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    Die Überraschung zuerst ...

     

    ...und eine Erfreuliche obendrein: Das Hansa-Theater Hamburg, einst das in Deutschland traditionsreichste – 1894 gegründete und 2001 geschlossene – Varieté, öffnet wieder seinen Vorhang. Ab Mitte Januar starten im dortigen Plüschambiente Thomas Collien und Ulrich Waller vom St.-Pauli-Theater einen zweimonatigen Versuchsballon mit Akrobatik, Jongleuren und Pudelnummer zu Conférence von Kabarettisten wie Horst Schroth, Heinrich Pachl und Arnulf Rating sowie den Klängen von Ulrich Tukurs Rhythmus-Boys. Das Publikum im 500-Plätze-Etablissement kann dazu an kleinen Tischen einen Theaterteller aus dem berühmten Fischereihafen-Restaurant genießen. Trottoir wird natürlich bei der Premiere dabei sein und ausführlich berichten.

    Mit zwei Premieren machte derweil Alma Hoppes Lustspielhaus von sich reden:

    Wenn der feurige Flamenco „Ronald Pofalla – der Tanzbodenknaller“ das Publikum hinreißt und beim „Hip-Hop-Battle der Bundesländer“ („Nichts kann so geil sein wie Schleswig-Holstein!“) kein Auge trocken bleibt – dann ist nämlich etwas ganz Besonderes im Gange: eine Deutschland-Bühnenreise unter dem Motto „Grundlos eitel“ der Hamburger First-Class-a-cappella-Comedians LaLeLu. Am ausverkauften ersten Abend wurde das geistreiche Anarcho-Quartett – Sören Sieg (Tenor, Texte, Arrangements), Tobias Hanf (Bass), Jan Melzer (Bariton) und der fulminante finnisch-deutsche Neuzugang Sanna Nymann (Mezzosopran) – denn auch angemessen gefeiert. Die klassisch ausgebildete Musikalität der Truppe mit ihrer Spannbreite zwischen Kirchenlied und Popsong verbindet sich im neunten Programm seit 1994 (nach der Oper „Nimm mich! Die Hochzeitsshow“, 2006) zur schräg-eleganten, witzig-dreisten und doch irgendwie liebevollen Hommage an ein „Land, das viele nur vom Hörensagen kennen.“

    Etwas später präsentierte Kai Magnus Sting seine „Theaterschlachten“ (Regie: Nils Loenicker). Der seriös aussehende Schnellredner (30) aus Duisburg, vielfach preisgekrönter Hüsch-Schüler, rechnete ab mit der Welt als Bühne und der Bühnenwelt – so gestaltete er im Alleingang eine typische Boulevard-Komödie samt „Massenszenen im Wandschrank“ sowie eine Stadttheaterkantinen-Debatte von Faust, Nathan, Wilhelm Tell und Kollegen zum Thema „Wer ist der wahre Klassiker?“. Sting, den man immer dann am liebsten hat, wenn er sich gehörig aufregt, animierte sein Publikum immer wieder zum Mitwirken und zu herzlichem Applaus. Dennoch litt seine Vorstellung noch unter unklarer Struktur, langwierigen Ausschmückungen sowie mangelnder Textsicherheit.

    Das Schmidt-Theater lud ebenfalls ein: Anlässlich ihres Einstiegs in den DVD-Special-Interest-Markt Kleinkunst – mit dem neuen Label „Universal Comedy“ – präsentierten Universal Pictures Germany vor Ort die dreibändige Sonderedition „Schmidt Comedy Show“. Fans können nun Höhepunkte des Kiez-Klassikers „Schmidt Show“ mit Kult-Stars wie Emmi & Herr Willnowsky, Kay Ray, Konrad Stöckel oder auch der Hula-Hoop-Artistin Victoria Lapidus kaufen und getrost nach Hause tragen.

    Redaktion: Ulrike Cordes

    2008-12-15 | Nr. 61 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes





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