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    Alternativen zur Post?

    Das Postmonopol weicht langsam auf und da überlegen wir natürlich, ob es neue Chancen gibt, unsere Portoausgaben für unsere viele Werbung zu senken.

    Konkurrenten der Deutschen Post AG brauchen eine Dienstleistungslizenz für ihre Angebote unter 200 gr – sie müssen nachweisen, dass sie besser oder schneller sind. Das tut z.B. die city-post-leipzig.de mit ihrer Zustellung am selben Tag innerhalb Leipzig. Aber solche Dienstleister eignen sich nicht für den preiswerteren Massenversand unserer Werbung.

    Über 200 gr sieht das anders aus. Die Konkurrenz kann in direkten Wettbewerb treten mit der Post. Aber diese schweren Briefe kosten z.B. bei firstmail dpd 2.60 ?, bei der Post aber „nur„ 1.53 ? - und die privaten behaupten, die Post würde diesen Bereich quer subventionieren, um die Mitbewerber nicht hoch kommen zu lassen. Also auf absehbare Zeit keine sinnvolle Möglichkeit, vor allem wenn wir für dieses Gewicht die allerdings nicht unproblematische Versendungsform „Büchersendung„ benutzen.

    Eine Büchersendung bis 500 g kostet 0,77 ?, die Hälfte eines Briefes, bis 100 g Kompakt 0,56 ? (max. Länge 600 mm, max. Breite 300 mm). Einige Organisationen verschic­ken (illegal !) all ihre Druck­sachen (Protokolle etc.) über 20 g zweifach geheftet als Büchersendung und sparen damit gegenüber dem Brief Kompakt 0,56 ? oder gegenüber Infobrief Kompakt (0,92 ?) 0,36 ?. Büchersendung Standard lohnt sich nicht ge­genüber Infobrief Stan­dard.

    Dazu gibt es ein Merkblatt „Wichtige Bestimmungen für Büchersen­dungen„ beim Briefzentrum.   Daraus das Wichtigste:

    ·    Die Blätter müssen zusammengeheftet oder -geklebt sein.

    ·    keine Preisangaben, darf nicht geschäftlichen Zwec­ken dienen (einzige Ausnahme: Echte Buchverlage - Kultur­gut Buch!)

    ·    Ausnahme: gemeinnützige Ver­eine gelten nicht als gewerblich, auch wenn sie kein Verlag sind. Dennoch muss das Buch ein Buch sein und es darf nicht geschäftlichen Zwecken dienen. Also sehr streng genommen darf ein Kin­dertheater-Verein nur ein Buch als Büchersendung ver­schicken, das ganz allgemein be­schreibt, wie schön und gut Kindertheater ist (z. B. eine pädagog. Abhandlung), nicht aber einen Festivalkatalog oder was der Thea­terdilldopp Tol­les in seinen zwanzig Jahren gemacht hat. Das wä­re eine Anpreisung, Werbung für Projekte, die mann einkaufen kann.

    Dazu gibt es einen umfangreichen, komplizierten Schriftverkehr mit der Dt. Post AG, vgl. auch Schneider: Kommentar AGB Briefdienst Inland, II AGB BfD Inl ANl 2a Abschn. 2.7 (Josef Keller Verlag)

     

    ·    offen verschicken, es sei denn, mehr als 100 gleichar­tige Sen­dungen mit Aufdruck „Büchersendung / Entgelt ge­prüft„, dann aber Einlieferung und Prüfung beim Postamt.

    ·    Rechnungen, Lieferscheine, Zahlkarten dürfen beigefügt werden, sonst nichts

    ·    Wer kleine Mengen über verschiedene Briefkästen einliefert, darf ziemlich sicher sein, dass er die Empfänger nicht dem Risiko von Nachporto aussetzt. Den AGB der Dt. Post AG entspricht das aber nicht!

    Aus der Praxis: Wenn in einer gebundenen Broschüre (wie z. B. „Freie Theater 1999 - der Katalog„ oder „inSzene„) Anzeigen kommerzieller Unternehmen enthalten sind, so ist das für die neuen Briefpostzentren der entscheidende Punkt, sofern frau die Broschüren in Postkisten am Schalter eingeliefert hat. Konsequenz: Je nach Verhandlungsgeschick alles zurück oder kräftig Nachporto zahlen. Ansonsten wäre der Katalog „in Ordnung„.

     

    Für die „Infopost„ bin ich auf folgende  Neuerungen der Post gestoßen:

    1. zwischen der Zeile Straße/Postfach und der Zeile Ort keine Leerzeile
        mehr.

    2. Der Text der Vorausverfügungen hat sich geändert:

    "Bei Umzug Anschriftenberichtigungskarte! Bei Unzustellbarkeit oder Mängeln in der Anschrift Anschriftenberichtigungskarte!  Wenn unzustellbar, zurück!"  möglichst in Arial 7 Pt Die ersten zwei Zeilen reichen, wenn man die Sendung nicht zurückhaben will.

     

    3. Dass Postkarten größer sein dürfen als C 6, wisst Ihr wahrscheinlich.

    Aber keiner schöpft das neue Maß 235 mm x 125 mm aus. Kostet der Druck wirklich soviel mehr? Achtung! Bei Postkarten als Infopost auf Papiergewicht achten, je größer, je dicker muss der Karton sein. Prüfen lassen!

    Und wie sieht’s mit Paketen aus?

    Ein 3-kg-Paket bis 50 cm Länge kostet von Köln nach Berlin bei der Post 5.62 €, Deutscher Paketdienst und Hermes nehmen ungefähr dasselbe, nur German Parcel (01805/252700) ist mit 4.35 € deutlich billiger (Anlieferung an wenigen Annahmestellen oft weit außerhalb, wichtig sind auch die Gesamtmaße, nicht nur das Gewicht). Alle anderen wie DHL, General Overnight und UPS sind sehr viel teurer.

    Artikel von Stefan Kuntz - Kuenstlerberatung, info@kuenstlerrat.de,  www.kuenstlerrat.de,

    Kierberger Str. 15/8, D-50969 Köln Telefon ++49 (0)221 93 61 51-6 Fax -7

    2002-06-15 | Nr. 35 |





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