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    Linksradikales

    Wir sind nicht zu verbieten (Libresso Tel.: 0911-225036; 21 Tracks, Booklet mit Infos) nennt die Linksradikale Liedertafel ihre CD mit internationalen Arbeiterliedern. Das Cover ziert ein Foto einer Gruppe entschlossen dreinblickender Damen. Doch so markig sich Titel und Titelbild auch geben, so kraftlos und schwach ist der Gesang. Es ist eine enttäuschende Darbietung, ohne Betonung und ausdrucksarm. Die Moorsoldaten scheinen zum Osterspaziergang auszugehen. Eine deutliche Aussprache, ein gerolltes "r" und ein festes "t", damit ließe sich einiges verbessern. So lassen sich linke Kultur und Arbeiterlieder nicht lebendig halten, die Liedertafel verspielt ihren Anspruch. Ich jedenfalls verbiete mir diese CD.

    Ein Sogenanntes Linksradikales Blasorchester (Trikont 0258-2, Doppel-CD, 30 Tracks, Booklet mit Infos) hatte Ende der Siebziger in Frankfurt/M zu Demonstrationen und in Konzerten flott und geistreich aufgespielt. Sie wollten politische Musik spielen, die nicht die abgegriffenen Formen hatte. Sie suchten neue ästhetisch anspruchsvolle Möglichkeiten, sie hatten Ironie und Witz, sie besaßen Engagement und Verve. Texte von P.P. Zahl, Musik von Eisler und Zappa, Jazz, Weihnachtsmusik und viele musikalische Zitate, Anspielungen, Schräges und Verfremdungen finden sich auf diesen unerhörten CDs. Übrigens, Theaterbesucher aufgemerkt, ein gewisser Heiner Goebbels spielte seinerzeit in dieser Formation.

    Sonja Gottlieb singt Bertold Brecht (Neue Impulse Tel.: 0201-45127; 21 Tracks), sie singt ihn gut aber nicht überzeugend. So inbrünstig, so ehrfürchtig und hingebungsvoll, mit hoher glockenklarer Stimme verliert der Brecht die Ecken und Kanten. Das Solidaritätslied mutiert dabei zum Choral. Sie will den ganzen Brecht zeigen, vom Kampflied bis zum Liebeslied. Doch ich fürchte sie meint es zu gut. Den Dreck und Gestank im Ballhaus in Bilbao muß man auf der Zunge fühlen. Nanna hat nicht vom Mädchenpensionat gesungen, sondern vom Puff. Mehr Schärfe, mehr Pfiff aber auch eine größere Distanz und weniger Verklärung täten diesem klugen intellektuellen Frechdachs besser.

    Laßt Euch Nicht Verführen! (Deutsche Grammophon 459814-2; 39 Tracks) mahnt uns Katja Ebstein bei ihrer Brecht-CD. Das vermag sie auch nicht so recht mit ihren Interpretationen. Technisch ist da natürlich nichts zu bekritteln, Frau Ebstein beherrscht ihr Handwerk. Ihre samtige stimmliche Mittellage kommt diesen Chansons und den rezitierten Texten entgegen. Doch sie ist etwas zu lieblich, zu weich in ihrem Ausdruck. Der Brecht hat doch (u.a.) für eine kämpfende Arbeiterbewegung geschrieben. Ohne falsches Pathos, aber von der Härte der Auseinandersetzungen und der Festigkeit des Engagements muß man mehr spüren. By the way, eine bemerkenswerte Karriere vom Schlagerstar zur ernsthaften Interpretin, wollt ich nur mal sagen.

