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    Mike Krüger: Krisenzeiten brauchen Comedians


    „Is’ das Kunst, oder kann das weg?“, betitelt Mike Krüger das Solo, mit dem er derzeit sein 35-jähriges Bühnenjubiläum begeht. Der Ende 2009 mit dem Ehrenpreis des Deutschen Comedy Preises ausgezeichnete Entertainer seufzte bereits „Mein Gott, Walther“ (1975) oder zog „den Nippel durch die Lasche“ (1980), als viele Comedy-Fans von heute noch gar nicht geboren waren. Dazu mutierte er ab 1982 erfolgreich mit Thomas Gottschalk zur „Supernase“ und machte später auch noch als Fernsehmoderator Karriere („7 Tage, 7 Köpfe“). Mit alledem prädestiniert sich der 58-jährige Neu-Hamburger, der lange vor den Toren der Stadt in Quickborn gelebt hat, am Rande der NDR-Pressekonferenz zum finalen Trottoir-Grundsatzgespräch über Humor im Norden.

    Trottoir: Wie lacht denn nun der Norden?

    Krüger: Der Norden lacht nicht anders als der Rest der Republik. Und dabei geht es seit Jahrzehnten immer um die gleichen Sachen. Frauen amüsieren sich vor allem über das Thema „Mann und Frau“ – das wird auch weiterhin so sein. Kollege Mario Barth ist hier für mich einer unserer Besten. „Bundeswehr“ und „Auto“ sind für Männer ganz wichtige Themen, und natürlich „Fußball“: Jetzt mit der WM vor der Tür geraten die Deutschen diesbezüglich wieder außer Rand und Band. Diese Themen funktionieren auf allen Ebenen – jeder Comedian muss seine Ebene finden, mit der er überzeugen kann.

    Tr.: Wie hat sich dennoch die Szene in 35 Jahren verändert?

    Krüger: Früher gab’s doch im Prinzip nur Otto, Hallervorden, Karl Dall und mich. Im Moment haben wir eine sehr große Comedy-Szene, was ja nicht verkehrt ist. Die Leute brauchen dringend was zu lachen in diesen Krisenzeiten. Dafür kann man noch viele weitere Comedians aufbauen.

    Tr.: Und wer trifft Ihren persönlichen Geschmack ganz besonders?

    Krüger: Ich bin grundsätzlich immer sehr erfreut, wenn jemand aktuell arbeitet. Darum bemühen wir uns auch in meiner NDR-Show „So lacht der Norden“. Neben Stars wie etwa Willy Astor und Eure Mütter laden wir dazu gern ganz neue, frische Talente ein. Zwar liegen zwischen Aufzeichnung und Sendung immer ein bis zwei Wochen, doch wir wollen schon unserer Zeit auf den Puls fühlen.

    Interview: Ulrike Cordes

    2010-06-15 | Nr. 67 | Weitere Artikel von: Ulrike Cordes





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