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    „Magie, Magie„

    Zauberhaft im wahrsten Sinne des Wortes ging es in Roncalli´s ApolloVarieté in Düsseldorf zu. Nach dem Auftakt durch das Varietéorchester kamen magische Hände vor dem roten Samtvorhang zum Vorschein. Die dazugehörige Person war niemand geringeres als Topas, Weltmeister der Manipulation, der mit zauberhaften großen und kleinen Illusionen durch den Abend geleitete und dabei alle Register seines Könnens vom Chansionier bis hin zum Großillusionisten unter Beweis stellte.

    Salti, Flic Flacs und Kaskaden in immer neuen Variationen temporeich vorgeführt waren das Markenzeichen der drei jungen Männer aus Frankreich Les Petits Frères. Mit ihren überraschenden Eskapaden brachten sie das Publikum zum Staunen. Sarah Schwarz tanzte auf dünnem Seil den Brauttanz, eine Geschichte um die Liebe mit all ihren Höhen und Tiefen, gewagten Sprüngen und Spagate. Konzertant versuchten sich die beiden Clowns Dmytro und Oleksiy in Szene zu setzten, wenn nicht andere ungewollte Vorkommnisse sie eingeholt hätten. Roxannes Rendevouz mit dem Spinnennetz versetzte die Zuschauer in eine magisch mystische Welt, die be-und verzauberte. Dieter Tasso, Altmeister der Sprechjonglage begeisterte mit Hüten, Bällen und Tassen. Als die Kaffeekanne dann auch noch auf den aufeinandergestapelten Tassen auf dem Kopf sicher stand, gab es für das applausfreudige Publikum kein Halten mehr. Noch einmal kam Sarah Schwarz, diesmal an Strapatentüchern mit diversen Hängen und Fallern und immer wieder engelsgleich schwebend. Black and White (vier Herren) aus Kiew zeigten Spitzenakrobatik vom Feinsten. Sprünge, Salti, Einarmer und viele akrobatische Feinheiten mehr in immer wechselnden Positionen und Figuren machten das Ganze zu einem wahren Augenschmaus. Den Schlusstakt mit allen Künstlern zum Finale bildete das Apollo Varieté Orchester.

    „Magie, Magie„ hieß es im GOP Varieté Essen. Helge Thun hokuspokuste als wahnwitziger schnellsprechender Conférencier und zauberte mit seinem Mund die Artisten auf die Bühne. Ellena Fiesta bot eine Mischung aus Trapezakrobatik im Ring und Kontorsion. Mit viel Charme entstanden vielfältige Körperfiguren. Fließende Bewegungen gepaart mit Kraft und Balance gab es bei Konstantin mit seinem Rhönrad zu sehen. Der Russe verblüffte mit immer neuen Tricks und Techniken. Kris Kremo stellt eine Legende unter den Jongleuren dar. Der Schweitzer jonglierte nicht nur im irrwitzigen Tempo mit Bällen, Zigarrenkisten und Hüten, er zeigte auch, wie man einen Bowler auf  circa 94 Arten – mit  Ein- und Zweifachsalto, mit und ohne Umwege über die brennende Zigarre im Mund - auf den Kopf springen lassen kann. Einfach amüsant und schlichtweg atemberaubend. In die Märchenwelt von 1001 Nacht entführte uns Yelena Larkina mit ihren Hula Hoop Reifen, ausdrucksstark und technisch brilliant vorgeführt. Ezio Bedin entführte in eine Welt der internationalen Geräuschkulisse. Mit seinem Instrument dem Mund schafft er verblüffend echt akustische Welten für das Ohr. The Leopards bewegten sich geschmeidig wie die Katzen in ihrer Akrobatikdarbietung, versehen mit Kraft und Eleganz. Das Laserspektakel leitete dann zum grande Finale aller Künstler über.

    Magisch ging es gleichfalls im GOP Varieté, Hannover zu. Desimo führte als bezaubernder Conférencier durch das Programm. Nicole bestach als Kontorsionistin durch ihre Akrobatik weit jenseits aller orthopädischer Grenzen. Ardan James betrieb das Spiel der Mimik und Gestik gekonnt und mit viel Witz und Humor, an dem auch die Zuschauer ihre wahre Freude hatten. Bei Strahlemann & Söhne flogen nicht nur die Keulen, sondern auch die Kleider. Aber erst als jeder sein Kleidungsstück wieder hatte war auch die grandiose Show beendet. Tina Lennart verzauberte nicht nur an der Harfe, sie bewies auch als Putzfrau mit dem zaubernden Wischmob, dass Träume wahr werden können, wenn man daran glaubt. Traumgebilde von vergänglicher Natur schön anzusehen ließ der Seifenblasenkünstler Tom Noddy aufsteigen. So vergänglich seine Kunstwerke waren, so schön waren sie anzusehen. Zauberhaft war dann  das Ende mit allen Künstlern zum großen Finale.

    „Und Sie können das auch„ mutete es im Luna Varieté, Dortmund an. Conférencier Bulky Luggage ließ jedoch als Motivationstrainer keinen Zweifel daran. Die Artisten konnten es jedoch besser. Irina Galagan präsentierte es eindrücklich mit ihren Hula Hoop Reifen, die sie  um ihren Körper kreisen ließ. Chy Fu Dey zeigten kampfsporttechnische Bewegungsabläufe auf ihre Art und Weise, spannungsgeladen und spielerisch zugleich. Alla Bogino vollzog ihre außerordentlichen „Übungen„ am Vertikalseil mit Fallern und Hängen. Olena brachte Schwung in die Sache mit ihrer Rola Rola Darbietung. Gentleman Jongleur Jeton verlieh dem Ganzen mit seiner extravaganten Jonglage ein Hauch von Eleganz. Das Motivationstraining war wohl gelungen, ganz nach dem chinesischen Artistenwort, „möge die Übung gelingen.„

    Redaktion: Hartmut Höltgen-Calvero

     

    Termine:

    Tigerpalast Varieté, Frankfurt

    Dezember 2001 – Februar 2002

    Alix Dudel, Chanson Conférence; Quang Minh, Trapez-Glasbalancen; Pat Bradford & Kate Akrobatik-Stepptanz; Charly Borra, Taschendiebstahl; Amélie & Miguel, Partnerakrobatik; Tatjana Koval, Hula Hoop; Maxim Popazov, Equlibristik; Markus Schimpp, Chanson Conférence; Ingeborg Wunderlich Chanson Conférence.

     

    Friedrichsbau Varieté, Stuttgart

    Dezember 2001

    Olga, Repriesenclown; Andreij Ivachnenko, Einrad auf dem Drahtseil; Natalia Leonteva, Hula Hoop in Balance auf dem Ball; Timo Wopp, Jonglagen; Die Farellos, Einrad-Akrobatik; Rainer Stanke, Slapstik mit einem Teppich; Bianca, Vertikalseil; Günter Fortmeier, Schattenspiel; Slava & Oksana, Ausdruckstanz; Zoran Madzirov & Predrag Malic, Musik auf dem Flaschophon.

    2001-12-15 | Nr. 33 | Weitere Artikel von: Hartmut Höltgen-Calvero





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