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  • Szenen Regionen :: Ruhrgebiet

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    There´s nothing else

    Es wächst zusammen, was zusammen gehört ... hier im Ruhrgebiet. Die fünf großen soziokulturellen Zentren des Reviers haben sich schon vor einigen Jahren in dem Interessenverband “Gim`me five” zusammen getan. Ab Sommer dieses Jahres präsentieren die Zeche Carl in Essen, die Flottmannhallen in Herne, der Ringlokschuppen in Mülheim, der Bahnhof Langendreer in Bochum und das Zentrum Altenberg in Oberhausen die “RuhrRevue”. Jeweils vier Tage in den fünf Städten läuft die Revue und bringt Kabarett- und Comedygrößen des Ruhrgebiets gemeinsam auf die Bühne.

    Im Unterschied zum üblichen Revueablauf soll kein Nummernprogramm entstehen, sondern eine durchgehende Geschichte erzählt werden, die die Künstler und Künstlerinnen mit dem Autor Siggi Domke und Regisseur Uli Waller entwickeln, ohne daß sich ihre jeweils ureigene Art verwischt. Mitwirkende sind die Missfits, Petra Afonin und Heinz-Peter Lengkeit und als musikalische Begleitung die Missfits Band. Die “RuhrRevue” feiert am 30. Juli in Essen Premiere und wird in einem Circuszelt auf “Tournee” gehen.

    Die “TalentLachNacht” unter Moderation von Uli Grothoff hat eine weitere “Filiale” im Zentrum Altenberg gefunden. Das ist schön, denn die Örtlichkeiten, in denen vorher Talente sich in Kurzauftritten ausprobieren konnten, waren nicht mehr ideal. Das Altenberg bietet dagegen eine schöne Atmosphäre. Empfehlenswert ist die “TalentLachNacht” wegen der Option, dort tatsächlich Talente zu entdecken, wie schon geschehen. Nicht empfehlenswert ist die Show wegen Imitator und Moderator Uli Grothoff, der sich beharrlich weigert, zu moderieren, sondern gerne die Starter des Abends als Anheizer benutzt, die undankbarste Aufgabe überhaupt, vor allem als noch Unerfahrener. Die TalentLachNacht ist allerdings eine der wenigen Möglichkeiten im Ruhrgebiet für wirkliche Neulinge, erste Bühnenerfahrung zu sammeln (Bewerbungen unter 0201-877 877).  

    In Gladbeck gibt es seit dem letzten Jahr eine weitere Gelegenheit für ambitionierte Leute sich zu präsentieren. Das “Maxus” veranstaltet jeden letzten Mittwoch im Monat die Talentrevue “So banal ist das Leben”, die auch für Skurrilitäten Platz hat. Ohne besondere Voranmeldung kann jede/r auftreten, der eine Stunde vor Beginn vorbeischaut. Durch das Programm führt Andreas Wegerhoff als Lenny Vegas. Wenn eine Show den Titel “bunter Abend” verdient hat, dann sicherlich diese im “Maxus”. Weitere Infos für Interessierte gibt es unter 02043-24 255.  

    Vom 15.-18. April findet in Dortmund das zweite europäische Off-Theater-Symposium OFF UMITS statt, in den Räumen der ehemaligen Zeche Zollern II/V. Unter dem Oberthema “Der Raum” geht es sowohl um die möglichen bespielbaren Räume, z.B. Industriebaracken, als auch um den Raum im weiteren Sinn in Vorträgen und Worshops. Begleitet wird der Kongress von der Veranstaltungsreihe OFF TOPS mit Stücken und Performances in ungewöhnlichen Räumen. OFF UMITS II ist auch der Startschuß des neuen “Theaterfestivals Ruhr”, einem regionalen Festivalverband, bestehend aus den Ruhrfestspielen Recklinghausen, den Mülheimern “Stücke”, den Duisburgern “Akzente”, dem Bochumer Figurentheaterfestival “Fidena”, dem Dortmunder NRW-Theaterfestival “Theaterzwang” und dem Schwerter “Welttheater der Straße” (nähere Infos gibt es unter 0231-557 52 116).  

    Das Varieté & Theater Luna feiert fünfjähriges Jubiläum. In einem alten Kino in Dortmund hat sich das “Luna” eingerichtet und macht sich mit monatlich wechselnden Programmen einen guten Namen. Herzlichen Glückwunsch.   Das Luna bekommt außerdem Konkurrenz, denn in der Nachbarstadt Bochum wird das “Varieté et cetera” seßhaft. Vor sieben Jahren feierte das mobile Zeltvarieté Premiere mit seinem ersten Programm und zieht quer durch Deutschland. Nach einem Wintergastspiel in Bochum im letzten Jahr trägt sich das gelb-lila Unternehmen jetzt allerdings mit dem Gedanken, hier dauerhaft ihr Zelt aufzubauen. Erste Verhandlungen um einen geeigneten Stellplatz sind schon aufgenommen worden.  

