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    Stuttgarter Auslese

    Quasthoff im Haus Osterfeld in Pforzheim

    Der weltberühmte Opern- und Liedersänger Thomas Quasthoff macht jetzt Kabarett. Ironisch und spielerisch geht er mit seiner Behinderung um. Das ist tiefsinnig, witzig und vor allem auch gut gemacht. Von der ersten bis zur letzten Sekunde hält er mit Michael Frowin und Jochen Kilian am Klavier sein Publikum im Bann. Immer wieder singt er ganz kurz Lieder an, um – ironisch gebrochen - ein Stück seines früheren Künstlerlebens mit ins Programm zu holen. Standing Ovations sind der Lohn für diesen ausgefallenen Kabarettabend!

     

    PREMIERE: Das neue Pollesch Stück im Staatstheater Stuttgart

    „Du weisst einfach nicht, was Arbeit ist“

    Ist es das sechste oder das siebte Pollesch-Stück, dass in Stuttgart unter der Regie des Autors aufgeführt wurde? Nicht mehr ganz so laut und bunt, nicht mehr ganz so politisch, aber immer noch sehr sehenswert. Die Sprache ist ruhiger und deutlicher geworden, die Schauspieler sind nicht mehr jede Sekunde am Rande des Nervenzusammenbruchs. Pollesch arbeitet wieder mit langen Video-Live-Einspielungen. Nach wie vor ist alles sehr witzig, zum Beispiel wenn ein deutscher, mittelprächtiger Italienischlehrer einigen Zugewanderten Italienisch beibringen will, die sich dann aber in einem Wortschwall als Italiener outen und den Lehrer zur Verzweifelung bringen. Immer wieder geht es um den Begriff „Kreativität“. Neu ist auch, dass diesmal das Wort absolut dominiert, wenig Spiel. Da sehnt man sich nach den wilden Anfangsjahren zurück, als Kai Schumann und Co mitten im Publikum völlig überdreht aufspielten. Als Beispiel diene die Szene an einem mehrstöckigen Stufenbett, das kaum benutzt wird und damit viele spielerische Chancen ausließ. Bei allen kleinen Kritikpunkten, sehr zu empfehlen, vor allem für Zuschauer, die noch nie ein Pollesch Stück gesehen haben.

     

    Renitenztheater: Gerhard Woyda und Matthias Richling

    Das erste Programm von Matthias Richling war in Zusammenarbeit mit dem Gründer und damaligen Intendanten des Stuttgarter Renitenztheaters artbild_250_Gerhard_Woyda_mGerhard Woyda (Bild: GerhardWoyda mit Tim Fischer) ein Valentinprogramm. Und dieses Programm haben die beiden aus der Versenkung geholt und leicht entstaubt. Was der 89jährige  Gentleman des deutschen Kabaretts, der ja auch schon vor einem Jahr für sein Lebenswerk mit dem Mainzer Stern der Satire geehrte worden ist, musikalisch und sprachlich auf die Bühne bringt, ist der nackte Wahnsinn. Noch mal ein Höhepunkt in der Laufbahn dieses sympathischen Künstlers, der Leute wie Richling, Freitag, Kröhnert, Tim Fischer, Hagen Rether und andere gefördert hat. Er hat mit den Nachfolgern der „Comedian Harmonists", mit Joachim Hackethal, Ron Williams, Olivia Molina zusammengearbeitet, hatte eine enge Künstlerfreundschaft zu Kreisler, Qualtinger, Hüsch, Helen Vita, Robert Kreis, Gisela Mai, Zarah Leander, Gert Fröbe, Curd Jürgens usw. Wer mehr darüber wissen will, sollte sich im Renitenztheater den Prachtband „WOYDA - Den die Spötter lieben“ oder „Wie ich das Kabarett zu den Schwaben brachte“ bestellen, 70 Jahre deutsche Kabarettgeschichte aus einer sehr persönlichen Sicht.


    Theaterschiff am Bodensse

    SWR, BR, ORF, SRF und Radio L (Lichtenstein) machten unter dem Motto „4 in einem Boot/ Kabarett am See“ eine Serie von Kleinkunstauftritten auf einem Edelschiff am Bodensee. In Friedrichshafen spielten z.B. Mitte August Chris Boettcher, Heinrich del Core, der mit seinen Mann-Frau-Geschichten das Publikum besonders begeisterte, Peach Weber und Severin Gröbner, kurz, aus vier Bodenseeländern je ein Künstler. Das Angebot wurde begeistert aufgenommen.

    War das Theaterschiff eher ein Ausnahmeangebot, so gibt es am Bodensee und spaziell in Friedrichshafen eine Reihe Spielorte für Kleinkunst und satirisches Theater. Zum Beispiel das Zeppelin-Haus in Friedrichshafen. Hier sollte die Aufführung „Wie im Himmel“ vom Stadttheater Halle stattfinden. Das Stück war kaum 5 Minuten gelaufen, da verletzte sich der Hauptdarsteller so schwer, dass das Stück abgebrochen werden musste. Als kleine Entschädigung wurden zwei Songs aus dem bekannten Film zum Besten gegeben, was die Zuschauer zu lang anhaltenden Applaus animierte. Die Songs wurden perfekt dargeboten. Wie auch immer die schauspielerische Leistung sein könnte, die ich ja nicht mitbekommen habe, es lohnt sich allein schon wegen dieser Lieder, die Vorstellung zu besuchen.