    Ich Bin. Weil ich Bin. (Unicorno Records Tel.: 03528-440881; 18 Tracks, live) lautete der Titel eines Kurt-Weill-Abends von Andrea Thelemann im Staatsschauspiel Dresden. In Deutschland ist er vor allem durch seine genialen Vertonungen der Brecht'schen Texte in den Zwanzigern bekannt: Dreigroschenoper, Mahagonni und Happy End. Er hat dann später im amerikanischen Exil noch viel für Hollywood gearbeitet. Aus beiden Phasen hat Fr. Thelemann Lieder auf ihrer CD. Die (bekannten) Brechtlieder präsentiert sie etwas künstlich überzogen; an einem Theaterabend muß frau ja auch zeigen was sie alles kann. Bei den amerikanischen Songs ist ihr Vortrag schlichter, echter. Diese überzeugen daher auch mehr. Da man sie auch seltener hört, sind sie die eigentliche Entdeckung der CD. Für die flotte musikalische Begleitung sorgen die vier Mann der Kurzweil-Foundation.

    Den zweiten großen und völlig unterbewerteten (und totgeschwiegenen) Brecht-Komponisten Hanns Eisler stellt H K Gruber mit Roaring Eisler (RCA/BMG 74321568822; 27 Tracks, Booklet mit Texten und Infos) vor. Eine bemerkenswerte Scheibe! Der Wiener Musiker, Komponist und Dirigent H K Gruber singt die Chansons und dirigiert das Ensemble Modern (Frankfurt/M). Die 7 Lieder und 4 Suiten sind zwischen 1930 und 1934 entstanden. Solche Kraft im Ausdruck, dieses Feuer im Vortrag von Herrn Gruber, das ist meisterhaft. Da kommt der Charakter der Lieder zur Geltung, sie wirken frisch. Zusammen mit den Suiten stellt die CD einen gelungenen Einstieg in das Werk eines der bedeutensten Komponisten dieses Jahrhunderts dar.

    Der alte Meister in Sachen Arbeiterlieder, Brecht, Weill, Eisler und Dessau ist unbestritten Ernst Busch. Seine präzise, feste Diktion, sein sparsamer aber genauer Ausdruck bewirken eine Eindringlichkeit, die einzigartig ist. Sicher es ist unfair andere an ihm zu messen, aber man kann bei ihm schmuhlen. Die deutliche, kräftige Aussprache, das gerollte "r", sein "t", die Betonungen, die Interpretation, hier kann man/frau es lernen. Drei neue CDs, mit Aufnahmen aus den Jahren 1946-1953, dieses genialen Sängers und Schauspielers sind jetzt erschienen: Wie können wir je vergessen (Edition Barbarossa 01384-2/Vertrieb BMG; 18 Tracks, Booklet), Fort mit den Trümmern (EdBa 01385-2/Vertrieb BMG; 17 Tracks,Booklet), Fragen eines lesenden Arbeiters (EdBa 01386-2/Vertrieb BMG; 20 Tracks, Booklet). "Lied der Zeit" hieß die Plattenfirma, die Ernst Busch von 1946 bis zur Enteignung 1953 in der DDR besaß, von deren Veröffentlichungen die meisten Lieder stammen. Auf der ersten CD sind Arbeiterlieder und Lieder aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Die zweite CD versammelt Lieder aus den Fünfzigern, geprägt durch den Koreakrieg und den sich verschärfenden Kalten Krieg. Wie brillant er auch als Schauspieler war, belegt die dritte CD. Auszüge aus Goethes Faust weisen ihn als überragenden Mephisto aus. Selbst bei den Liedern der CDs, über die die Zeit hinweggegangen ist, deren Text heute einigermaßen unerträglich ist, erweist sich sein Können. Man kann sich schon auf neue Veröffentlichungen freuen, aus seiner Aurora-Reihe, die hoffentlich bald folgen.

    Harmloseres

    Na ja, ganz so harmlos ist das Duo Joint Venture mit ihrer CD Extremliedermaching (Capriola/Vertrieb EFA 07145-2; 14 Tracks, Booklet mit Texten) nun auch wieder nicht. Reichlich freche Texte leisten sich die beiden Herren  über Alkohol und Drogen, 'nen geklauten Bierkasten, Spießer, Markt und Marx die große Karriere und die Wunderschlampe. Feinste Musik, quer durch einige Stile, rundet eine intelligente und erfreulich respektlose (heutzutage selten) Scheibe ab, die Freude macht.