    Der Zauberkasten in Bochum hat “alles im Kasten”, eine Kleinkunstrevue mit einem Programm von Jonglage und Zauberei bis Chanson, Kabarett und Rezitation. Mit dem Ziel, von reinen Kabarett- und Comedyshows wegzukommen, suchen Uli Engelbrecht, Robinson und Angelika (Betreiber des ZK) vor allem auch nach Kleinkünstlern, die Artistik, Clownerie, Bauchreden o.a. betreiben. Im November war die Premiere von “Alles im Kasten” und trotz einiger Anfangsschwierigkeiten kamen die drei Abende gut an. Einmal im Monat läuft die Revue an drei aufeinanderfolgenden Abenden und es besteht die Möglichkeit, über die Teilnahme vielleicht mal abendfüllend im Zauberkasten aufzutreten. Wer sich mit seiner Kunstfertigkeit bewerben will, tue dies unter 0234-866 235.  

    Hingegangen und angeguckt  
    Else  wohin?  “Nothing else!”
     

    Wer den Namen Else bisher nur mit der Lindenstraße in Verbindung bringen kann und alptraumgeplagt an geblümte Kittel denkt, sollte zu einer Therapiesitzung des Kabarettduos ELSE WOHIN? gehen. Dort lernt man den Namen Else zu lieben. Heike Röttger und Andrea Nicke sind Else. Zwei Nachbarinnen, die sich nicht kennen, sich aber trotzdem auf die Nerven gehen. Zwei Frauen, ein Schicksal: vom Freund am Silvestertag verlassen, eine nervige Mutter am Telefon und ein beim Versand bestelltes Kleid, in dem man unmöglich unter die Leute gehen kann. So fällt die Silvesterparty flach und Else 1 und 2 stopfen sich vorm Fernseher mit Chips die eine und Konfekt die andere voll. ELSE WOHIN? machen in ihrem Programm “Nothing else!” die Entdeckung des Leidens. Leid, das weit über Mißgeschicke á la Murphys Gesetz hinausgeht. Die Elses drehen sich mit Elan um ihre eigene Jammerachse und in musikalischen Einlagen lehren sie die Zuschauer verschmitzt das lustvolle Leiden am Leid selber. “Nothing else!” ist kein gewöhnliches Kabarettprogramm, sondern eine “kabarettistische Komödie in drei Akten” mit einem durchgehenden Handlungsstrang, wobei die Elses im Unterschied zu einem Theaterstück mit dem Publikum agieren. Hinreißend komisch spielen Heike Röttger und Andrea Nicke ihre Elses, Schlagersängerin mit Vicky-Leandros-Polypen die eine (Nago Maggiore im ´Nehee...!), Dichterin die andere. Ihre Figuren sind die Else in jedem von uns, die an dem ganz normalen Alltagswahnsinn zu verzweifeln droht. Wenn die Elses frustriert in ihrem plüschigen Wohnzimmer vor dem Fernseher hängen, auf Mitternacht warten und sich am liebsten umbringen wollen, dann erkennt man seine eigene Furcht vor dem Alleinsein. Höhepunkte und Markenzeichen von ELSE WOHIN? sind die synchron gesprochenen Mutter-Telefonate. In perfektem Timing jammern, heulen und haspeln sie in den Hörer, getrieben von der schlimmsten Befrüchtung, Mama könnte zum Trösten vorbeikommen wollen! ELSE WOHIN? sind übrigens auf der Freiburger Börse zu begucken. Es lohnt sich!  



    Termine

    Zeche Carl:

    Montag, 08.03.                     Francesca de Martin “Guckt ja keiner”

    Dienstag, 09.03.                   Jürgen Beeker “Da wissen sie mehr als ich”

    Freitag, 19.03.                     Fritz Eckenga “Ich muß es ja wissen”

    Mittwoch, 17.04.                  Der Telök “Nackt und beknackt”

    Sonntag, 18.04.                    Max Goldt “Sehr zu meiner Freude”

    Donnerstag, 22.04.                Tresenlesen

    Sonntag, 25.04.                    DreiGestirn Köln Eins “Feierabend”

    Donnerstag, 11.05.                Janice Perry “Out from Underground”

    Sonntag, 23./30.05.              Casting für Herner Nachwuchswettbewerb “Tegtmeyers Erben”


    ELSE WOHIN?

    04.03.                                     Schwerte, Giebelsaal

    19.03.                                     Köln, Stollwerk

    16.04.                                     Witten, Saalbau

    1999-03-15 | Nr. 22 |





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