    Neues Theaterduo in Stuttgart

    Es gibt ein neues Theaterduo in Stuttgart, das "DIALOGTHEATER".
    Es spielen in dem Vater-Sohn-Stück "ES DAUERT VERDAMMT LANGE" Karlo Müller, Autor des Stückes, der auch als Seminarreferent arbeitet und Ferdinand Roter, ausgebildeter Schauspieler und Regisseur, bekannt aus TV Produktionen.

    Das Stück hat folgenden Inhalt: Nach einem Lehrerleben hat sich Helmut Meier seinen Lebensabend ganz anders vorgestellt. Seine kleine Welt nur noch um die Erhaltung seiner angeschlagenen Gesundheit, die Zeitung und Fernseher. Ganz anders sein Sohn Kai. Als Workaholic und Manager eines aufstrebenden Unternehmens steht er vor einem neuen

    Karrieresprung: ein Neustart in Singapur. Kai versucht, seinem 75jährigen Vater eine luxuriöse Seniorenresidenz schmackhaft gemacht. Die Hausratsauflösung konfrontiert die beiden mit ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Erinnerungen und Gefühle kommen ans Licht. Sie machen deutlich, wie sehr vergangene Ereignisse noch nachwirken und wie beide unter ihrer festgefahrenen Beziehung leiden.

    Das Stück möchte den Zuschauer anstiften, hintergründige Themen des Lebens wahrzunehmen. Es geht nicht nur um den Graben, der zwei Generationen voneinander trennt, sondern um die tiefe Sehnsucht nach Nähe und der gleichzeitigen Angst davor.

    Es geht um das Älterwerden ab der Lebensmitte im Sinne einer wachsenden Offenheit für das, was das Leben noch bereithält.

    Termine:

    Premiere jeweils um 19:00 Uhr in Stuttgart im „Theater Restaurant Friedenau“ am 16.12. / 17.12.14
    oder 09.-10.01.2015, und 15. und 25.01.2015

     

    VHS-Treffpunkt

    Hier spielte die deutsch-italienische Gruppe „TEATRALIA EUROPA“ die Szenenfolge „Italienisch, sehen Sie selbst: viel mehr als Worte“, ein bunter Reigen um Missverständnisse zwischen unterschiedliches Nationen in Cafes oder anderen Orten des progressiven Alltags. Starke Körpersprache, satirische Gesten kommen verständlich zum Publikum rüber, das in aller Regel aber nicht zweisprachig ist.


    Loretta, Second Sun, Hell´s Hefe

    Zum Abschluss möchte ich noch auf drei gute Stuttgarter Rockgruppen kommen. Loretta spielte im Laboratorium in Stuttgart, früher einer der berühmtesten Kleinkunst und Songclubs der Republik, mittlerweile dominieren hier Weltmusik, Blues (bester Bluesclub Deutschlands 2014) und Americana. Und es gibt die Serie „Local Heroes“. Loretta spielt einen Softrockstil der 70er, viele Eigenkompositionen, von denen man die meisten Stücke auf ihrer letzten CD finden kann. „The One In The Middle“, um es mit Manfred Mann auszudrücken, ist der Sänger und Gitarrist Klaus Paul, aber dann als Sideman der Multiinstrumentalist Rainer Rupp, der ebenfalls singt und Lap Steel, Mundharmonika, Gitarre spielt. Die Songs gehen ins Ohr! Natürlich sind sie  auch tanzbar, was aber vom Publikum im „Lab“ nicht genutzt wurde.

    Second Sun spielen Funk und Soul; neben Gitarre, Bass, Drums, Keyboard und Percussion drei Bläser, ein Sänger und zwei Sängerinnen. Perfekter Sound, tolle Stimmen, die Gruppe feuert sich gegenseitig an und hat viel Spaß auf der Bühne. So muss Musik von Spitzenamateuren sein.

    Fast schon Kleinkunstformat hat die schwäbische Rockgruppe HELL´Hefe. Witzige Ansagen, ja ganze Geschichten und dann geht es auf Schwäbisch mit Songs voller Ironie los. Thematisiert werden – wie meistens in der Rockmusik – Paargeschichten, Liebe, Ärger, und alles gekonnt im Stil der Rocker aus den 60er bis 80er Jahren.
    Beide Veranstaltungen fanden im Stuttgarter Naturfreundehaus Steinbergle statt. Auf Beschwerden der Rentner aus dem nahegelegenen Augustinum soll es in naher Zukunft keine Musikveranstaltungen an diesem schönen Ort mehr geben. Ein Anschlag auf die Stuttgarter Musikszene.


    Redaktion: Bruno Schollenbruch  

     

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    2014-11-05 | Nr. 84 | Weitere Artikel von: Bruno Schollenbruch


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