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    Familie Flöz mit 2 Premieren!

    Wieder einmal ein großer Wurf gelungen ist Familie Flöz mit „Infinita“.

    Die Uraufführung am 5. Oktober im Berliner Admiralspalast hat wohl viele Herzen geöffnet. Es ist immer wieder unglaublich, wie vielsagend starre Masken sind und wie beredt die Stille sein kann! Vier großartige Maskenspieler schlüpfen in 15 Rollen. Dabei sind sie körpersprachlich absolut überzeugend als klapprige Greise oder taumelnde Zweijährige.

    Das Stück ist ein poetisches Mosaik über das Leben selbst. So nimmt man teil am Leben im Altenheim und an Friedhofsbesuchen, spürt die Traurigkeit, Tristesse und Melancholie und ist zugleich verwundert, wie unterhaltsam, ja, auch komisch das sein kann. Dann wieder erlebt man die ersten Laufversuche eines kleinen Menschen. Im Hintergrund Projektionen und Schattenspiele von Trickfilm-Künstler Andreas Dihm, die, zusammen mit gefühlvoller Musik, eine wunderbare Atmosphäre schaffen.

    Dem Werk wohnt eine Poesie inne, die weise und komisch zugleich ist, sodass man sich zwischen Lachen und Weinen nicht entscheiden kann.

    Die zweite Premiere gelang dann am 23. November mit dem Stück „Hotel Paradiso“. Die friedvolle Atmosphäre im Berghotel Paradiso wird jäh gestört, als ein Gast tot aufgefunden wird. Das Haus ist ausgebucht – die Leiche muss weg. Urs, der Portier und Hotelmanager, versucht, alles zu vertuschen, doch die Wirklichkeit ist unerbittlich und der Tote verhält sich höchst ungewöhnlich. Urs und seine Mannschaft werden vom Frühstück bis zum Betthupferl in einen Strudel von alptraumatischen Ereignissen verwickelt. Das eingespielte Team zerfällt und in 2.000 Metern über dem Meeresspiegel regieren Misstrauen und Verrat. Die Luft wird dünner und dünner und die Angst, als Sündenbock verjagt zu werden, macht aus freundlichen Hotelangestellten getriebene Gauner. Ein mysteriöser Gebirgskrimi zwischen schwindelerregenden Höhenzügen und dunklen, bodenlosen Abgründen. Und ein wunderschön verzwickter Alptraum, magisch und gespenstisch, an einem Ort, wo die Zeit stehen geblieben scheint. Herrlich! – Trotz Tourneen durch ganz Europa gibt es auch Vorstellungen in Deutschland.

    2006-12-15 | Nr. 53 |





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