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    Ein Saarländer in München

    In die Ferne gingen die Münchner Kabarett-Preise dieses Sommers. Ein Mann aus Saarbrücken darf sich Gewinner des Paulaner-Solos nennen. Detlev Schönauer überzeugte das Publikum mit seinen Szenen aus „Jacques' Bistro" und empfahl sich fern der saarländischen Heimat vor allem als Imitationskünstler.

    Das Besondere des mit insgesamt 14.000 Mark dotierten Kabarett-Preises ist, dass das Publikum selbst in einer Art k.o.-Verfahren den Besten ermittelt. Den Zweiten Preis errang der Kölner Christoph Brüske. Platz drei ging an den Freiburger Frank Sauer. Nach Soest ging der Künstlerpreis der Stadtsparkasse München, der auch heuer wieder im Rahmen des Tollwood-Festivals verliehen wurde. Fünf Künstler zeigten in jeweils 15 minütigen Kurzprogrammen ihr Können. Johann Köhnich wusste mit Szenen aus seinem sonderlichen Leben die Jury am Besten zu überzeugen. Der Westfale aus Soest erzählt trocken und selbstironisch Alltagsgeschichten u.a. vom Aufstehen, vom Bahnfahren bis hin zu einer angeblichen Zuganzeige "Johann Köhnich ist doof".

    Der diesjährige 10. Bayerische Literaturpreis geht am 24.10. an Gerhard Polt. Als "ein bedeutender Satiriker und Menschendarsteller in der Tradition Nestroys", so die Jury in ihrer Begründung sei es Polt "mit traumwandlerischer Sicherheit" gelungen, Schlaglichter auf das Wesen der bayerischen Seele zu werfen. Der nach dem Dichter Jean Paul benannte Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 25.000 DM verbunden.

    Ins nur etwas 80 km von München entfernte Ingolstadt ging der erstmals von der Privatbrauerei Schweiger ausgelobte Kleinkunstpreis an Star Fours, die sich selbst als „Boygroup des bayerischen Musikkabaretts" bezeichnen und in Ottersberg bei München einfach nicht zu schlagen waren.

    Von den Bergen Münchens ins Bergische Land nach Schwelm, Nordrhein-Westfalen: Dort wurde am 10. Juni der erste Schwelmer Kleinkunstpreis vergeben. Der Initiator, Organisator und Moderator Jürgen Scheugenpflug hat diesen Preis als reinen Publikumspreis angelegt und so waren die Zuschauer in den Vorrunden und auch beim Finale aufgerufen, durch Punktvergabe einen der drei nominierten Künstler zum Gewinner zu küren. Es wurde ein knappes Kopf-an-Kopfrennen, das Ingo Börchers aus Bielefeld schließlich für sich entscheiden konnte. Zweiter wurde Andreas Breiing aus Münster und Dritter Moses Wieczorek aus Essen.

    Der Kleinkunstpreis Heilbronner Lorbeeren erlebte 2001 seine dritte Auflage. Inzwischen einer der begehrtesten und hoch dotierten Wettbewerbe, lockte er auch dieses Jahr viele hoffnungsvolle Talente nach Heilbronn. Drei rasante Newcomer-Shows in den Sparten Comedy, Varieté und Kabarett fanden im Rahmen des ebenso renommierten Gaffenberg-Festivals statt. Die Jury, darunter auch Festival-Künstler wie Sissi Perlinger, hatte keine leichte Wahl. Sieger der Sparte Kabarett wurde Christoph Sieber, der mit seinen wie aus dem Handgelenk geschüttelten Kommentaren zum aktuellen Zeitgeschehen beeindruckte. Der Pantomime, Schauspieler und Parodist erschien in Heilbronn wie ein Hoffnungsträger einer neuen Kabarettgeneration. Das Duo Poppschutz, das das Genre "Popmusik" gekonnt auf den Arm nahm, und Sebastian Schnoy, der in vermeintlich unspektakulären Erlebnissen die meist unfreiwillige Komik des Lebens entdeckte, folgten auf den Plätzen.

