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    Ein Jubiläum und zwei Newcomer

    Wenn man an Kabarett in München denkt, kommt die Lach- & Schießgesellschaft ganz weit oben in der Liste der zu besuchenden Lokalitäten – und das bereits seit 50 Jahren. Am 12. Dezember 2006 feierte die „Lach & Schließ“ ihren runden Geburtstag. Der Feierreigen begann aber bereits viel früher: im September erschien das große Buch zum Jubiläum, das viele Originaltexte, Szenenfotos, Plakate und Karikaturen enthält. Für eine kompetente Aufbereitung der wechselhaften Geschichte des Etablissements sorgte der Journalist Matthias Kuhn. Am 3. Oktober ehrte der Bayerische Rundfunk den Jubilar mit einer 90-minütigen Sendung, die, ebenso wie das Jubiläumsprogramm des aktuellen Ensembles, den Titel „Verlängert“ trägt. Querschnitte aus den Programmen der vergangenen Jahre, Gespräche und Interviews wurden zu einer gelungenen Mischung zusammengefügt. Im neuen Programm schlüpfen Sonja Kling, Ecco Meinecke und Thomas Wenke in verschiedene Rollen und präsentieren eine Politsatire, die sich rund um das heruntergekommene Wohnhaus „Große Freiheit Nr. 50“ abspielt, das einem großen Shopping-Center weichen soll. Neben aktuellen politischen Themen hat Regisseur Ulf Goerke auch Rückblicke auf die vergangenen fünf Jahrzehnte eingebaut.

    Relativ neu in der Kabarettszene in und um München sind dagegen zwei Veranstaltungsorte, die mit ganz unterschiedlichen Konzepten aufwarten. Die Augsburger Kresslesmuehle soll nach dem Willen ihres Betreibers Hans-Joachim Ruile zur Kabaretthochburg ausgebaut werden. Der 3. Augsburger Kararettherbst wartete deshalb auch mit Schwergewichten wie Michael Altinger, Rick Kavanian oder Django Asül auf. Klaus Kohler gab in bewährter Weise den „beflügelten Mann“ und überzeugte einmal mehr durch sein schauspielerisches Talent. Aber auch weniger bekannte Künstler finden dort ihren Platz. Die Passauer Saudiandln geben mit „Gstanzl II“ deftige, typisch bayerische Vierzeiler mit Akkordeonbegleitung zum Besten. Katharina Herb erzählt, was Sie schon immer über Opern wissen wollten, und dabei gelingt es ihr, deutsche Texte so einzusetzen, dass aus Arien Orgien werden. Und die Fortsetzung ist in Aussicht, denn auch für den Augsburger Kabarett-Frühling ist ein ausgewogenes Programm angekündigt.

    Als „Wohnzimmer der Künstler“ ist das Vereinsheim konzipiert. Neben der Übertragung aller Fußballspiele bei äußerst moderaten Bierpreisen kann das neue Lokal in der Occamstraße mit einigen bekannten Namen aus der Kabarettszene aufwarten: Martina Schwarzmann war samt ihrer Band ebenso hier zu Gast wie Titanic-Chefredakteur Thomas Gsella. Die musikalische Sonntagsreihe dient als Plattform für verschiedene Projekte aus dem Netzwerk der „Konferenz“ – in Person von Gerd Baumann, Wolfgang Gleixner, Leo Gmelch, Yogo Pausch, Wolfgang Roth, Peter Tuscher und weiteren Musikern. Und jeden Montag heißt es Blickpunkt SPOT, wenn das Vereinsheim zur offenen Bühne wird. Was Sie erwartet? Lassen Sie sich überraschen. Das wechselnde Bühnenprogramm kann mal Musik, mal mehr Spaß sein. Und vielleicht entpuppt sich die offene Bühne als Brutstätte für künftige Kabarett-Giganten. Zu wünschen wäre es den Veranstaltern auf jeden Fall.

    Und am 29. November fand im Bürgerhaus Garching die Eröffnung der vom Deutschen Kabarettarchiv aus Anlass des 50. Geburtstags der Münchener Lach und Schießgesellschaft gestalteten Ausstellung Denn sie müssen nicht, was sie tun… - Fortsetzung folgt!  im Rahmen einer Talk-Show statt. Es nahmen teil: Das aktuelle Ensemble der „Lach + Schieß“, Geschäftsführer Till Hofmann und Senior-Autor Klaus Peter Schreiner. Die Moderation übernahmen Walter Schumacher und Jürgen Kessler. Die Ausstellung wird noch bis 31. Dezember zu sehen sein.

    Redaktion: Gerti Windhuber

     

     

    Termine:

    Lustspielhaus:

    09.01.–14.01.: Ursus und Nadeschkin „Weltrekord“

    21.01.: Uwe Steimle „Günther allein zu Haus“

    14.02.–17.02.: Hagen Rether „Liebe“

    28.02.–03.03.: Alf Poier „Kill Eulenspiegel“

    06.03.: Werner Koczwara „Warum war Jesus nicht rechtsschutzversichert?“

    20.03.–31.03.: Andreas Giebel „neues Programm“

     

    Vereinsheim:

    06.–07.01.: Ludwig Müller „Geehrt und gefedert – Best of“

    18.01.: Juan Moreno „Von mir aus“

    31.01.–01.02.: Fatih Cevikkollu „Im Dienst am ‚Fatihland’“

     

    Lach- und Schießgesellschaft:

    02.–13.01.: Lach&Schieß-Ensemble „Verlängert“, Jubiläumsprogramm 50 Jahre

    07.–08.01.: Claus von Wagner „Im Feld“

    16.–20.01.: Kom(m)ödchen Düsseldorf „Couch. Ein Heimatland“

    06.–10.02.: Malediva „Ab heute verliebt!“

     

    Drehleier:

    09.–14.01.: Ulla Wagener & Hermann van Ulzen „Streng gemein“

    17.–21.01.: Christian Überschall „Dr. Sprüngli Trilogie“

    23.–28.01.: Peter Shub „Für Garderobe keine Haftung“

     

    Prinzregententheater:

    18.2.: Valentin Karstadt Theater München „Die Orchesterprobe und andere Katastrophen“

     

    Philharmonie:

    24.03.: Hans Liberg „Die Neunte“

    2006-12-15 | Nr. 53 | Weitere Artikel von: Gerti Windhuber





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