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    Route 66



    artbild_450_Reck__Apollo_VaDie Bühne rockt im Apollo Varieté in Düsseldorf. Zu fetzigen Live- Rhythmen geht die artistische Reise über die Route 66. Anna Melnikova begann bereits mit fünf Jahren Sportakrobatik zu trainieren. Nach zahlreichen Erfolgen und Auszeichnungen in internationalen Wettbewerben, schloss sie sich 2006 in Las Vegas dem Cirque Du Soleil an. Sie trat in vier verschiedenen Produktionen auf, unter anderem in der „Michael Jackson Immortal World Tour“. Seit sechs Jahren ist die Pole-Akrobatik ihr bevorzugtes Genre. Mit einem einzigartigen Zusammenspiel von Kraft und Beweglichkeit hat sich Anna diese neuartige Kunstform zu Eigen gemacht. Ihre Performance der vertikalen Schwerelosigkeit fasziniert durch Symbiose von tänzerischer Leichtigkeit und akrobatischen Figuren, ganz cool, exzentrisch und elegant. Oleg Chudan aus der Ukraine sieht mit seinen gewellten, schulterlangen Haaren aus wie der Prinz aus dem Märchenland. Der Absolvent der Circusschule in Kiew, der bereits in vielen Shows mit weltbekannten Stars auftrat, zeigt scheinbar spielerisch seine Kunst an den Strapaten und fasziniert mit Geschmeidigkeit und unglaublicher Kraft. Seine Arme vermögen den Rest seines Körpers auch in der Waagerechten noch zu tragen. Ein virtuoses Muskelspiel mit einzigartigen eleganten Figuren. Andrei Sizonenka und Aliaksandr Yurkavets stammen aus Weißrussland, leben aber mittlerweile in Mexico City. Ihre Karriere als Sportgymnasten starteten sie bereits im Alter von vier Jahren. Im Jahr 2009 begannen sie in einem Circus in Korea und im „Hippodrome“ in England zu arbeiten und präsentierten 2011 erstmalig ihre gemeinsame Darbietung im Staatscircus von Weißrussland. Sie präsentieren eine atemberaubende, technisch brillante Recknummer, die Höchstleistungsathletik und ausgefeilte Artistik miteinander kombiniert. Wie sie im Wechsel schwingen, sich drehen und spektakulär aneinander vorbeifliegen, läßt einem den Atem stocken. Bei Adrian Mathias rasen drei knallrote Diabolos zu dröhnenden Beats durch die Luft. In technischer Vollendung lässt Mr. Wow sie rotieren und hüpfen, springen und tanzen und versprüht dabei pure Energie und Lebensfreude. Sein Cello verwechselt er hingegen schon mal mit einer jungen Dame, die ihm den Kopf verdreht hat und vollführt dabei ein Tänzchen. Romantischer kann man eine Liebesballade wohl kaum spielen. Die Zaubershows von Hieronymus sind nichts für Menschen mit einem sonnigen Gemüt. Seine Magie ist kurz und schmerzhaft, ohne Wohlfühlgarantie, aber garantiert komisch. Er agiert mit derber Berliner Schnauze, läuft zur Hochform auf, mit gemeinen Gags, ohne bloßzustellen und schafft es dennoch, sich in die Herzen aller zu spielen. Trotz seiner „unfreundlichen Art“ nach und nach ist man amüsiert. Zaubern kann er, sogar richtig gut, nur nicht lieb. Max Buskohl, Ex-Frontmann der Rockband Empty Trash, hat sich nach der Auflösung seiner Band 2010 auf Songwriting-Trip begeben, um das zu tun, was man eben mit Anfang Zwanzig so macht, Inspirationen und Erfahrungen sammeln. England, Los Angeles, Atlanta, Nashville und das berüchtigte Rancho de la Luna-Studio waren Stationen seiner Reise. Daraufhin nahm er sein Debüt-Soloalbum "Sidewalk Conversation" in Hamburg und Köln auf. Max stand bereits mit Größen wie Bob Geldof und Bono auf der Bühne, nahm eine Single mit Eric Burdon auf und fungierte als jüngster Künstler auf dem Grammy-nominierten Klaus Voorman-Tributalbum "A Sideman's Journey" neben Paul McCartney, Dr. John oder auch Cat Stevens. Als Sänger und Gitarrist findet man ihn auf zahlreichen Bühnen, in diversen Kneipen, Wohnzimmer, Stadien und auf den Straßen Europas spielend wieder. Dasha & Vadym, ein Mann und eine Frau, eine Beziehung, zueinander hin, voneinander weg, in Höhen und Tiefen. Die beiden Ukrainer interpretieren die älteste Geschichte um Mann und Frau auf der Welt auf einzigartige Weise. Mit ihrer ungewöhnlichen Hand-auf-Hand-Darbietung, einer poesievollen Symbiose aus Akrobatik und Tanz erzählen sie eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Jedes einzelne Bild, welches sie kreieren, ist ein Genuss, Kraft und Leidenschaft werden mit Grazie und Balance als Dialog ohne Worte dargestellt. Emily Kinch bezauberte auf der letzten Udo-Lindenberg-Tour die Zuschauer mit ihrer Luftperformance zum Hit „Cello“. In dieser Show tanzt sie nicht nur, sondern zeigt auch die wunderschöne Darbietung, die sie selbst entwickelt hat und stets alle Augen zum Leuchten bringt. Ein riesiger Kronleuchter mit über 2000 funkelnden Kristallen ist glamouröser Rahmen und zugleich Artistengerät für Emilys außergewöhnliche Luftnummer. Ihre Drehungen und Schwünge voll anmutiger Leichtigkeit und tänzerischer Eleganz erzeugen eine magische, märchenhafte Atmosphäre, die Bühne, Saal und Publikum erstrahlen lässt. The Mean Machine, besteht aus Rouzbeh Asgarian, Leadgitarre .Bereits mit 13 Jahren gründete er seine erste Band und studierte später Musik. Neben seiner eigenen „Rouzbeh Asgarian Band“, deren Stücke er alle selbst komponiert, arbeitet er als Gitarrist mit weltbekannten Künstlern wie Mansour, mit dem er bereits auf allen Kontinenten tourte. Marc-André Scholz an den Drums ist Multiinstrumentalist, der, zunächst aufs Gitarrenspiel fokussiert, schnell seine Leidenschaft für das Schlagzeug entdeckte. Er blickt bereits auf zahlreiche Auftritte und Projekte zurück, bei denen er als „Natural Born Rockaholic“ mit seinem groovigen Spiel begeisterte. Adrian Paul an der Rhythmusgitarre ist, wie sein Vater Bernhard Paul sagt, „ein wohlgeratenes Circuskind“ und nicht nur ein großartiger Artist, sondern auch hochmusikalisch. Bevor er mit seinen Schwestern als „Les Paul“ eine furiose Rollschuh-Nummer zeigte, war er lange Gitarrist im Roncalli-Orchester. Nun rockt der Roncalli Sproß furios die Bühne.


