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    Flüchtige Begegnungen mit der Welt


    artbild_mauerbrecher_fluechManfred Maurenbrecher veröffentlicht am 6. Oktober mit "flüchtig" (Reptiphon / broken silence) ein Album über das Unterwegssein. Es geht von Land zu Land, quer durch die Jahrzehnte und durch Gefühls - und Geisteswelten. Der Berliner Liedermacher lässt dabei seine Reisegeschichten Aggregats- und Zeitzustände wechseln, verschmilzt die Neugier früherer Generationen mit Sehnsüchten von heute. Auch mit den Zwängen, die Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Schmerzhafte Reisen. Kein Album, das früh morgens sein Handtuch auf die Liege vor dem All-Inclusive-Pool legt.

    Manfred Maurenbrecher liebt es in Bewegung zu sein. Ob auf einem Spaziergang, dieser kleinen Reise um den Block vor jedem seiner vielen Auftritte, als tourender Musiker, als Kind auf Entdeckungsfahrt mit dem Roller durch Berlin oder als junger Mann mit Rucksack durch ferne Länder. Viele dieser Reisen finden sich in seinen Liedern wieder. Erstmals ist nun ein ganzes Album über das Reisen entstanden, über die vielen flüchtigen Begegnungen mit der Welt, die das Unterwegssein mit sich bringt und wie sie uns und unsere Welt verändern. Flucht und Vertreibung verhandeln ihre Existenz ebenso wie das Schlendern und Flanieren. Nichts ist mehr sicher in Maurenbrechers Liedern, alles befindet sich im Umbruch.

    Der zeitliche Bogen der Stücke reicht weit, manche kommen aus der Vergangenheit, andere rekonstruieren sie, eins spielt in einer geträumten Zukunft. Von Trinidad auf Kuba geht es zum Autoput, einer Landstraße mit Überholspur, quer durch das Jugoslawien der Siebziger Jahre ins damals blühende Afghanistan, 45 Jahre später retour aus den Flüchtlingslagern am Südrand der EU hoch in den reichen Norden. Mit der ersten Band von West-Berlin aus in einem alten Opel Kapitän ins Ruhrgebiet, durch die Augen des Folkmusikers Utah Phillips mit den Hobos im Güterzug durch die USA. Reisen, freiwillig oder erzwungen, aus Not oder Übermut, lebensgefährlich und rettend.

    Geblieben, und das in treuer Weise, ist Maurenbrecher bei seinen Mitmusikern. Die 13 Titel wurden mit der gleichen Band an den gleichen Orten in fast genau der gleichen Art und Weise aufgenommen wie die beiden Vorgängeralben "no go" und "Rotes Tuch“. Beide mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik geehrt, unter der Obhut seines Produzenten Andreas Albrecht, der die  Band wieder erfolgreich unerwartetes Terrain entdecken ließ.

    »Wichtig ist nur, du bleibst flüchtig, einmal angekommen wirst du’s nicht mehr sein.«

    aus dem Titellied "flüchtig"

     

    Vergnügte Elegien

    artbild_300_s.kraemerMan weiß nicht, wer mehr zu bedauern ist, der Jammerlappen oder die, die er nass macht, schickt der Berliner Chansonnier Sebastian Krämer seinem neuen Programm voraus, das er am 13.10. im Heimathafen Neukölln mit dem zwanzigköpfigen Metropolis Orchester Berlin unter der Leitung von Burkhard Götze uraufführen wird. Vergnügte Elegien (ein Genre, das zu diesem Zweck eigens erfunden werden musste) sollen es werden unter dem Motto „Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet.

    Die Quellen, aus denen diese etwas anderen Stimmungslieder schöpfen, sind dunkel: eine Puppe im Garten, eine Skulptur von Barlach, die Kinder einer geläuterten Hexe im Linienbus, Mops und Bienenstich. Was sich in den Augen dieser Figuren spiegelt wie die Lichter vorbeihuschender Fahrzeuge bei Nacht, erreicht uns nur als dumpfe Ahnung. Mediale Katastrophen verstauben auf Wiedervorlage; Krämer macht sich seine Sorgen noch selber. Und wie sich das für Sorgen so gehört, ist er noch nicht mit ihnen fertig geworden. Unter der Oberfläche beschwingter Melodien und eleganter Erzählungen schwelen Unheil, Trauer, Verlorenes, Vergebliches.


    Musikwelten -
    Am Ohr der Welt

    In 40 Konzerten mit insgesamt 980 Mitwirkenden laden 54 Musikgruppen unterschiedlicher Kulturen - von Kinder-, Jugend- bis zu Profigruppen ein,  ganz unterschiedliche musikalische Welten zu entdecken und die kulturelle Vielfalt Berlins generationsübergreifend zu feiern. Es wird ein reichhaltiges Angebot geben: 24 Schnupper-Workshops (von Instrumentenbau, Musik-Workshops, Instrumenten zum Ausprobieren bis hin zum kreativen Gestalten), vier Vorträge, Kurzfilme, Spiele aus aller Welt, interaktive Ausstellungen und einen kulinarischen Entdeckungs- und Genussbereich.