    Atemzüge (BMG Ariola 74321691492; 13 Tracks, Booklet mit Texten) bringt Georg Danzer zu Gehör. Es sind die melancholischen Reflexionen eines älteren Herren. Zwischen Liebe und Krise, Verlust und Aufbruch, Lust und Langeweile und einer Menge Erinnerungen sind diese schönen stimmungsvollen Lieder so recht etwas für die herbstliche Abende.

    Der fleißige Tim Fischer ist ein rechter baby boy (Tim Fischer Chansons 4019109100074; 20 Tracks, 64'13 min). Mit seinem langjährigen Partner am Klavier, Thomas Dröschel, ist wieder eine hörenswerten Chanson-CD entstanden. Es ist immer angenehm, wenn er nicht versucht alle Schrillheiten, deren er fähig ist, vorzuführen. So ist auch diese CD ruhiger, ernsthafter, besser. Er mag anscheinend Georg Kreisler sehr, auf seinen letzten Veröffentlichungen finden sich häufig dessen Lieder.  Doch auch Brecht, Feuchtwanger, Spoliansky, Hollaender, C. Frost, Pigor/Eichhorn und Lou Reed sind vertreten. Seinen einfühlsamen Gesang zu erwähnen ist fast überflüssig, Chansonfreunde werden ihre Freude an ihm haben.

    Jeder hat mal angefangen, und so macht es Sinn, daß Daniel Steiner sein Debüt Steiner eins (D.Steiner Tel.: 030-85965471; 21 Tracks) nennt. Mit der Unterschrift: Knef, Brasilianisches auf deutsch, Disco und Eigenes ist der Inhalt fast beschrieben. Von Ludwig Eichrodt einem Amtsrichter des letzten Jahrhunderts aus Mannheim sind ebenfalls drei Lieder vertreten. Daß seine Stimme etwas flach ist und es ihr noch an Charakter fehlt, offenbaren die Knef-Lieder. Mal sehen wie er sich weiterentwickelt.

    Viel harmloser, aber sehr nett ist die CD Friedrich Schliemann singt Richard Germer und Hamburger Lieder (F. Schliemann Tel.: 040-2202912; 18 Tracks). Freundliche, dezent schlüpfrige Lieder von Hamburg, Hafen, Seefahrt und Meer. Das hat die Romantik, die in jeder Region gepflegt wird, aber ohne überheblich zu sein. F. Schliemann unterstreicht mit seinem unaufdringlichen Vortrag diesen überaus freundlichen Eindruck.

    Wenn Gerlinde Kempendorff als Diseuse goes Opera (Duophon 01863; 14 Tracks, live) auftritt, geht es ihr nicht um Unauffälligkeit. Genau das Gegenteil wird angestrebt. Sie parodiert sich nach Texten von Roland Müller durch das klassische musikalische Erbe, bzw. bringt Lieder/Texte  zum Thema von Georg Kreisler, Walter Mehring und Lene Voigt. Ein albernes Programm auf hohem Niveau, das Kim Eustice am Klavier begleitet.

    Bach Drei Barden- Eine Band haben ein kleines feines CDchen unter dem Titel Käpt'n, Käpt'n (S.Kugler Tel.: 0911-6588104; 5 Tracks) auf den Markt gebracht. 3 Liedermacher mit Gitarre und Baß, die vor allem musikalisch bestechen.

    Da reist ein Herr aus Zürich, Witold Ming, nach Australien und besingt seine Erlebnisse in Züridüütsch (für hochdeutsche Ohren schwer verständlich) mit Sax und Didgeridoo. Film ab (Zytglogge 4855; 13 Tracks, 59:05 min, Booklet mit Texten) lautet der Reisebericht, voller Ironie und geheimnisvoller, schräger Töne. Wenn man sich in den Dialekt etwas eingehört/eingelesen hat, macht's Spaß.

