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    Berlin im Sommer: Time to say goodbye


    Der auf die hintersinnige Unterhaltung der 20er-Jahre spezialisierte Robert Kreis hat im Mai ein neues, abendfüllendes Programm vorgestellt. Titel: „Im Wendekreis“. Ort: der große Saal des Renaissance-Theaters. Es ist nicht das erste Mal, dass dieses Haus seine wunderschöne Jugendstilbühne einem Künstler der kleinen Form zur Verfügung stellt. Zuletzt hat hier Desirée Nick mit einem großen Programm brilliert (Trottoir berichtete).

    Kassandra KnebelSeit einiger Zeit ist in Berlin auch regelmäßig englischsprachige Comedy zu sehen. Vor allem Sanjay Shihora in seinem Kookaburra hat mit einer entsprechenden Programmierung wesentlich dazu beigetragen, dass sich die hiesige Szene internationalisiert. Künstler aus diesem Umfeld machen sich nun auf, den Rest der Stadt zu erobern. So etwa Rebecca Carrington. Ihr Bühnenpartner ist ein Cello namens Joe, das aus dem 18. Jahrhundert stammt. „Me and my Cello“ heißt ihr Programm. Nach einem Gastspiel in der Bar jeder Vernunft stand sie damit nun auch im Quatsch Comedy Club auf der Bühne.

    Kulturpessimisten beschweren sich ja gerne, dass die Kleinkunst in den letzten Jahren immer seichter in Richtung Comedy gedümpelt sei. Deutschlands intelligenteste Stand-upperin Anny Hartmann geht hingegen den umgekehrten Weg. Für den Herbst dürfen wir ihr neues Programm erwarten. Es wird den Titel „Humor ist, wenn man trotzdem wählt“ tragen. Und enthalten wird es – politisches Kabarett.

    Und noch ein Blick in die Rubrik „Was macht eigentlich…“: Die Popette Betancor tritt ja schon länger nur noch sporadisch mit ihrem Sitzpop in der Öffentlichkeit auf. In Berlin gab sie sich zuletzt Ende April im BKA die Ehre. Geruht hat sie zwischen ihren raren Shows aber nicht. Sondern ziemlich viel gemalt. Ihre neuen Bilder werden ab September ausgestellt. Allerdings nicht in Berlin, sondern im Kesselhaus in Essen.

    Die virtuellen Internet-Bühnen wie etwa die Videoplattform YouTube haben in den letzten Jahren bekanntlich zahlreiche Künstler gefördert oder überhaupt erst ins allgemeine Bewusstsein gebracht. Manchen ist daraufhin der Sprung in die echte Welt gelungen, etwa René Marik. Nun hat auch der Berliner Toni Mahoni das Reich der Pixel verlassen und sich im wahren Leben materialisiert. Und zwar gleich mit einem Buch namens „Gebratene Störche“, einer Show sowie der CD zur Show. Letztere mit dem Titel „Irgendwatt is immer“. Das Multipack stützt sich auf Mahonis gekonnte Mischung aus Berliner Mauligkeit, absurdem Humor, gutem Musikgeschmack und schlechtem Gitarrenspiel. Nach einer erfolgreichen Spielzeit im BKA geht Mahoni damit nun bis in den Herbst hinein auf Tour.

    Ganz der handgemachten Kleinkunst verpflichtet fühlt sich hingegen immer noch Georgette Dee. Die männlich-weibliche Diseuse begann diesen März mit ihrem neuen Programm, dem sie den Titel „Wo meine Sonne scheint“ gab. Damit kann sie ganz offensichtlich – jedenfalls bis Redaktionsschluss – nicht das verregnete Berlin gemeint haben. Aber Wetter war ja schon immer das, was man daraus macht.

    Dies ist die letzte Szene Berlin im letzten Trottoir. Darum auch von dieser Stelle: Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und alles Gute auf den guten Bühnen der Stadt.

    Redaktion: Susann Sitzler

     

    Termine

    Da dies die letzte Trottoir-Ausgabe ist, nennen wir diesmal keine einzelnen Termine, sondern geben Ihnen hier einen Überblick ausgewählter Spielorte für Kleinkunst in Berlin.

    www.bar-jeder-vernunft.de

    Anspruchsvoll, sehenswert und fast immer ausgebucht: Das Spiegelzelt verzaubert seine Besucher mit historischem Charme und aktuellen Spitzenkräften der Szene.

    www.bka-theater.de

    Über den Dächern von Berlin: Comedy und Chanson auf höchstem Niveau.

    www.comedy-club.biz

    Homepage des Kookaburra-Clubs. Indische Betreiber, regelmäßig englischsprachige Comedy. Die multinationale Adresse.

    www.gruener-salon.de

    Chanson und Tango im stimmungsvollen Salon an der Volksbühne.

    www.kabarettcharly-m.de

    Benannt nach einem bekannten Politökonom. Hier heißen die Programme „Beraten und verkauft“ und „Deutschland, peinlich Vaterland“. Wer die „Distel“ mag, liebt das Charly M.

    www.mehringhoftheater.de

    Wichtigste alternative Spielstätte für politisches Kabarett und anspruchsvolle Comedy in Berlin.

    www.quatsch-comedy-club.de

    Bekannt aus Funk, Fernsehen und durch Thomas Hermanns. Aber auch ohne den Zeremonienmeister immer einen Besuch wert.

    www.scheinbar.de

    Seit 25 Jahren Berlins wichtigste Talentschmiede. Kurt Krömer kam von hier bis in die ARD.

    www.wintergarten-berlin.de

    Große Bühne, großer Auftritt und seit Kurzem wiederbelebt.

    www.wühlmäuse.de

    Hier lacht Charlottenburg. Hier wählt der Chef Dieter Hallervorden noch selbst aus! Die sichere Nummer.

    AdNr:1057

     


    2010-06-15 | Nr. 67 | Weitere Artikel von: Susann Sitzler





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