    artbild_350_GOP_Essen_MonsiIm GOP Varieté Essen sind die „Spaßmacher“ außer Rand und Band. Die lonely husBand Stepan (Stevie) Mazoschek und Ulrich Beckers kommen mit blumige Plaudereien daher und entgleisen kunstvoll ins Absurde. Das wohl schrägste Duo seit Matthau und Lemmon lässt die Anderen glänzen und badet dabei in Selbstironie. Mit ihrer unnachahmlichen Art haben die beiden Chaos-Conferenciers in den letzten zwanzig Jahren fast alle deutschsprachigen Varietébühnen im Sturm genommen und sich mit praller Situationskomik und virtuos musikalischem Witz in die Herzen der Zuschauer geblödelt. Barto alias Bart Van Dyck aus Belgien brachte mit seinem völlig durchgeknallten Bühnen-Alias „Barto“ schon Menschen in Neuseeland, Mexico und China zum Lachen. Womit sich sein Lebenssinn eigentlich erfüllt hätte. Aber trotz dieser weltweiten Spaß-Erfahrung steht Barto der Sinn keinesfalls danach, jetzt ins Ingenieur- oder Sacharbeiterfach zu wechseln. Er legt sogar noch einen drauf. Mit schier unglaublicher Mimik, einer selbst erdachten Nonsens-Sprache und mit viel körperlicher Elastizität. Der afrikanisch stämmige Künstler Monsieur Chapeau, Jean-Pierre Ehrenreich arbeitet in seiner Rola Rola Darbietung auf artistisch höchstem Niveau Stück für Stück in die Höhe und behält auf seinen wackligen Rollen und Brettern dennoch immer die Ruhe. Durch seine Ausstrahlung und die Musik holt er den Geist des kubanischen Buena Vista Social Club auf die Bühne und spielt sich in die Herzen seines Publikums. Passe-Pieds am Duo-Trapez. Das sind Eva Schubach und Yolaine Dooms. Anstatt zwei hübscher Mädchen auf dem Trapez, die so tun, als würde alles perfekt vonstattengehen, zeigen Yolaine und Eva, wie es wirklich ist, als Duo auf dem Trapez zu arbeiten. Wie bei einem alten Ehepaar, bei dem die Liebe schon längst verflogen ist, gibt es keine Scheu mehr zu zeigen, wie sehr einem der andere gerade auf die Nerven geht. Artistische Höchstleistungen, gepaart mit treffsicherem Humor - das sind Passe-Pieds. Jon Young am Vertical Pole hat das Motto „Dancing Like no One’s watching“, Tanzen, als würde niemand zusehen. Dieser junge Vertikalstangen-Akrobat ist nicht nur Meister seines Fachs, sondern hat auch noch mindestens genau so viel Humor und Komik zu bieten. Spektakuläre Tricks mit viel britischem Understatement und eine gehörige Portion Lässigkeit vereint er hier in einer einzigartigen Darbietung. Chelsea Angell aus Australien präsentiert Röhnrad und Hula Hoop Auf, im und rund um das Rhönrad zeigt sie ein technisches Niveau, das seinesgleichen sucht. Mathieu Cloutier & Myriam Lessard, Kanada zeigen Cyr & Rollschuh Akrobatik.Die jungen Talente schafften beide die Aufnahme in die Circusschule von Québec und fokussierten sich sodann auf unterschiedliche Disziplinen. Mit ihrer Leidenschaft für alle Requisiten, die sich schnell drehen, machten sie dann gemeinsame runde Sache und zeigen, neben Mathieus Darbietung am Cyr, zudem ein spektakuläres Duett auf Rollschuhen.


