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    „Nur wer sich verändert bleibt sich treu“.

    „Nur wer sich verändert bleibt sich treu“. Diesem Motto folgt auch das 1990 gegründete Restauranttheater Pomp Duck  And Circumstances. Am 21. August wird die 2. Neuinszenierung hier am Gleisdreieck ihre Premiere haben. Verlängert wurde der Standort Berlin zunächst bis zum Ende des Jahres 2003.

    Für Künstler jeder Szene in Berlin ist dieses Statement zur Veränderung natürlich und lebenswichtig. Hier gibt es  nicht nur an Wochenenden in allen Stadtbezirken vielfältigste Künstlerdarbietungen. Neue Veranstaltungsorte eröffnen immer wieder oder alte ziehen um.

    Die Knorre, früher in der Knorrstrasse, ist heute in der Revaler Straße zu finden. Sie soll gut angenommen worden sein, sagen die Mitarbeiter. Schön, dass es  auch wieder mal was Neues in anderen Berliner Stadtbezirken gibt.

    Auch der Grüne Salon hatte Premiere für eine neue Veranstaltungsreihe. Neben der inzwischen mehr als 6jährigen ernstzunehmenden Talkshow auf n-tv, dem Nachrichtensender, jetzt mit Andrea Fischer und Claus Strunz, gibt es die „Höhnende Wochenschau“, seit 2.4.04 fast jeden Mittwoch.


     „Lieben muss der Narr“

    Am 13.03. 03 fand ein Kurt-Tucholsky-Abend im Kartoon statt. Nichts ist alt genug, scheint es, um doch noch aktuelle Bezüge herstellen zu können. Mit ausgezeichneter Mimik und Gestik hat Sabine Genz die satirischen Beobachtungen von Tucholsky in Szene gesetzt. Hier zeigt sich, dass es auch gerade in Übergangszeiten darauf ankommt nicht abzustumpfen. Auch hier im Kartoon bleibt man empfindsam und freundlich. Wie immer wird man hier persönlich vom Chef begrüsst. …

    Nichts anzuziehn hat Frau Genz, das eine erinnert an Franz, und ich habe ihn ausgelacht. „In diesem brauen küsste mich Johny, ….dieses hier will ich gar nicht mehr sehn, da musste ich zu einer dummen Premiere gehen.“.  ..Sie ist das nackteste Mädchen von Berlin, denn sie hat nichts anzuziehn.

     

    „Ich und Du und wir“ - Kommunizieren wir richtig?

     In der Premiere der Bar jeder Vernunft am 8.4.03  fand jeder etwas, was garantiert passte: David Leukert zeigte,  was jeder irgendwann einmal erlebt hat oder vielleicht  noch erleben wird. Ob als Single, Sohn, Vater oder Mitglied einer normalen (was ist das?) oder einer Patchwork-Familie.

    Etwas erschrocken war vielleicht die nicht mehr ganz junge Frau gegenüber, als sie über die Nachteile des hypermodernen  Handys  hörte. Wozu braucht man das heute, wenn es nicht den Redefluss der Mutter stoppen kann, resümiert Leukert?

    Das trifft die Frage unserer Gesellschaft: Kommunizieren wir richtig? Sticheleien werden bei Leukert oft zu Stichen, gekonnt und geistreich, gut beobachtet und mit ernsthafter Komik präsentiert der Preisträger diverser Kleinkunstpreise hier seine Meinung über Kinder, Jugendliche, Ex-Frauen, Eltern, Promis und Eltern der Eltern von ….

    Hier kann man und frau wunderbar über sich und andere lachen, Tipps und Klischees des in Berlin lebenden  begabten Parodisten und Frauenverstehers einsammeln.

     

    „Let`s do it“

    „Let`s do it“ forderte am 24.3.03 im BKA am Schlossplatz die Damenkapelle aus Berlin. Hier gibt es ebenfalls eine bunte Mischung für Frisch-Verliebte, Frisch-Getrennte oder sonstige Musikliebhaber. Die zweifache Preisträgerin beim Bundeswettbewerb Gesang/Chanson Berlin, Kitty Hoff, bereichert seit einem halben Jahr diese ungewöhnliche Kapelle im Stil der 20er Jahre. Sie ist der Star des Abends, hier stimmen die Ausstrahlung, Gesang, Frisur, Kleidung und Persönlichkeit mit dem Titel und Inhalt der Veranstaltung überein. Hier werden Lieder der 20er gemischt mit allem, was sich dafür eignet. Wieviel oder wenig das Publikum  zum Erfolg beiträgt, wie Werbung und Mundpropaganda in Berlin funktionieren kann oder nicht, zeigte sich hier. Bei der Premiere war es erstaunlich leer und für einige langweilig. Manche verließen den Saal nach der Pause und träumten vielleicht noch weiter. Vielleicht käme ja noch einmal die junge, sportliche Dame am Schlagzeug auf die bzw. vor die Bühne und begeistert durch eine äußerst sehenswerte Stepeinlage?.