    Jedes Jahr am ersten Juliwochenende wird in Rudolstadt das Tanz- und FolkFest durchgeführt. Eine Jury der Veranstalter, u.a. vom Magazin Folker! und der Interessenvertretung Profolk, verleihen dabei einen Preis und ermöglichen den Preisträgern eine CD-Veröffentlichung. Deutscher Folk Förderpreis 1999 (Thein Tel.: 02421-348048; 8 Tracks, Booklet mit Infos) heißt das dann, und ging an Das Blaue Einhorn, Robert Zollitsch und Naßler & Schneider. Die Einhörner kommen aus Dresden und singen auf deutsch ein ungarisches, ein französisches und ein jiddisches Lied. R.Zollitsch jodelt und spielt Diskantzither (Was das ist? Siehe Booklet!), bzw. berichtet in einem bayrischen Sprechgesang über eine fremde unverständliche Stadt. Naßler & Schneider machen "akustische Gitarrenmusik mit Latin-Jazz-Touch" (Booklet). Die Jury hat eine gute Wahl getroffen, die drei Sieger können sich hören lassen.

    Als mit dem Film über die Comedian Harmonists eine breite Renaissance dieser Gesangsformation einsetzte, wagte sich die Komödie am Kurfürstendamm ein Stück über die Gruppe auf die Bühne zu bringen. Veronika der Lenz ist da (Duophon; 8 Tracks, live) wurde ein großer Erfolg, nicht zuletzt weil die Darsteller auch stimmlich überzeugten. Die acht Titel wurden beim Gastspiel in der Komödie Dresden aufgenommen.

    Die Arnold Hänsch Jazz Band spielt Konfus (Duophon 01653; 15 Tracks, Booklet mit Infos). Heiterer Swing für den netten Nachmittag.


    Die Wahrheit über Deutschland

    (Nr.3/ WortArt 78060; 23 Tracks) erfährt man im Kabarett. Ein Sampler mit Programmauszügen von Vertragskünstlern, die an dieser Stelle einzeln schon/noch besprochen wurden/werden (Nuhr, Rogler, Decker, Deutschmann, Hüsch & Hogler u.v.a.). Ein Appetithäppchen.

    Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker Basta! (BMG/Hansa 74321600542; Doppel-CD, 33 Tracks, 115:12 min, live). Da redet sich einer durch den schwierigen saarländischen Alltag, kommt vom Hundersten zum Tausendsten und immer wieder auf eines zurück: Steffan will Kroketten statt Kartoffeln. Ein Ignorant, der alles ganz genau weiß, auch "net mehr wie schaffe" kann, aber nix geschafft bekommt. Ein wunderbarer Dummschwätzer über Computer, das Wetter, Vegetarier na und, und, und.

    Live in Gelsenkirchen (Sony music COL 4951619; 13 Tracks, live) hat es der Essener Herbert Knebel auch nicht leicht. Ob es Zahnschmerzen sind, Hundescheiße, Inliner oder die Wettervorhersage, das Leben schenkt ihm nichts. Aber er dem Leben auch nicht, eher regt er sich drüber auf. Wer meckert hat mehr vom Leben, nach dieser Devise stänkert er sich urkomisch durch die Zeit und das Ruhrgebiet.

    Doch auch für die jungen Leute ist es schwer. Für Jess Jochimsen heißt es "Friss, vögel oder stirb" (WortArt 78057; 30 Tracks, live). In München als Sohn urbayerischer, überzeugter 68er-Eltern geboren, litt er an der toleranten Diktatur des Guten. Wenn man Mama und Papa nur als Renate und Eberhard kennt und als Gandhi zum Fasching gehen soll, dann sind Schäden programmiert. Das walzt er gelungen aus, haarscharf am Klischee vorbei. Ein temporeiches, überzeugendes Programm, bei dem der junge Mann auch noch mit Musikeinlagen und mehreren Geschichten aus der Froschperspektive glänzt.