    Wir wollen den Gästen nach dem großen Erfolg im letzten Jahr auf unterhaltsame, vielschichtige und wertorientierte Weise unterschiedliche Lebens- und Kulturwelten nahebringen und dadurch das soziale und kreative Miteinander in Berlin stärken“, sagt die Initiatorin und Festivalleiterin Nathalie Schock von Musikwelten Berlin. Musikwelten Berlin kooperiert dieses Jahr mit der ufaFabrik und der Leo Kestenberg Musikschule Tempelhof-Schönberg und dem Projekt "Brasilianische Musik" der Musikschule City West. Das Festival findet am Samstag, 14. und Sonntag, 15. Oktober 2017 in der ufaFabrik Berlin ab 11 Uhr bei freiem Eintritt statt.


    Theater der Dinge

    Welche künstlerischen Positionen im Spannungsfeld zwischen Rebellion und Puppentheater verortet sind, das lotet das diesjährige internationale Festival THEATER DER DINGE in der SCHAUBUDE Berlin aus, das vom 13. bis 17. Oktober Theater, Konzerte und Ausstellungen von Künstler*innen aus Osteuropa, dem Nahen Osten und Deutschland präsentiert.

    Wie aber spiegelt sich Rebellion im Theater wider? Die Arab Puppet Theatre Foundation beispielsweise hinterfragt aktuelle Fluchtbewegungen aus arabischer Perspektive, die tschechische Theatergruppe Divadlo Líšeň inszeniert in einem Militärzelt mit einem Matrjoschka-Ensemble das „Russische Tagebuch“ von Anna Politkovskaja und der slowenische Puppenspieler Matija Solce belebt anarchisch und höchst virtuos „Happy Bones“. Begleitet wird das Festival von Workshops, Gesprächen und einer Intervention, zu der auch das kanadische Dragon Dance Theatre eingeladen ist, das in der Tradition des politischen Protesttheaters arbeitet.

     

    Wer mit wem? 

    artbild_300_Inprotheater_olTheatersport Berlin hat ein neues Format entwickelt. Ab dem 12. September findet jeden Dienstag im Pfefferberg Theater „Theatersport Berlin „WER MIT WEM?“- Improvisationstheater“ statt.

    Frage ist, Wer mit wem…am besten auf der Bühne harmoniert und letztlich das SUPERteam des Abends bildet! Vier versierte Impro-Schauspieler/innen stellen sich in immer neuen Konstellationen den Herausforderungen des Publikums und der gegnerischen Spieler. Ob eine Geschichte wie nach Goethe, Schiller, Shakespeare, ein Musical, verrückte Tanzeinlagen oder die szenische Umsetzung der Urlaubserlebnisse – alles ist möglich. Die Zuschauer geben die Inspiration und entscheiden, welches Team am Ende gewinnt.

    Theatersport Berlin wurde 1995 als erstes Berliner Improvisationstheater gegründet. Das Ensemble besteht aus professionellen Schauspielerinnen, Schauspielern und Musikern. Theatersport spielt sechs unterschiedliche Formate in verschiedenen Theatern in Berlin und Brandenburg. 

     

    Horst Evers: im mittleren Alter

    artbild_210_horst_eversDer Horst, unser Horst, ist zwar kein Berliner, aber das sehen wir ihm nach. Nicht mehr wegzudenken aus der Berliner Lesebühnenszene ist er, seit 1997 immer wieder zu Gast im Mehringhof-Theater. Was vor 20 Jahren mit dem ersten JAHRESRÜCKBLICK (insgesamt ca. 540 Vorstellungen) begann, fand seine Fortsetzung 1999 mit dem legendären MITTWOCHSFAZIT (ca. 130 Vorstelllungen). Hierbei an seiner Seite: Bov Bjerg & Manfred Maurenbrecher. Und seit 2004 hat Horst Evers auch SOLO (über 300 Vorstellungen) auf der Bühne des Mehringhoftheaters gespielt. Und Bücher hat er geschrieben, „Der König von Berlin“ lief gerade erst am Samstag (!) im ARD zur Prime time.

    Nun werden es bald 1000 Vorstellungen, im Mehringhoftheater, über 20 Jahre verteilt. Jubiläum! Das wird gefeiert, Horst Evers präsentiert alte und neue Texte und natürlich auch welche aus der Mitte. Mittleres Alter eben. Welche der Vorstellungen nun genau die 1000ste sein wird, will er nicht verraten.

    Redaktion: Katrin Schielke



    Termine Berlin

     

    Mehringhoftheater

    26.10.-28.10.: Manfred Maurenbrecher: “Flüchtig”  (CD-Release)

    10.10.-15.10. : Horst Evers: 1000 (Kabarett)

     

    Zebrano

    5.11. + 3.12.: Sebastian Krämers Club Genie und Wahnsinn (Kultshow)


    TIPI am Kanzleramt

    23. - 29.
    10.: Gayle Tufts: “Superwoman” (Musik-Kabarett)

    16., 17. /19. 10.: Sven Ratzke: “Homme fatale” (Musik-Kabarett)



    Bildnachweis:
    Mauerbrecher Foto:Kristijane Mauerbrecher

    Improtheater Foto: Oliver Bethke

    2017-10-07 | Nr. 97 | Weitere Artikel von: Katrin Schielke



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