    artbild_450_Igor_BoutorineRockig, rebellisch, schrill geht es mit „Rockabilly“ im Varieté et cetera in Bochum zu. In einer Zeitreise in die 1950er und 1960er-Jahre verwandelt sich die Bühne in einen Club des Rock en Roll. Gemeinsam durch die Show führen der geborene Showmaster und Tollen-Träger Max Nix und sein wortkarger, etwas verklemmter Kompagnon Willi Widder Nix, der beim Jodeln jedoch dann nicht mehr zu bremsen ist. Für Erstaunen und Begeisterung sorgen Toni Farello und Frau Schmidt, ihres Zeichens Türsteher und Putzfrau des Clubs. In ihrer rasanten Einrad-Artistik-Show scheint es keinerlei physikalische Grenzen zu geben, die nicht überwunden werden können. Darüber hinaus zeigen die Farellos eine mehr als skurrile wie preisgekrönte Partnerakrobatik die voller Energie, Temperament und Witz steckt. Einer der wenigen männlichen Hula-Hoop-Künstler ist Igor Boutorine als Barkeeper und Sunnyboy Johnny B. Hoops, der mit unzähligen Ringen am Körper wahre Kunststücke vollführt. Die gute Seele und Kellnerin des Rockabilly-Clubs ist Anezka Bockova als Fräulein Hildegard. Sie zeigt eine noch recht neue Artistikdisziplin, das Skipping Rope. Elisabeth Schmidt alias Marie Ann ist der einzige Gast im Club, Stammgast und ständig betrunken. Sie überrascht mit einer Luftring-Darbietung, die ihresgleichen sucht und an manchen Abenden auch findet. Als Rocco Valentino verzaubert Latinoboy Valentino Bihorac mit seiner Tempojonglage nicht nur die weiblichen Gäste des Clubs. Dabei katapultiert er sowohl Bälle als auch Keulen und Ringe in schwindelerregende Höhen. Der charmante Club-Koch Luigi, Tode Banjanski liebt nicht nur das Kochen, sondern auch italienische Opern und ist heimlicher Elvis-Fan. Als solcher sorgt er als der „King“ höchstpersönlich mit fantastischer Stimme seines Idols für so manche Überraschung und grandiose Einlagen.


    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero



    anz_195_Konzertina_full316|6518  TG: Monsieur Momo - Timo Lesniewski
     
    2016-10-03 | Nr. 92 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero



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