein vor allem Spaß machen sollen...

     

    Kurzmeldungen:

    5. bis 12. Oktober 2002
    Augsburger Puppenspiel-Tage
    Internationales Figurentheater für Kinder und Erwachsene im Kulturhaus Abraxas
    Info: Kulturbüro, 324-3254


    Premiere im Düsseldorfer Marionetten-Theater : MOMO

    "Momo", die Geschichte über ein kleines Mädchen, das den Menschen die Zeit zurückbringt, nach dem Märchen-Roman von Michael Ende wird im Oktober 2002 seine Premiere im Düsseldorfer Marionetten-Theater haben.
    Auf vielfachen Wunsch steht im Dezember 2002 "Der Wunschpunsch" auf dem Programm, von Januar bis März 2003 wird noch einmal "Momo" gespielt, dann folgt eine Wiederaufnahme der "Sternstunde" für nur drei Wochen im April 2003, im Mai und Juni 2003 erklingt wieder einmal Mozarts "Die Zauberflöte" auf der Marionettenbühne, und mit "Faust - ein Traum" schließt die Spielzeit im Juni und Juli 2003.
    Infos unter http://www.marionettentheater-duesseldorf.de


    Das Marionettentheater Hansen feiert 20sten Geburtstag.

    Das 20 jährige Jubiläum nehmen Hansens als Anlass, ihr erstes Marionettenstück "Peter und der Wolf" und "Der kleine Harlekin" neu zu inszenieren. Beide Stücke zeigen, dass Musik und Puppenspielkunst sich in einzigartiger Weise ergänzen. Die von Waltraud Hansen entwickelte Geschichte "Der kleine Harlekin" kommt sogar völlig ohne Worte aus. Natürlich lässt Familie Hansen es sich nicht nehmen, im Jubiläumsjahr eine ganz besondere Neuproduktion zu inszenieren:  "Das Gespenst von Canterville" von Oscar Wilde, Premiere war am 22. September.

    Infos unter www.marionettentheater-hansen.de

    2002-09-15 | Nr. 36 |





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