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    Szene Barcelona: Sommer in Barcelona

    Theater in Barcelona – da weiß man nicht, wo man anfangen soll. Die Vielfalt ist groß, deshalb einige Tipps für den Frühsommer, eine gute Zeit zum Besuch in dieser Stadt, vor der großen Hitze und den größten Touristenmassen.

    Vom 31. Mai bis zum 9. Juni läuft das Internationale Theaterfestival Sitges Teatre Internacional“ in Sitges, ca. 25 km südlich von der Stadt. Sitges ist eins der traditionellen „Übersommerungsdörfer“ der reichen Bürger von Barcelona, heutzutage auch ein bekannter Treffpunkt für Gays. Das STI zeigt vor allem Texttheater aus aller Welt, aber auch einige Tanz- und Musikgruppen. Für Veranstalter gibt es einige Privilegien und auch internationale Presse ist gern gesehen. Kleinere Produktionen werden in emblematischen Sälen gezeigt, wie der „Palau del Mar“, die man sonst nicht einfach besichtigen kann.

    Am 2. Juni, mitten im Festival findet das Corpus-Fest statt, bei dem die Strassen der Altstadt mit Blumenteppichen geschmückt werden, ein Fest für alle Sinne, dank Farben und Gerüche. Und ein Spaziergang durch die Altstadt, weißgekalkt und durchsetzt mit Fenster und Türen im berühmten Sitges-Blau, ist eine willkommene Erholung zwischen dem Besuch von zwei Auftritten. Ein Schwerpunkt ist jedes Jahr das Thema „Junge europäische Theaterautoren“, im letzten Jahr war zum Beispiel die Schaubühne Berlin eingeladen. Das diesjährige Programm stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest, aber bald findet man mehr Info unter Tel. 0034 93 894 45 61.

    Vom 7. bis 8. Juni 2002 findet zum neunzehnten Mal die Marató de l’Espectacle statt, im Mercat de les Flors (ehemaliger Blumenmarkt) und anderen Aussen- und Innenräumen der Ciutat del Teatre (Theaterstadt) – nach langen Jahren der Bauzeit nun endlich fertig gestellt, in Barcelona. Dieser „Marathonlauf“ durch alle szenischen Disziplinen in zwei Nächten ermöglicht einen Schnelldurchlauf durch das Angebot junger und bereits etablierter Künstler, vor allem aus Katalonien, aber auch aus dem Rest Spaniens und aus Europa. Auf der großen Bühne (Sala María Aurèlia Capmany) wechseln die Produktionen im 10 Minuten-Rhythmus: Theater, Tanz, Zirkus, Cabaret, und einige Musikgruppen am Ende des Programms (zwischen 3 und 4 Uhr morgens, an beiden Tagen). Außerdem gibt es eine Bühne für Kleinkunst (Sala Sebastià Gasch) und einen Raum für Video und Filmprojektionen (Espai Lliure). Auf den Plätzen vor den Theatergebäuden werden Stände mit Informationen diverser kultureller Vereine und Firmen angeboten und in den Eingangsbereichen beider Theater findet eine Ausstellung bildender Künstler statt, die dieses Jahr durch ein Jugendförderungsprogramm der Stadt Barcelona besondere Tragweite bekommt. Auch außergewöhnlich ist dieses Jahr die argentinische Präsenz: die Wirtschaftskrise verstärkt den ohnehin enormen Druck auf junge argentinische Künstler, im Ausland ihr Glück zu suchen. Bei Redaktionsschluss von Trottoir hatten etwa 150 Gruppen Vorschläge eingereicht, in den Abteilungen Video, Film und Bildende Kunst werden allerdings noch Vorschläge angenommen. Veranstalter haben bei der Marató ebenfalls Privilegien (freier Eintritt, ausführlichere Information und Unterkunft) und internationale Presse wird gerne informiert. Mehr Info unter Tel. 0034 93 268 18 68.

    Dieses Jahr findet zum ersten Mal ein Humor-Festival in Barcelona statt: Festival de Humor de Barcelona, vom 29. Mai bis 9. Juni. Auf verschiedenen Bühnen der Stadt (Club Capitol, Teatro Goya und Sala Muntaner) und Aussenräumen (Rund um und im CCCB, Zentrum für Zeitgenössische Kultur) werden Kleinkunst und auch einige größere Veranstaltungen gezeigt. Info-Telefon: 0034 93 412 04 34.

    Am selben Wochenende (das zweite im Juni) organisiert das COPEC (katalanisches Kulturinstitut) alle zwei Jahre eine katalanische Tanzplattform, welche aber 2002 nicht stattfindet. Es ist dennoch sehr nützlich, ab und zu in der Website nach Neuigkeiten zu schauen (www.copec.es)  vor allem, wenn man an Künstlern aus Katalonien interessiert ist, dort wird über Touren immer auf dem aktuellsten Stand informiert.

    Das Sommerfestival von Barcelona beginnt am 25. Juni und nimmt den Grossteil der szenischen Räume der Stadt in Anspruch. Es endet am 31. Juli. In diesem Jahr lädt Borja Sitjà, sein künstlerischer Leiter, die Stadt New York ein (in den letzten Jahren waren es Napoli und Buenos Aires und nächstes Jahr wird es Berlin sein). Dies ist bereits seit mehreren Jahren geplant, gewinnt aber vor dem Hintergrund der Ereignisse des letzten Septembers eine besondere Brisanz und erweckt Erwartungen. Das Programm besteht aus katalanischen und nationalen Produktionen und hochkarätigen Gastspielen aus Europa und New York;  Theater, Tanz und Musik sind die Schwerpunkte. Einige Highlights des Programms: „Hamlet„ unter der Regie von Peter Brook, Barbara Hendricks und Keith Jarrett im Bereich Musik und Philip Glass mit einer multidisziplinären Veranstaltung auf der Basis diverser Kurzfilme. Das Festival ist eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Bühnen von Barcelona und auf diese Weise die Stadt auf eine andere Weise kennen zu lernen, unter anderem das Grec, eine Art griechisches Theater unter freiem Himmel auf dem Montjuic, was den Rest des Jahres über nicht geöffnet ist. Mehr info unter Tel. 0034 933 017 775.

    Allgemeinere Ereignisse sind: Das Gaudí-Jahr. Der wohlbekannte modernistische Architekt wird zum 100jährigen Jubiläum gewürdigt und die Stadt ist voll von Ausstellungen und Veranstaltungen zu diesem Thema. Eine gute Gelegenheit, den Park Güell, die Casa Batlló auf dem Passeig de Gràcia und natürlich die Sagrada Familia und andere Monumente wieder zu besichtigen. Mehr Info in: www.gaudi2002.bcn.es

    Das Forum 2004 der Kulturen ist seit etwa zwei Jahren in Vorbereitung und wird Barcelona sicherlich ähnlich wie die Olympiade revolutionieren. Ein riesiger neuer Park wird speziell für dieses Ereignis gebaut. Die Organisation und Veranstaltungsplanung ist allerdings, vor allem im letzten Jahr, dem politischen Auf und Ab unterworfen gewesen, weshalb konkrete Planung durch Abwesenheit glänzt. Dennoch wird zumindest ein Makro-Festival dabei herauskommen.



    Redaktion: Jetti Hönisch

     

     

     

    2002-06-15 | Nr. 35 | Weitere Artikel von: Jetti Hönisch





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