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    Appell an die Bundesregierung - Regularien bei Corona-Hilfe anzupassen


    Aktualisiert: # Pressemitteilung Berlin, 08.06.2020

    Allianz der Freien Künste begrüßt Entschließung des Bundesrates und fordert Nachbesserung bei der geplanten Ausgestaltung des Konjunkturpakets

    Die 18 in der Allianz der Freien Künste zusammengeschlossenen Bundesverbände begrüßen die am Freitag, 05.06.2020, gefasste Entschließung des Bundesrates zur „Sicherung von Selbstständigen und Freiberuflern – Hilfen für die Kultur- und Kreativwirtschaft nachhaltig ausgestalten“.

    Diese Entschließung ist ein deutliches Signal der Länder an die Bundesregierung, bei der
    Ausgestaltung des geplanten Konjunkturpakets angemessen auf die Arbeits- und Lebensrealität der soloselbstständigen freischaffenden Künstler*innen und Kunstschaffenden in Deutschland einzugehen.

    Es gibt weiterhin dringenden Handlungsbedarf:

    Erfreulicherweise hat die Politik erkannt, dass die Kunst- und Kulturszene von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie besonders heftig betroffen ist und hat für die Unterstützung dieses Bereichs eine Milliarde Euro bereitgestellt. Dieser geplante Kulturinfrastrukturfonds ist ein dringend notwendiger Schritt, um die Strukturen innerhalb des Kulturbereichs abzusichern und sie durch die Krise zu bringen.

    Allerdings muss eine
    echte Unterstützung von Kunst und Kultur in Kombination mit individuellen Hilfen für Künstler*innen und Kulturschaffende gewährleistet werden, damit die Strukturförderung nicht ins Leere läuft.

    Grundsicherung ist keine Lösung

    Freie Künstler*innen und Kunstschaffende, die bis zum Lockdown von ihrer Kunst leben
    konnten und durch das staatlich verhängte Berufsverbot seit März keine Einnahmen mehr
    haben, werden weiterhin in die Grundsicherung geschickt. Dies erschwert

    unternehmerisches Handeln und verhindert gerade in der Krise unverzichtbare Investitionen
    für freie Kunstschaffende unnötig. Viele von ihnen sind aufgrund bestehender Regularien
    beispielsweise bezüglich Bedarfsgemeinschaften ohnehin von der Grundsicherung ausgeschlossen.

    Künstlerinnen und Künstler nehmen einen immanent wichtigen gesellschaftlichen Auftrag
    wahr. Umso erschreckender ist, dass diese Berufsgruppe in einer solchen Krisenzeit erneut
    durchs Raster fällt. Während in verschiedenen Berufsbereichen eine angemessene Form der
    Krisenhilfe installiert wurde, werden Künstler*innen und Kunstschaffende im Stich gelassen.
    Dabei zeigt der Blick ins europäische Ausland, dass passende Lösungen durchaus möglich
    sind.

    Die Allianz der Freien Künste unterstützt die Entschließung des Bundesrats und fordert die Bundesregierung erneut mit Nachdruck auf, den Leistungen der Akteur*innen der Freien Szene Rechnung zu tragen und bei den Coronahilfen persönliche Lebenshaltungskosten als betrieblich relevante Ausgaben anzuerkennen bzw. Zuschüsse zur Abfederung von Einnahmeverlusten zu leisten!

    Es wird höchste Zeit für eine Kultur- und Sozialpolitik, die Künstler*innen und Kunstschaffenden der Freien Szene passende Hilfe in der Krise bietet und ihnen eine Fortsetzung ihres Schaffens ermöglicht!




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    Allianz_der_Freien_Kuenste_300x248
    26 Bundes- und Landesverbände
    aus den Bereichen Musik und darstellende Künste fordern in ihrem gemeinsamen Appell vom 11. Mai 2020 die Bundesregierung auf, die Regularien bei den bestehenden Corona-Hilfen an den tatsächlichen Bedarf von Solo-Selbständigen aller Branchen anzupassen und insbesondere die spezifischen Lebens-und Arbeitsrealitäten freier Künstler*innen zu berücksichtigen.




    Gemeinsamer Appell an die Bundesregierung

    Erstunterzeichnende Verbände und Initiativen in alphabetischer Reihenfolge:

    • Aktion Tanz - Bundesverband Tanz in Bildung und Gesellschaft e.V.
    • art but fair e.V.
    • BFDK - Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V.
    • Bundeskonferenz Jazz
    • buzz - Bundesverband Zeitgenössischer Zirkus e.V.
    • Dachverband Tanz Deutschland e.V.
    • Deutsche Jazzunion e.V.
    • DTKV - Deutscher Tonkünstlerverband e.V.
    • FREO - Freie Ensembles und Orchester in Deutschland e.V.
    • Forum Musik Festivals GNM -Gesellschaft für Neue Musik e.V.
    • Hans-Flesch-Gesellschaft - Forum für akustische Kunst e.V.
    • IFM - Initiative Freie Musik Köln e.V.
    • IG Jazz Berlin e.V. inm - initiative neue musik berlin e.V.
    • KJK - Kölner Jazzkonferenz e.V.
    • LAFT Berlin - Landesverband freie darstellende Künste Berlin e.V.
    • Landesmusikrat Berlin e.V.
    • Mitteldeutsche Barockmusik in Sachsen, Sachsen Anhalt und Thüringen e.V.
    • TiÖR - Bundesverband Theater im öffentlichen Raum e.V.
    • VAM - Vereinigung Alte Musik in Deutschland VdHR - Verband der HörspielRegie e.V.
    • VDP - Verband Deutscher Puppentheater e.V.
    • ZAMUS / Kölner Gesellschaft für Alte Musik e.V.
    • ZMB - Zeitgenössisches Musiktheater Berlin e.V.
    • ZTB - Zeitgenössischer Tanz Berlin e.V

    Download des Appells

    WebInfo: Allianz der Freien Künste
    2020-06-08 | Nr. 107 |





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