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    Aktuelle Kritik: offenes Singen im Theaterhaus Stuttgart


    Aus voller Kehle – Patrick Bopp im Theaterhaus

    Die Rosenau in Stuttgart veranstaltet schon länger ein offenes Singen. Da die Veranstaltungen fast immer lange vorher ausverkauft sind, hat die Rosenau diese Veranstaltung diesmal ins Theaterhaus verlegt, in den zweitgrößten Saal mit 400 Plätzen. Bopp hat große Erfahrungen mit offenem Singen, spielt hervorragend Klavier! Viele kennen ihn noch aus der Gruppe „Fuenf".

    patrck_bopp_singendegasthauBopp beginnt diesen Abend mit Aufwärmübungen. Z.B. Übungen aus der Sprech- und Gesangsausbildung. Mit einem Schuss Humor wird mit Lauten und Konsonanten gearbeitet, aber auch mit Stimmungen wie Wut und Freude. Viele Lieder, die er ausgewählt hat, sind fast allen bekannt. Und wenn das mal nicht der Fall ist, fordert Bopp einen Teil des Publikums auf, einfach mal zu Summen oder Lautmalerei mit Emotionen.

    Lieder wie „Oh Champs Elysees“, Englishman in New York“, „You are so beautifull“, „Lemon Tree“ werden mit Begeisterung mitgesungen. Bopp fordert zum vierstimmigen Gesang auf, hohe und tiefe Frauen und Männerstimmen schaffen das. 


    Gerade  Balladen wie  „Can
    `t help falling in love“ werden mit so einer Inbrunst gesungen, der Geräuschpegel ist enorm, er geht wie beim Rockkonzert vor den Boxen durch den ganzen Körper. Singen tut gut, durch die starken Atembewegungen entsteht ein Wohlfühlerlebnis. Wenn Bopp bei einem Ramazotti-Lied oder einem Cockersong dazu auffordert, den trypischen italienischen Sprachsound überzogen zu  imitieren, oder eine Rockstar-Stimme mit dem gewohnten leichten Krächzen, dann zieht das ganze Publikum mit und freut sich an diesen Spaß machenden Übertreibungen.

    Zum Abschluss gibt es noch eine Langversion von „We are the World“, wobei die Fraktionen aus „nicht Singen Könnenden“ und geübten Chormitgliedern einen tollen Sound produzieren. Besonders beliebt sind die Refrains, wobei Bopp noch mal auf das Original hinweist, wo jeder und jede die Anderen übertönen wollte. Auch das bekommen die Vierhundert locker hin, noch vor dem brausenden Applaus, bei dem sich Publikum und Bopp gegenseitig beklatschen. Nach knapp drei Stunden gehen alle nach Hause, diesmal nicht als Zuschauer, sondern als zufriedene Akteure!

    Redaktion: Bruno Schollenbruch

    Bildnachweis: Patrick Bopp
    2026-05-05 | Nr. 130 | Weitere Artikel von: Bruno Schollenbruch





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