    Das Leben ist hart, aber ich bin Hertha (Vertrieb: www.PlanetHertha.de; 20 Tracks, 68:57 min, z.T. live, Booklet mit Texten und Infos) droht/tröstet uns Hertha Schwätzig alias Astrid Irmer. Es ist nicht leicht die Auftritte der zaubernden Kabarettistin von der Bühne auf eine kleine Scheibe zu bannen. Das Programm der Kölnerin, die aus Hessen kommt, ist eine farbenfrohe Mischung aus Zauberei, Rollenspiel, Gesang und Klamauk, alles mit feministischem Einschlag. Es dreht sich um die Sache mit den Männern, den Machos und ihren Norbert. Sie pflegt nicht gerade den feinsinnigen Humor, sondern eher die karnevalistische Sorte. Für die Musik des schrillen Gesamtkunstwerkes Hertha sorgt Jürgen Borrmann.

    Das Hessische ist ja nun an sich ein schrecklicher Dialekt, aber für Komiker ist er gerade dadurch  ideal. Die Gruppe Eisberg babbelt z.B. Grundlos im Freibad (Intercord 4846452; 28 Tracks, z.T. live) einen gar herrlichen Nonsens daher. Sprüche, Lieder, Parodien (z.B. über Akte X), schwul geht's auch zu, alles mit Tempo und Witz, das kann man sich freudvoll anhören.

    Die Schweizer Geschwister Sybille und Michael Birkenmeier berichten über The Phantom of Europera (Zytglogge 4861; Doppel-CD, 33 Tracks, live, Booklet mit Infos). Während einer Reise nach Brüssel zur EU entdecken sie das bürokratische Phantom der Europapolitik. Schweiz rein oder nicht ist dabei nur eine Frage. Ein politisch-literarisches-musikalisches Programm in deutsch und schweizerdeutsch, kritisch und geistvoll.

    250 Jahre Goethe

    Noch Bedarf an Goethe? Na, kommen Sie, ein bißchen geht noch rein! Die geheimen Tondokumente der Geheimen Rats von Goethe (WortArt 78056; Doppel-CD, 155:57 min) lautete eine Sendung im Kulturradio SWR2/SD2. Der Gedanke des Autors Alfred Marquart war, den Dichterfürsten in Originaltondokumenten (festgehalten mittels eines einmaligen Verfahrens in leeren Weinflaschen) plaudernd selbst zu Wort kommen zu lassen. Abgesehen davon, daß man alleine vom Zuhören durch die Menge der geöffneten Weinflaschen schon Sodbrennen bekommt, ist die Idee gelungen. Von seiner menschlichen und allzu menschlichen Seite wird uns das große Werk nähergebracht. Ein freundlich belehrendes Hörvergnügen.

    Um Goethes Willen (Duophon 01873; 14 Tracks, live, Booklet) ließ Volker Kühn eine verunglückte Jubelfeier aufführen. Des Meisters wurde parodistisch gedacht und die gar so würdigen Feiern anläßlich seines Geburtstages veräppelt. Auch sehr nett!   

    Neue CDs Ein HÖhepunkt der Neuvorstellungen auf dieser Seite ist zweifellos die neue Scheibe des Klezmer-Musik-Ensembles COLALAILA "Col Nidrej" (Boulevard Records BLDCD 545, Edel Contraire Hamburg). Irith Gabriely - die Queen of Klezmer wie sie oft bezeichnet wird - spielt Klarinette, wie andere sprechen, lachen oder weinen und l·sst TÖne zu melodischen Emotionen werden. Das Musikrepertoire reicht von klassisch-osteurop·ischer Klezmernostalgie bis zu funkigen Jazzkl·ngen mit einem Spannungsbogen vom ersten bis zum letzten Stück auf dem neuen Album. Live ist sie mit Ihrem Ensemble u.a. demn·chst zu hÖren am 23.11. im Theater Greiz/Thüringen sowie am 03.12. im Jacobs-Saal in Seligenstadt/Hessen.     TonArt-isten - so nennt sich die Sammlung auf der neuen CD von TonArt (Direktvertrieb Tel.: 0441-85 88 93). Auf dem Sampler wurden die beliebtesten (Kleinkunst-)Musiksparten zusammengestellt: A Capella, Chanson, Klezmer, Weltmusik, Folk, Musik-Kabarett und mehr.  

    Redaktion: Rainer Katlewski
    1999-12-15 | Nr. 25 | Weitere Artikel von: Rainer Katlewski





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