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    Wintershow „Mosaik des Lebens“

    Ein Besuch im Varieté et cetera

    Auf welchen Tag freuen wir uns am meisten in der Woche? - Richtig. Auf den Sonntag.

    Der Sonntag, an dem wir den lieben Gott einen guten Mann, einen grünen Baum oder eine langsame Schnecke sein lassen können. Auskatern können. Nichts tun. Relax!

    Man kann aber auch fein essen gehen, Kaffee-Kränzchen abhalten, mal wo anders hinfahren oder ins Varieté et Cetera gehen und sich von der Magie eines zauberhaften, akrobatischen Spektakels einlullen lassen. So machte ich mich am 18.01.15 mit meiner Kollegin auf den Weg nach Bochum.

    artbild_350_Variete1Der Empfangsbereich war schon sehr einladend. Mit geschwungener Schrift stand oben an der Wand über dem Ticketcounter "Lache solange du atmest". Gegenüber oberhalb der Eingangstür "Liebe solange du lebst". Mit einem herzlichen Lächeln wurden wir von Hausherrin Silvia Cabello in Empfang genommen und auf schöne reservierte Plätze verwiesen.

    Jeder Platz war mit einem Stern auf der Tischplatte versehen mit unterschiedlicher abwechselnden Bezeichnungen wie "Diva", "Stammgast", "Mädchen für alles" e.t.c.

    artbild_250_Variete1Da sprach die Liebe zum Detail. Die Kleinigkeiten woran sich die ca. 150 Zuschauer erinnern werden.

    Punkt 19 Uhr ging das Licht im Zuschauerraum aus. Auf die Bühne trat der Nicolas Cage der Zauberer: Alexander Koplin mit einem schönen Einstieg: "Das Streichholz sagt zur Kerze: "Ich glaube wir sind füreinander bestimmt." - "Davon geh ich aus!"

    Er band einige Zuschauer mit in die Show ein. Zum Beispiel hing links oben über der Bühne eine mysteriöse Mosaikkiste, dessen Schlüssel er einen Zuschauer zur Aufbewahrung gab. Einen anderen Zuschauer bat er die ganze Zeit auf die Mosaikkiste auf zu passen. Er holte eine Zuschauerin auf die Bühne und versetzte sie mit Eis und einem Trick in die Kindheit zurück und gab ihr einen Sonderplatz auf der Bühne um sich von dort den nächsten Act, Marco Noury an zu schauen, der eine wunderbare Seilakrobatik mitten im Zelt voll führte.

    Der legendäre Mime Detlef Winterberg war auch zu großen Teilen in die Show mit eingebunden. Mal im Duo mit Alexander, mal als Lieferer von Requisiten, mal als Künstler mit seinen eigenen Nummern. Die Vielseitigkeit dieses Künstlers und Regisseurs kennt keine Grenzen.

    Wunderbare Acts wie

    - Nadja Hawranek, eine Newcomerin die mit einer sinnlichen Tanztrapeznummer die Show einläutete

    - Alla Klyshta, bekannt aus dem „Supertalent“, die sich mit unzähligen Hula-Hoops in eine lebende Springspirale verwandelte

    - Ein fliegendes Geschenk aus Japan: Naoto, der mit Jojos jonglierte, wie Diabolo Spieler mit Diabolos

    - Rymma Hriadunova, die faszinierende Handstandakrobatik zeigte mit einem Hauch von Verruchtheit

    - Detlef Winterberg, der ein neues Kleinkunstgenre öffnete: Comedy ohne Worte. Ein moderner Clown mit Hang zum Slapstick.

    - Marco Noury, der an den Strapaten, die mitten im Zuschauerraum hingen unglaubliche Körperkunst- und Ästhetik bewies

    - Das Duo Reyal mit Partnerakrobatik am Chinesischen Mast

    artbild_450_Variete1Der komplette Abend war gut inszeniert von Regisseur Sammy Tavalis. Das ganze Ensemble ging Hand in Hand. Gegen Ende der Show wurde die Mosaikkiste geöffnet und es kamen Elemente und Sätze aus dem Kasten, die nur in der Show stattgefunden haben, was für große Verblüffung sorgte. Der Moderator verabschiedete sich mit dem schönen Satz „Ich möchte mich bedanken für das Wertvollste, dass Sie uns heute geben konnten – Ihre Zeit!“

    Sehr schmeichelnd und gerührt verließ der Zuschauer den Saal.

    Natürlich findet die Wintershow nicht nur Sonntags statt, sondern von Donnerstags bis Sonntags und sie geht noch bis zum 22.02.2015.

    Alles weitere finden Sie hier:Variéte et Cetera


    Redaktion:
    Jenny Genzke
     

    2015-01-24 | Nr. 86 | Weitere Artikel von: Jenny Genzke





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