    Wer aber  beim Abschlusskonzert am 30.03.03 dabei war, erlebte ein feuriges, ansteckendes Konzert, wo Flamenco, und Lieder „Ich mache alles mit den Beinen“ und „Ich liebe die Männer mit und ohne Stil“ sowie  viele Zugaben nur noch durch die gelungene Darbietung des bekannten Liedes Stroganoff mit russischer Leidenschaft getoppt werden konnte.

    Der langanhaltende Applaus zeigte, dass hier jede der so unterschiedlichen  Damen mit ihren so verschiedenartigen Einzeldarbietungen ihre Fans gefunden hatten.

     

    „Worte statt Taten“

    Professionell genörgelt wurde im Tränenpalast . Hier trat Erwin Pelzig im Februar als der Nörgler aus dem Fränkischen auf, der Störenfried ist zum ersten Mal in Berlin, sagt er. Grosstädtisch anmaßend und beleidigend fragt er dann „ wie heißt der Schuppen“. (Tränenpalast). In bayrischer Tracht tritt er in weitere  Fettnäppchen. Auch das Publikum muss wieder ran. Da heißt es flexibel sein. Pelzig schläft in der Küche, isst in der Garage.

     „Alles verändert sich zu schnell, man muß doch flexibel bleiben, das ist ein Muß“. Zum Schluß entschuldigt er sich beim Publikum für seine Indiskretionen.

     

    Praxis Dr. Berger

    Hier in der ufa-Fabrik  am 4.3.03 dürfen auch wieder  alle mitmachen. Und das nicht nur zur Premiere. Vor den Augen und Ohren entstehen Geschichten mit und um Dr. Berger, dem hypochondrischen Zahnarzt und seiner Tochter. Folge 2 dieser interaktiven Komödie mit hohem Mitbestimmungsfaktor ist nach eigenen Angaben die theatralische Antwort auf die „Lindenstraße“ und „Praxis Bülowbogen.“ Das Original Kreuzberger Staatstheater scheint Erfolg zu haben. Die nächsten Folgen sind schon geplant. Wer mehr wissen will: www.praxis-dr-berger.com kommt selbst in die Praxis.

     

    Robinsöhne, reif für die Insel

    Reif für die Insel waren hier Schauspieler und Zuschauer des neuen Programms von P. Ensikat und W. Schaller in Co-Produktion mit der Herkuleskeule Dresden. Das schon zu DDR-Zeiten kritische und erfolgreiche politische Kabarett muss hohe Zuschauerzahlen bringen, da auch hier nichts aus dem öffentlichem Säckl Berlins ankommt. Am Wochenende kein Problem. Ohne Voranmeldung kaum eine Chance auf Eintritt. Unter der Woche kämpfen alle in Berlin. Gleichwohl, hier geht man weiterhin mit Humor und Köpfchen in einem umfangreichen Nummernprogramm stramm auf die 50 zu. Im Oktober wird hier ein halbes Jahrhundert  politisches Kabarett an der Friedrichstraße gefeiert.

     

    Zeichen und Wunder

    Vom 24.04.03 bis zum 10.05.03 werden 15 Jahre BKA besungen. Zur Eröffnung der Feierlichkeiten hat die Veranstaltungsreihe  "ChansonReiter" Premiere. Boris Steinberg, Gründer des Berliner Chansonfestivals, wirkte bei der Entstehung mit. Das 15jährige Jubiläum werden viele bekannte Künstler mitgestalten: u.a. Cora Frost, Tim Fischer, Tanja Ries,  Désirée Nick & die Gummi Mambos, Andreas Schneider & Orchestre de l’Espoir, Leo Bassi, Kay Ray & Band, Bernd Begemann, Teufelsberg Produktion, Die kleine Tierschau, Das Chaostheater.

     

    Redaktion: Yvonne Helmbold

     

     
    2003-06-15 | Nr. 39 | Weitere Artikel von: Yvonne Helmbold





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