    Martin Lüker & Guido Klode holten die Goldenen Lorbeeren in Sachen Comedy. Ihre Tante Lilli, die Quasselstrippe mit Lockenwicklern und frisch gestärktem Prilblumenkittel, könnte bald zur Kultfigur werden. Zweiter wurden Die Sonderlinge, die mit clownesken Späßen die Zuschauer direkt angingen; Dritter wurde Calvero, der mit einer eigenwilligen und surrealer Poesie das Publikum zum Staunen und zum Lachen brachte.Die Sparte Varieté präsentierte artistische Höchstleistungen. Allen voran Stefan Zimmermann, der atemberaubende neue Jongliertricks zeigte, die außer ihm nur wenige Jongleure beherrschen. Mit Silbernen Lorbeeren wurde Matthias Rauch geehrt, der sich als Meister der magischen Königsdisziplin, der Manipulation zeigte. Bronze gab es für die Kontorsionistin Davaana Jargal, die mit strahlendem Lächeln die Gesetze der Anatomie und Schwerkraft außer Kraft setzte.

    Die Ulmer Pop-Band Siamoon hat den mit DM 30.000,-- dotierten JOHN-LENNON-TALENT-AWARD gewonnen, den renommiertesten bundesweiten Talentpreis der Sparte Popmusik. Hierfür hatten sich 1600 Bands beworben. In der Jury befanden sich so bekannte Namen wie Klaus Meine (Scorpions), Keith Scott (Brain Adams Band) oder Smudo (Fanta 4). Der Preis beinhaltet eine 2-Jahres-Förderung der Band in alles Bereichen des Musibusiness.

    Vor den Toren Hamburgs lief im Wonnemonat Mai das zweite Pinneberger Kleinkunstfestival "Comedy & Arts": Internationale Feuerspucker und Pantomimen, Jongleure und Hochradfahrer verwandelten die Fußgängerzone zur Freude von Zehntausenden in eine Bühne. Den Zweiten Pinneberger Kleinkunstpreis erhielt Chaos-Jongleur Bobarino Gravittini aus Rhode Island / USA.

    Das Theater am Küchengarten verlieh erstmals neben dem schon bewährten Gaul von Niedersachsen ein Fohlen als Nachwuchspreis. An vier Abenden präsentierten sich 13 Nachwuchskabarettisten dem TAK-Publikum und der Presse. Und der Gewinner ist ... nein, nicht Matthias Brodowy, der auch teilnahm, obwohl er doch fast nicht mehr unter den Nachwuchs rechnet - er wurde zweiter. Der Gewinner des Fohlens wurde Christoph Sieber, der nun sein gesamtes Programm in einem viertägigen Gastspiel im Herbst im TAK vorstellt. Von Sybille Hein und & die kleinen Wahnsinnigen über Die Heckenschützen bis Kai Magnus Sting präsentierten sich insgesamt eine nicht unansehnliche Runde, und das Publikum spielte hervorragend mit. Wer also Lust hat, im nächsten Jahr dabei zu sein: Infos unter www.tak-hannover.de.

    Der Wettbewerb um den 10. Koblenzer Gauklerpreis ging in diesem Jahr vor einem prächtigen 3-tägigen Jubiläumsprogramm mit vielen ehemaligen Preisträgern der vergangenen zehn Jahre über die Bühnen der Altstadt am Rhein-Mosel-Dreieck. Das Clownduo Gogol & Mäx belegten den ersten Platz vor dem Comedy-Akrobatik-Duo Get a Grip (neue Homepage: www.getagrip.de) und der bayerischen Comedy-Jodel-Wahnsinns-Step und -Schuhplattler-Band Die Giesinger Sautreiber. 

    2001-09-15 | Nr. 32 |



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