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    Berlin macht weiter und bleibt sich treu

     

    Ganz langsam ändert sich etwas in der Artistenszene von Berlin. Nachdem es schon dem zeitweilig etwas kränkelnden Variété Chamäleon gelungen ist, mit einer neuen Show den Betrieb und das Publikum zu verjüngen (Trottoir berichtete), scheint nun auch der altehrwürdige Wintergarten nachzuziehen. Vor Kurzem hatte die Show „Dekolleté“ Premiere. Die außerordentlich eigenwillige und originelle Rahmenhandlung erzählt von einer Gruppe Modedesignstudenten, die an ihrer Abschlusskollektion mit dem Thema „Das Dekolleté der 20er Jahre“ arbeiten. In dieser Handlung entfalten Akrobaten der unterschiedlichsten Richtungen eine sehr schöne und stimmige, jugendlich und modern wirkende Show, in der auch Musical-Elemente ihren Platz haben – und die Energie der Vokalkünstlerin Hilde Kappes, die eine Lehrerin spielt. Das Publikum ist begeistert, und der Wintergarten hat wirklich überrascht.

    Uli MasuthUnd auch die schönen Herren von Malediva haben sich etwas Neues einfallen lassen: In ihrem neuen Programm „Ungeschminkt“, das Ende Januar im TIPI am Kanzleramt Premiere hatte, treten sie – ungeschminkt auf. Zusammen mit ihren wie immer präzise aus dem Leben gefischten, poetischen Texten und den nun nackten Gesichtern hat das einen ganz veränderten Charme. Denn bisher war es ja auch das überirdische Make-up zu den irdischen Worten, das die Maledivas auszeichnete. Aber auch ohne Schminke sind sie sehr ansehnlich. Und der Qualität ihrer Texte und der Show sind sie sowieso treu geblieben.

    Über ganze 50 Jahre treu geblieben ist sich ein anderer, großer Unterhaltungskünstler aus Berlin: Dieter Hallervorden. Vor seiner bundesweiten Tour, die zur Zeit läuft, feierte „Didi“ im Januar Premiere mit seinem Jubiläumsprogramm „Stationen eines Komödianten“.  Natürlich in seinem eigenen Theater Die Wühlmäuse. Seit dessen Eröffnung im neuen Haus vor ein paar Jahren steht „Didi“ auch noch sporadisch selber auf der Bühne oder vor der Kamera. Einen großen Teil seiner Erfahrung widmet er aber der Nachwuchspflege. Immer wieder ermöglicht er seinen Entdeckungen in den Wühlmäusen großzügige Gastspiele, bei denen sie sich gründlich ausprobieren und entwickeln können. So hat Hallervorden großen Talenten wie Dieter Nuhr und Frank Lüdecke zu einem soliden Publikum verholfen und damit auch nach seiner Hoch-Zeit in den Siebziger- und Achtzigerjahren einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Comedy- und Kabarettszene geleistet. Dafür danken wir und gratulieren mit einem herzlichen „Palim Palim“.

    Erfreulich vielfältig entwickelt sich das Engelbrot im sonst eher kulturarmen Stadtteil Moabit. Zur Erinnerung: Das Engelbrot wurde vor einem guten Jahr im mehrfach pleitegegangenen Hansa-Theater als Bühne für Film, Theater und Kleinkunst neu eröffnet. Das Haus strahlt in rosarot-goldenem Glanz eines altmodischen Theaters und erarbeitet sich beharrlich sein Publikum. Bereits zu einem Geheimtipp entwickelt haben sich die bunten Abende des begnadeten Conférenciers und Elektromusikers Friedrich Lichtenstein. In seiner „Late Night Show“ stellt er immer neue Wort- und Tonkünstler vor, und wenn die Stimmung passt, läuft der Zeremonienmeister des Elektrokabaretts persönlich zur dadaistischen Höchstform auf.

    Zum Schluss ist noch von einem Erfolg zu berichten, an dem eine andere beliebte Unterhaltungskünstlerin der Stadt beteiligt ist: Der Film „Der Letzte macht das Licht aus“, in dem Andreja Schneider von den Geschwistern Pfister die Ehefrau eines Bauarbeiters spielt, der nach Norwegen auswandern muss, wurde im Januar für den Grimme-Preis nominiert. Wie Trottoir berichtete, zeichnet für das Drehbuch der ehemalige Berliner Kabarettist Knud Kohr (Die Passierten) verantwortlich. Währenddessen hat Andreja Schneiders Bühnen-Schwager Ursli von den Geschwistern Pfister übrigens ein neues Solo-Programm erarbeitet: Es heißt „American Dreams“ und ist dem Songwriter Randy Newman gewidmet. Premiere ist am 22. April im Admiralspalast.

    Redaktion: Susann Sitzler

     

    Termine April/Mai 2008

     

    Mehringhoftheater

    01.-05.04.: Internationales Impro-Festival

    08.-12.04.: Marc Uwe Kling: „Wenn alle Stricke reißen, kann man sich nicht mal mehr aufhängen“ (musikalisch-literarisches Slam-Kabarett)

    16.-19.04.: Volker Pispers „Bis neulich“

    22.-26.04.: Martina Schwarzmann (Musik-Comedy)

    30.04.-03.05.: Volker Diefes: „Hotel Mama“ (Kabarett)

    08.-10.05.: Männerkulturen: „Ichichich“ (Comedy)

     

    Kabarett Kartoon

    01.-03.04.: Ranz & May: „Noch Schmerzen?!“ (Kabarett)

    04.-05.04.: Susanne Pätzold & die Lätin Lovers: „Mein Latein, Lieder über den Anfang im Ende“ (Musikkabarett)

    06.-09.05.: Ranz & May: „Iss wenigstens das Fleisch!“ (Kabarett)

    10.04.: Die Meissners: „5 vor Sex“ (Kabarett)

    11.04.: Franziska Troegner: „Schnarch wenigstens im Takt“ (Kabarett)

    12.04.: Marco Tschirpke: „Lapsuslieder“ (Comedy)

    13.-16.04.: Ranz & May: „Ca$h“ (Kabarett)

    17.-18.04: Schwarze Grütze: “Niveauwonieveauwar” (Kabarett)

    19.04.: Ensemble Weltkritik: “Weltkritik” (Kabarett)

    20.04.: Gretel Schulze & Andreas Zieger: “Menschen, Tiere, Koalitionen” (Kabarett)

    22.-23.04: Barbara Kuster: „Ich singe zurück“ (Kabarett)

    28.04.: Sprechblase im Kartoon (Lesebühne)

    30.04.: Ranz & May: „Wir kommen zweimal“ (Kabarett)

     

    Café Theater Schalotte

    17.-19.04.: Sabine Schwarzlose und Volker Sondershausen: „An Evening with... Marlene D. Oder: Gottseidank Berlinerin” (Liederabend mit Humor)

    08.-10.05.: Les Belles Immortelles: „Divas sind für Immer” (Musikunterhaltung)

    AdNr:1045

     

    2008-03-15 | Nr. 58 | Weitere Artikel von: Susann Sitzler





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