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    Scheibes Revue „Titanixen“: Peppig, aber auch platt wie das Watt

     

    Klavierspielen und Singen lernte er mit drei Jahren von seinem Vater, einem Kantor. Mit zehn zeigten die Nachbarskinder auf ihn, weil er in der Peter-Alexander-Show auftrat. Seit den 80ern ist er auf Kleinkunstbühnen zu finden – zunächst 1984 mit der Funkband Spike im legendären Onkel Pö, später mit Sissi Perlinger sowie als einer von Die drei glorreichen Vier. Längst machte er auch Furore mit seinen Kabarett-Soli „Zu viel Sex ist gar nicht gesund“ und „Die Welt ist eine Scheibe.“ Nun agiert der Hamburger Jan Christof Scheibe dazu noch als Autor, Regisseur und musikalischer Leiter der Titanixen.

    Bei der Uraufführung seiner trashigen und überwiegend peppigen gleichnamigen Nordsee-Revue um drei Hallig-Girls im Frühjahr applaudierte das Publikum in den Fliegenden Bauten stürmisch. Mitreißend präsente, hochprofessionelle Damen sorgten denn auch für Glamour und frische Brise: Caroline Kiesewetter, Femke Soetenga und Susanne Hayo sangen und tanzten vor schlichter Fischernetz-Kulisse, dass sich die Planken bogen. Sie sind die „Töchter des Watts“, deren Vater 1945 als Luftwaffenhelfer auf Hallig H. gestrandet war und die erst jetzt erfahren, dass der Krieg zu Ende ist. In der Großstadt angekommen, staunen die Friesinnen ergo über „Verheiratete Männer“ und „Kaffee“. Zwischen Ballade und Hip-Hop, Volkslied und R & B changiert ihr Sound, spritzig intoniert von den Instrumentalisten Scheibe (Klavier), Martin Langer (Schlagzeug), Achim Rafain (Bass) und Andreas Dopp (Gitarre).

    Nur schade, dass bei so viel Können dennoch Wünsche offen blieben: Die eigentlich originell angedachte Geschichte wurde inhaltlich zu wenig ausgestaltet. Daher gerieten – beim Neptun – Dialoge und Gags des „Nordicals“ leider oft platt wie das Watt.

    Redaktion: Ulrike Cordes

    2008-09-15 | Nr. 60 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes





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