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    26. Zirkusfestival Monte Carlo

    Zum 26. Mal fand vom 17. bis 24. Januar das „Festival International du Cirque Monte Carlo“ statt, das – trotz der beinahe inflationären Zunahme von Zirkusfestivals in den letzten Jahren – nach wie vor bedeutendste Festival der internationalen Zirkuswelt. Achtundzwanzig Mal hätte es bereits stattgefunden, wäre es nicht in zwei Jahren ausgefallen: Einmal wegen des Todes von Fürstin Grace Patricia und einmal wegen des Golfkrieges.

    Waren in den früheren Jahren zahlreiche Darbietungen aus den europäischen Ostblockländern vertreten, fehlen diese Länder seit der politischen Wende fast völlig, und insbesondere der russische Zirkus sowie Darbietungen aus China und Nordkorea prägten seitdem sehr stark den Charakter des Festivals und damit auch der Hauptpreise.

    In diesem Jahr sah es ein wenig anders aus: Keiner der verliehenen Clowns ging an russische Darbietungen.

    Das akrobatische Niveau des Festivals ist nach wie vor sehr hoch, und so wurden gleich zwei Goldene Clowns verliehen: an die Hochseiltruppe „Los Quiros“, die wohl derzeit beste Hochseildarbietung im Zirkus und jahrelang Spitzennummer bei Ringling Bros. and Barnum & Bailey, und an die chinesische Truppe „Guangdong“, in Deutschland zu sehen im Programm von „Ying Yang“ mit ihrem beeindruckenden Pas de deux.

    Die Silbernen Clowns wurden drei Mal verliehen. Einer ging an die Truppe des nordkoreani­schen Zirkus von Pyongyang, eine Kombination von Russischer Schaukel und Schleuderbrett, der zweite an eine weitere nordkoreanische Truppe mit einer Stangenwurfdarbietung und der dritte an den Spanier „Picasso junior“ mit einer Ping-Pong-Jonglage. Die drei – erstmals verliehenen - Bronzeclowns erhielten die rumänischen Stangenwurfakrobaten „Cirneanu Platinium“, die Flugtrapeznummer „Flying Pages“ aus den USA und das bekannte Clowntrio „Muñoz“. Anthony Pages erhielt dazu auch den Sonderpreis von Prinzessin Antoinette für den besten jungen Artisten.

    Tierdressuren haben es naturgemäß immer etwas schwerer, sich in die Spitzengruppe vorzu­arbeiten, gelungen ist das vor allem in den letzten Jahren den Knies, Tognis und Gruss, und auch 2002 war keine Dressur unter den Clown-Verdächtigen. Die inzwischen auf beachtliche 27 angewachsene Anzahl von Spezialpreisen wurden wie immer zum Teil mehrfach an Darbietungen verliehen, der Preis des Cirque d’Hiver Paris ging an die Löwendressur von Jason Peters; die vom deutschen Zirkus Berolina der Familie Spindler vorgeführten Kamele und ihr reitender Tiger zu Elefant erhielten den Preis Marsupilami.

    Insgesamt nahmen 26 Darbietungen an dem Festival teil.

    Redaktion: Dietmar Winkler

     
    2002-06-15 | Nr. 35 | Weitere Artikel von: Dietmar Winkler





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